DataViz for The Socialization of Small Business

Januar 14, 2010

Brian Solis wrote a great article with some statistics… a guy in facebook was asking for some data visualisation, Brian just answered “Joe, wanna help?” I liked that somehow…  and no answer from Joe so fare.

I thought to myself – ok I’ll just do it and here is the result:

and here are the Numbers and Keynote files http://herrkrueger.de/uploads/archiv.zip

Please enjoy, Joe… :-)


Warum ich kein XING Premium Mitglied mehr bin…

Januar 12, 2010

Seit Januar 2004 habe ich bei XING ein Profil hinterlegt, zwischen Mai 2004 und Januar 2010 war ich zahlendes “Premium Mitglied”.

Ich hab x.xxx Kollegen und Kunden in den fast 6 Jahren gesagt, dass Sie mich dort finden, wenn ich grad keine Vistitenkarte dabei hatte. Ich habe xx Freimonate erhalten für die Einladungen, die ich erfolgreich verschickt hatte. Ich habe dort 343 Kontakte 1. Grades angelegt, jeden einzeln! Ich habe das Erwachsen werden von XING bewundernd beobachtet, von openBC zu XING, der IPO, den Corperate Blog. Ich habe den Ausstieg ähh Aufstieg (in den Aufsichtsrat;-) des ‘Webgründers des Jahres 2008′ Lars Hinrichs auf Twitter live verfolgt.

Aber am 11. Dezember habe ich spontan entschieden, dass XING keine 5,95 €/Monat mehr von mir bekommen wird und gekündigt.

Was war passiert?

Im November liess XING verlauten, dass sie nun die eigenen Statusmeldungen mit Twitter verknüpfen wollen, vielleicht hier oder auch bei Jackson, dem Senior Manager Corporate Development bei XING. Nachdem ich meinen LinkedIN Basis Account erfolgreich mit Twitter verknüpft hatte, wollte ich das nun auch bei XING einrichten… aso, ich erfuhr – das ist noch Beta, da braucht man eine Einladung! Also folgte ich dem angegebenen Twitter Account, der die Einladungen verteilen sollte und habe seitdem nichts von dem Twitter Account oder XING oder Xwitter gehört! Das war aber nur der Auftakt…

Denn ich hörte ich am 9. Dezember die Twitter Folge bei Guerilla FM und mir wurde klar, dass ich – um überhaupt eine Statusmeldung bei Twitter eintragen zu können, Premium Mitglied sein musste. Das führt bei mir zu einer heftigen Gegenreaktion! Denn bei Twitter, Facebook, LinkedIN, Brightkite, Tumblr, Delicious, Foursquare, Posterous, Evernote… und den vielen anderen Seiten gehört die Funktion des Statusupdates natürlich zum (kostenlosen) Basisumfang.

Nur bei XING ist das nicht so, warum nicht? Ich merkte, wie ich anfing mich darüber zu ärgern… und habe mich auf die Suche gemacht, um herauszufinden, wie man seinen Premium Account kündigt:

und eine automatische Bestätigungs Mail später waren – xiiiiiing – 67 Monate zahlende Mitgliedschaft beendet.

Und nun – im Januar – nach Ablauf der Kündigungsfrist – bereue ich meine Entscheidung nicht im Geringsten, schreibe sogar noch diesen Artikel hier!

Denn ich investiere jede Menge, denn ich habe neben dem Mitgliedsbeitrag

  • jede Menge meiner privaten Daten bei XING hinterlegt (meinen kompletten Lebenslauf, meine Adressen und  Erreichbarkeiten),
  • bekannt gemacht, mit wem ich wie oft beruflich und privat in Kontakt bin,
  • das alles auch noch regelmässig (beinahe täglich) kontrolliert und aktualisiert.

Ich habe also XING einen Anteil meiner knappen Zeit und Aufmerksamkeit zur Verfügung gestellt. Der Gegenwert im XING’s Basiskonto gleicht aber einer geschickt getarnten Dauerwerbesendung.

Überall ist zu lesen: Jetzt Premium Mitglied werden oder Nur für Premium-Mitglieder. Es tut mir wirklich leid, XING – aber meine Aufmerksamkeit, meine Zeit und meine Daten sind doch viel mehr wert.

“A customer is only a click away and if you can convert them without forcing them into a price/value decision you can build a customer base fairly rapidly and efficiently.” Fred Wilson

Ich weiss das, weil ich doch ‘nur einen Klick entfernt’, viel mehr dafür bekomme! Ach, aber macht Euch selbst ein Bild über die Dauerwerbesendung der “XING Basismitgliedschaft”:

Und im Vergleich noch der direkte Konkurrent LinkedIN:

So, nun bin ich’s los…


Warum ich Farmville gelöscht habe…

November 29, 2009

Eine ganze Zeit lang – so seit diesem Sommer – habe ich fast jeden Tag ein paar Minuten lang mit einem Facebook Spiel zugebracht: Farmville, dem Knallergame mit  Millionen Nutzern.

Zynga, die Firma dahinter ist 2,5 Jahre alt und  gilt als eines der erfolgreichsten StartUps der letzten Jahre mit aktuell über 100 Millionen “Unique Visitors” pro Monat.

Die Idee ist einfach, die Umsetzung ebenso, das Spielkonzept ein etwas aufwendigeres Passivgame auf Flashbasis. Zum ersten Mal ist mir dies Konzept 1992 bei Civ I begegnet. Die Flashgames von Zygna (auch Mafia Wars) und Playfish (z.B. Bowling Buddies) haben m.M.n. einen nicht unerheblichen Anteil am Erfolg von Facebook.

Im übrigen war der Zygna Konkurent Playfish der Spieleschmiede EA vor zwei Wochen 400 Mio $ davon 275 Mio in Ca$h wert.

Aber wie funktioniert das mit Farmville nun eigentlich:

  • man kriegt eine Parzelle Land mit zu Beginn 16 x 16 und aktuell maximal 22 x 22 Feldern = also max. 484 Möglichkeiten irgendetwas darauf zu setzen
  • es gibt einen Marktplatz auf dem man diverse Samen und niedlichste Tiere sowie alle möglichen Dinge, die man so mit einem Bauernhof verbindet, gegen Spielgeld oder echtes Geld “einkaufen” kann. Dabei werden Mädels genau wie Kerle angesprochen… es ist für wirklich jeden Geschmack etwas dabei
  • dann wartet man ab und kann nach unterschiedlichen Zeiten angebautes Gemüse, Früchte, Blumen “ernten” und auch die Produkte der Tiere ein”sammeln” – dafür bekommt man neues Spielgeld um wieder einkaufen zu können
  • die Reifedauer ist zwischen 2 Stunden und 4 Tagen abhängig von der Art des Gemüses
  • wenn man nicht innerhalb derselben Zeit zurück kommt und erntet, verwelkt das Gemüse und das Spielgeld ist futsch
  • man interagiert viel mit seinen Facebook Konktakten, die ebenfalls Farmville spielen, indem man sie zu Nachbarn macht und ihnen auf ihren Farmen helfen kann
  • ebenso kann man sich gegenseitig “Geschenke” schicken, die es nicht im Marktplatz zu kaufen gibt

Ein paar Tricks, um schnell vorwärts zu kommen:

  • um im Ranking nach oben zu kommen, sollte man seine Parzelle so schnell es geht vergrößern (für Spielgeld kaufen)
  • man sollte die maximale Fläche mit Gemüse, etc. bebauen und nur kleine Bereiche für Tiere, Gebäude, Deco vorsehen.
  • Tiere und Bäume geben keine XP (Erfahrungspunkte, die für das Ranking entscheidend sind)
  • Immer das “Gemüse” mit der höchsten XP Zahl wählen (2 üblicherweise, 3 erst ab Level 33)
  • auf das passende Verhältnis zw. Reifezeit, Einkaufspreis und Verkaufspreis achten (Empfehlung: Weintrauben, Lavendel, Sonnenblumen)

Und hier wird’s nun interessant!

Zum Aufwand, den man zeitlich investieren “muss”:

Der Aufwand ergibt sich eben genau aus der Kombination der o.a. Parameter. Ein kleines Rechenbeispiel:

18 x 18 grosse Parzelle und davon – sagen wir – 250 Feldern für die Pflanzenproduktion ergeben bei jeweils einem Klick pro Feld fürs 1. Land pflügen, 2. Gemüse säen, 3. Gemüse ernten = ca. 750 Mausklicks um eine Runde im Spiel zu bestreiten. Bei dieser einen Runde bekommt man dann auch 750 XP (wenn man Gemüse mit 2 XP anbaut), was dazu führt dass man alle paar Tage ein neues Level erreicht und wieder neue Gemüsearten, Dekorationen oder ähnliches freischalten kann. In höheren Leveln dauert das allerdings teilweise erheblich länger, da die zum Erreichen der nächsten Stufe nötigen XP progressiv ansteigen (auf etwa 9.000 XP in den niedrigen 30iger Leveln).

Aber zurück zu den Mausklicks: 750 Mausklicks bei angenommenen 1 Klick je Sekunde bedeutet, dass man ca. 12 Minuten lang konstant jede Sekunde klicken muss, um nur eine einzige Runde im Spiel zu bestreiten. Dazu kommt noch das Auswählen von Arten, Ernten von Bäumen, etc. man kann also eine Weile damit zubringen.

Im Schnitt habe ich ca. 30 Minuten am Abend vorm zu Bett gehen mit Farmville zugebracht und es in einem halben Jahr damit bis zum Level 34 geschafft. Und erst im Level 34 hätte ich das teuerste Gebäude – die Villa – für 1.000.000 Spielgeld kaufen können.

Das habe ich aber nicht gemacht, sondern die Farm “geschlossen”, die Tiere verkauft und das alles in meinem Profil gepostet.

Denn zusammenfassend nun zu Dingen in Farmville -
die IMHO nicht so gut sind:

  • Die Spielkonzeption erfordert regelmässiges, fast tägliches Spielen
  • Die Motivation entsteht auch durch das Freischalten von neuen Arten und Gegenständen, dies ist nur mit vielen Klicks = hohem Zeitaufwand möglich
  • Um den Zeitaufwand zu verringern, kann man nur echtes Geld einsetzen
  • Häufige Angebote von besonderen Arten und Gegenständen, die man nur für echtes Geld kaufen kann
  • Die Erfolgserlebnisse werden im Spielverlauf immer seltener und erfordern dadurch einen immer höheren Zeit- und/oder Geldeinsatz – die klassischen Suchtsymptome!

Und gerechterweise auch noch zu Dingen in Farmville -
die IMHO gut sind:

  • großartige Umsetzung, fast alle Dinge sind wirklich ansprechend und äußerst ideenreich umgesetzt
  • eine tolle Möglichkeit mit seinen Freunden in Kontakt zu bleiben, vor allem über die netten Geschenke und Hilfen auf der Farm
  • eine schöne Sache um am Computer selbst kreativ zu sein und zu gestalten, aufgrund der vielen vielen Kombinationsmöglichkeiten
  • die Farmen meiner Freunde spiegeln (teilweise;-) erkennbar deren Charaktere wieder

Vielleicht hilft dieser Text hier doch dem ein oder anderen geneigten Leser, sein persönliches “Spielverhalten” ob nun mit Farmville oder mit anderen Dingen zu reflektieren und damit seine persönliche Lebensqualität zu erhalten oder zu verbessern. Das würde mich einfach nur freuen!

Und ein letzter Gruss an meine lieben noch spielenden Freunde:

Bitte nicht wundern, wenn ich auf Gift Requests nicht mehr reagiere – ich bekomme sie schlicht weg nicht mehr. :-)


Warum ich nicht losgegangen bin…

November 10, 2009

Den ganzen Sommer und den Herbst haben wir geredet, diskutiert und demonstriert – viele Dinge getan, die undenkbar waren und wir waren sooo stolz auf uns.

Den ganzen Sommer und den Herbst lang haben wir Zahlen gehört, von mehr und mehr Menschen – die weg aus unserer, ihrer Heimat sind, für immer! Wir wussten nicht, ob wir unser Abitur machen können, wenn wir Montags zu den Demos gehen. Wir wussten nicht, was uns erwartet, wenn wir noch den einen Schritt mehr machen, wenn wir noch deutlicher, noch ehrlicher werden.

Den ganzen Sommer und den Herbst hatten wir Angst, dass auch nur ein Polizist die Nerven verliert. Wir haben gestaunt über Ungarn, die Tschechen und über die Ausfahrt eines Zuges aus Dresden. Haben gestaunt über Leipzig und über unser Halle, in dem plötzlich so vieles anders war. Und noch mehr staunten wir über uns.

Den ganzen Sommer lang und den Herbst war die Dusche kalt, die praktische Ausbildung doch nur Kläche und haben wir über Tagesthemen gesprochen, statt über schwarze Kanäle.

Den ganzen Sommer lang und den Herbst haben wir die Unsicherheit gespürt, bei denen die uns noch für 100 Jahre nach Ihren Regeln leben lassen wollten. Doch wir wollten bleiben, sie ändern, die Regeln und wir redeten, disktutierten und demonstrierten.

Aber um 10 vor 4 klingelte mein Wecker, und ich bin aufgestanden, hab mich angezogen und bin los, über den Hof, hab die Tür aufgemacht und meine Mutschen begrüßt, die wie immer leise raschelnd zurück grüßten. Und wie immer hab ich die Reste weggemacht, dann alles wieder aufgefüllt. Kauend haben sie mir zugehört, wie ich gekratzt und geputzt habe, wie ich balancierte und schliesslich die Kannen befüllte und sie wieder leerte, die Kleinen endlich versorgte. Dann habe ich den anderen geholfen: den beiden – die geblieben sind wie ich – von fünfen.

Am 10. November vor 20 Jahren haben 120 Kühe uns drei gebraucht,
um zu leben.

Auf dem Rollfeld auf dem Rücken liegend in die Sonne schauend, kam viel später bei mir an – dass ich nun wirklich frei bin von den Regeln meiner Kindheit und der Jugend. Das ich geblieben bin, bereu ich nicht – auch heute nicht.


keep growing, keep evolving and keep shining

Oktober 23, 2009

I just read again this summary about Meditation in an article about “How to take a day off” here in one of my fav’s blog called “Dumb little man – Tips for Life”:

Meditation

To me, this is the most valuable thing you can do on your day off. Many people have misconceptions on what meditation really is. Many believe it is just simply learning to concentrate; this is false “meditation”. Meditation that leads you to deep concentration will just make you more closed. Your aspiration in mediation is to become more open, open to existence. Meditation is beyond the scope of this article, I suggest you go to your local bookstore or library and get acquainted with the subject.

  • You will develop a calm mind.
  • You will progressively go from reactive to proactive.
  • You will begin to understand and become aware of your internal decision making process
  • You will come to understand many of the subtle levels in which your mind operates.
  • You will realize that you are not separate but are one with the whole. This will not be a logical understanding but an inner knowingness.
  • You will come to understand and not be dominated by your ego. Your ego serves its purpose in society; you need some reference point to be able to participate in it. But, your true identity is beyond your name, gender, ethnicity, nationality, and your body. Meditation will undo all the negative damage that society has imposed on you.
  • You will develop trust and not just believe in something. When you believe something that is just in the mind, when you trust that is a deep knowing in your entire being. Trust to go into the unknown.

Meine 10 MustDo’s für Istanbul

September 14, 2009

1

Ein Abendessen mit osmanischer Live Musik und vollem Leben
in Kumkapi:

Kumkapi

2

Clubbing im Reina oder Angelique:

3

Lange Badehosen kaufen in der schönsten, größten, neuesten Shopping Mall von Istanbul, dem: Istinyepark

Isteniyepark

4

Die langen Badehosen dann an einem Tag am Pool in Mitten des Bosphorus anziehen: Suada

5

Abendessen in einem Fisch oder Kebap Restaurant wie zum Besipiel dem: Eftalya oder dem Günaydın.

Nachtisch im Günaydin

6

Stundenlang türkisch Frühstücken in einem Frühstückslokal in Bebek.

7

Mit einem Feriboot von Besiktas auf die asiatische Seite übersetzen.

Feribot

8

Die Funikular (Standseilbahn) vom Taksim Platz nach Kabatas nehmen, dann mit der Strassenbanhn bis zum Topkapi Bezirk.

9

Blue Mosque, Topkapi Palace und die Yerebatan Sarnıcı besichtigen.

10

Einen goldenen Ring/Armreif/Ohrringe im Grand Bazaar kaufen und sich dabei Tee/Turkish Coffee servieren lassen.


Der Weg des Samurai

August 27, 2009

Sei vorsichtig mit Vorhaltungen gegenüber anderen

Anderen Vorwürfe zu machen, um ihre Verfehlungen zu korrigieren, ist als Ausdruck von grosser Gnade und Mitgefühl einer der wichtigsten Dienste, die von einem Gefolgsmann erwartet werden. Das erfordert ein extremes Mass an Taktgefühl.

Es ist einfach, das Gute und Böse in einem anderen herauszufinden; gleichermassen ist es einfach, ihn für seine Verfehlungen zu kritisieren. Viele Menschen halten es für angebracht, anderen offen Ratschläge zu erteilen über etwas, was nicht bereitwillig akzeptiert wird und als Thema schwer anzuschneiden ist, und geben auf, wenn die Ratschläge nicht angenommen werden. Das nutzt niemandem, weil andere so nur der Scham und dem Gesichtsverlust ausgesetzt werden.

Solche Ratschläge beruhigen lediglich den Geist des Ratgebers. Bevor man einem anderen einen Rat erteilt, muss man zuerst feststellen, ob der andere sich in geeigneter Verfassung befindet, mit einem für Belehrung offenen Geist, und dann so familär mit ihm werden, dass er dem Ratgeber vertraut. Man muss hin und wieder die Aufmerksamkeit des anderen erregen, indem man auf dessen Neigungen und andere Dinge, die ihn interessieren, eingeht. Dann muss man sorgsam die beste Zeit und Methode asuwählen und die beabsichtigte Belehrung beiläufig einfliessen lassen, ohne direkt zu belehren, sondern in Form von gelegentlichen Briefen, Abschiedsbesuchen oder diskretem Gespräch über die eigenen Mängel und Schnitzer.

Wahres Belehren liegt darin, den anderen die Ermahnung ganz natürlich schlucken zu lassen, wie Wasser in einer durstigen Kehle, wie eine Kur für die Verfehlungen des anderen, nachdem man ihn durch Loben seiner Stärken aufgebaut hat. Belehren ist eine schwierige Aufgabe. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass Fehler, die normalerweise langlebig sind, nicht auf üblichem Wege wettgemacht werden können. Wahre, grosse Gnade und Mitgefühl offenbaren sich, wenn sich Gefolgsleute eines Clans untereinander in Bruderschaft zusammentun, des anderen Schwachpunkte korrigieren und sich anstrengen, ihrem Fürsten als ein Mann zu dienen. Wie kann jemand dieses letzgültige Ziel erreichen, wenn er andere bloss der Scham aussetzt?

hagakure

Aus “Hagakure – Der Weg des Samurai” von Tsunetomo Yamamoto


Be careful with your wishes

Juli 20, 2009

Deniz Otobüs… also einfach “Meeresbus” sagen die Türken zu Ihren beiden High Speed Catamaran Ferries, die zwischen Yenikapi und Bandirma 6 Stunden Autofahrt auf angenehme 2 Stunden verkürzen helfen.

IDO hat diese beiden Fast Ferries von Austal 1998 in Dienst gestellt.

Seit 4 Jahren benutze und bewundere ich diese Schiffe auf ihrer Fahrt vom Marmara Meer in die Ägäis.

Ganz kurz zusammengefasst ein paar technische Daten: 4 MTU Turbinen mit jeweils 8.700 PS treiben über WaterJet Düsen von KaMeWa das 400 Tonnen Schiff mit bis zu 70 km/h übers Wasser.

Und seit 4 Jahren mache ich Fotos dieser Reisen – allerdings immer nur hinter Glas – weil die Sicherheit es bei diesen Geschwindigkeiten natürlich nicht erlaubt, die geschlossenen, klimatisierten Räume der Fähre zu verlassen.

Diesmal aber habe ich bei der Abfahrt einen Anlauf gewagt und Seda hat einen Schiffsoffizier, der ausnahmsweise mal beim Einsteigen rumstand, gefragt, ob für einen deutschen Blogger mit Kamera eine Ausnamhe zu machen wäre. Der Mann hat nur gelacht… tja!

Kaum sitzen wir in unseren Sessel wird die übliche Durchsage mit Fahrtdauer und Handyverbot ergänzt um einen Hinweis, dass just bei der Hafenausfahrt die Klimaanlage ausgefallen sei… und das bei 35 Grad im Schatten. Oje, das werden stickige zwei Stunden…

Auf einem Rundgang durch die schwitzenden Massen bemerke ich, dass eine der hinteren Tür offen steht und ich schnappe mir meine Kamera und stürze hin… leider sitzt nur eine beleibte ältere Dame draussen, die anderen werden von der Security zurückgehalten. Ich versuche noch, den Wachmann zu überzeugen vor allem die Mütter mit Kleinkindern an die frische Luft zu lassen… chancenlos!

Schwitzend

Auf dem Rückweg laufe ich zufällig dem Kapitän in die Arme und sage ihm (versteht er wenigstens mein Englisch?), dass er die Tür zumachen soll – wenn keiner raus darf … oder er eben die Leute doch mal an die frische Luft lassen soll. Seine Antwort: draussen ist es doch noch wärmer als drinnen… *mmppfff*.

Zurück an meinem Platz, male ich mir aus – wie ich die Marketingabteilung des Fährenbetreibers in einer Mail bitte, mir doch endlich zu erlauben, meine Fotos draussen zu machen… und dass ich dann gleich Brücke und Motorenraum sehen will!

Aber nach ca. 10 min. merke ich, dass sich die Sitzreihen langsam leeren… und wundere mich, wohin die Leute wohl gehen, gibst kostenlos Wasser irgendwo? Ahhhhhhhhhh… Kamera geschultert und losgerannt! Der Kapitän hat die Türen geöffnet und jeder konnte ans Heck und auf das Oberdeck und sich den 35 Grad heissen aber bei 70 km/h trotzdem kühlenden Fahrtwind um die Ohren wehen lassen.

So wurde mein Wunsch (per Zufall?) sofort erfüllt… dafür mussten zwar die fast 800 Passagiere 1 Stunde lang schwitzen, aber ich finde – dass war es wert! Trotzdem werde ich bei meiner nächsten Fahrt mit der Fähre etwas vorsichtiger beim Wünschen sein.

PS: hier gehts zu den besten Bilder auf Flickr.


Subscribe to my Friendfeed

Juni 24, 2009

Friendfeed

Ich hab in den letzten Wochen mehr und mehr Friendfeed für mich entdeckt! Schreibe wahrscheinlich deshalb hier so wenig… fast alles, was mir im Netz über den Weg läuft und was ich im Netz mache, hab ich dort integriert.

Twitter und die diversen Twitter Clients werden irgendwie überflüssig mit Friendfeed. Auch aufm iPhone reicht die Browserversion von FF völlig aus und ist sehr komfortabel.

Die Google/RSS Reader Aktivitäten verlagere ich ebenfalls mehr und mehr in einen eigenen Stream bei FF.

Und natürlich: Brightkite, LinkedIn, Facebook, Delicious, YouTube, Flickr, Ourdoings, Posterous, etc. usw. werden dort einfach zusammen gefasst…

Mein aktueller Schwerpunkt ist es, dort alle Neuigkeiten aus dem Patentbereich in einer Art Presseschau täglich zusammen zu stellen. Dazu kommt, dass  ich alle Kontakte dort und in Twitter “sammle”, die etwas mit IP/Patenten zu tun haben, also darüber bloggen, twittern oder ff’n.

Mein Traum wäre es, alsbald die “Realtime” Fähigkeiten von FF bei der Interaktion zwischen den IP/Patent Interessierten zu nutzen und interessante Diskussionen zu verfolgen, mich dort einzubringen und vielleicht sogar bald selbst anstossen zu können.

Ein letztes noch: wir waren ja in der letzten Woche in Ilmenau auf der PatInfo – DER KONFERENZ – der deutschsprachigen Patentinformation’s Szene. Sämtliche Suchen in Twitter/Friendfeed ergaben: NIX – bzw. nur Einträge von uns/mir! Keiner der Vorträge ist im Netz abzurufen, niemand sendet seine Eindrücke, Erkenntnisse an die Kollegen, die nicht kommen konnten… die PatInfo findet im Netz einfach (noch) nicht statt! Ich denke, dass es eine schöne Aufgabe ist, dies langsam aber sicher zu ändern!


Prelude für Bildgeschichten

Juni 7, 2009

Na, mal schauen – ob das hier klappt. Ich hab noch keinen Weg gefunden, ganz einfach Blogbeiträge mit Bildern zu posten ohne mir die Finger zu brechen mit Upload, Beschreibung, Einfügen je Bild oder Galerien die ich nicht will. Da iPhoto aber einen Mailbutton hat, ich dort sowieso Tagging und Beschreibungen erfasse… naja, mal schauen – was hier draus wird.

Grün

Grün

Pappelsperma

Pappelsperma

Das fliegt hier im Mai herum und setzt sich an allem fest… vor allem meine Balkonpflanzen sehen aus, als ob Heerschaaren von Schmetterlingslarven vor der Verpuppung stehen.

Dunkel

Dunkel

Das war ein Licht vor ein paar Tagen bei einem Gewitter. Hier mit meinem 300er Tele einfach mal in die Baumkrone gehalten und gewartet… fast ein Herz zu erkennen ;-)