Lift.do: Erreiche alles, erschliesse Dein Potential…

Silivri, 9:14, Tag 316

Der Morgen gehörte heute Aleyna, nach einer traumreichen Nacht, von der aber nur noch eine Szene jetzt in Erinnerung geblieben ist (mache mir ja aktuell keine Notizen mehr).

Es ging um eine Produktvorführung von Kollegen, die ich vor 10 Jahren das letzte Mal gesehen habe, die aber durch Facebook ab und zu in mein Blickfeld geraten. Wir waren in einer Art Theatersaal. Ganz hinten, oben kurz unter der Decke waren Tische aufgebaut. Ich kannte das Produkt schon, war überhaupt nicht daran interessiert, aber wollte unbedingt wissen, wie sie es präsentieren. Von den beiden ungleichen Partnern führte der Jüngere vor. Der andere korrigierte, ergänzte und nervte ständig durch sein oberlehrerhaftes Verhalten. Die ganze Zeit redeten sie über diese Kryptoplugin, das für jeden zu gebrauchen, wo es überall schon installiert sei und ich unbedingt Reseller werden solle. Ich fragte mich im Stillen ernsthaft, wie man davon leben kann. Die Umsätze, das Preismodell erforderten einen ständigen Zustrom an neuen Kunden, das könne doch gar nicht gut gehen, so viele Mailserver werden doch täglich gar nicht installiert, es erklärte aber die Verzweiflung bei der Vorführung. Einige andere Träume später wachte ich müde auf und schaute in einen richtig schönen Sonnenaufgang

Jede Menge neue Sachen prasseln gerade auf mich ein. Unter anderem habe ich grade die Beta Invite zu Lift im Spam Ordner gefunden, installiert und ein wenig rumgeklickt. Funktional schon wirklich ganz ok, ich hatte nur einen Absturz bis jetzt.

Die Ankündigung hier im Blog erschien mir vielversprechend. Vor fast genau einem Jahr hatte ich schon gelesen, dass die Twitter Gründer Biz Stone und Evan Williams das Startup unterstützen werden. Nun scheint es wieder ein neues soziales Netzwerk, auch diesmal rund um ToDo’s, zu sein. Achieve anything ist der Untertitel auf der Homepage, nun ist es in der gestern gelaunchten Beta: Unlock your potential geworden. Klingt so dermassen typisch amerikanisch, optimistisch in meinen Ohren: jaja, es liegt nur an mir, ich weiss… *blabla*

Also, Lift.do dreht sich also um persönliche Ziele und Gewohnheiten, nicht nur um reines GTD wie zB bei Any.do mit ihrem Make things happen Spruch.

Die Grundideen von Lift.do sind aber Spitze und sehr nah dran an meinem Zen-, Buddhismus-, Achtsamkeits-, Meditationsweg, den ich gerne gehe.

The secret to success is paying attention.

1. Identify the good habits you want in your life.

2. Track the days in which you perform them.

3. Lern about your progress over time.

4. Enjoy the support of your peers.

Mit einem grünen Haken kann man täglich (mehrfach) sogenannte Habits, also Gewohnheiten, abklicken und bekommt dann irgendwann eine Übersicht wann man, wie oft geklickt hat und das ganze öffentlich.

Die Liste der populären Habits liest sich ein wenig so, wie mein schlechtes Gewissen. Aber mit etwas Wohlwollen, kann ich mir schnell eine Liste der Sachen zusammenstellen, die ich immer schon täglich machen wollte, von denen ich weiss, dass sie gut für mich sind, etc.

   

Die Anwendung selbst ist sehr intuitiv, überhaupt nicht hakelig, alles ist dort, wo ich es erwarte. Für eine erste öffentliche Beta ist das schon richtig toll und wie ihr seht, ist die App dazu auch noch wirklich schön designed. Aber ob ich Lift.do täglich benutzen werde? Mal schauen, vermutlich eher nicht, denn auch noch bei meinen Gewohnheiten einzuchecken, dass geht selbst mir ein ganz klein wenig zu weit…

Make Things Happen mit Any.Do, der schönsten GTD Anwendung nun auch für iPhone und Chrome…

Berlin, 8:42, Tag 251

Heute war ich wieder um kurz vor 5 wach. Dann aber – weil Wochenende ist – habe ich noch eine schöne Stunde länger geschlafen. In dieser Stunde habe ich geträumt, von China. Mit der tollsten Frau wollte ich auf ein Konzert. Wir standen in einer Schlange vor einem alten Sandsteingebäude, welches mich jetzt glauben macht, dass es doch in Berlin oder vielleicht auch Prag war. Die Tür war noch geschlossen, die Kasse öffnete. Wir sahen den Menschen vor uns beim Karten kaufen zu, waren an der Reihe, traten ein, fanden uns nicht zurecht und uns dann auf einem Marktplatz wieder, hinter den Ständen, jetzt wieder ganz klar China. Es gingen Schnüren von den Standdächern bis auf den Boden, den ich ständig ausweichen musste, die Schnüre waren immer genau in meinem Gesichtsfeld. Sah dann E. aus Hamburg beim Arbeiten zu, er hämmerte auf einem Windows Laptop rum, die Tasten waren stark abgenutzt, sein Job war soo wichtig, er war hochkonzentriert. Die Tastatur flog fast auseinander, da kippte er ein Glas Wasser drüber, um mir zu zeigen, wie robust sie sei und dass sie sein hartes Arbeiten locker aushalten würde. Ich fragte ihn, ob er für eine Pause spazieren, meditieren kommen würde. Ich hatte das Gefühl, dass er es sehr gebrauchen könnte. Er lehnte ab, ohne hochzuschauen und ich wachte zum zweiten mal auf…

Gestern war ich dort, wo mich die tolle Touch & Travel App der Deutschen Bahn nicht findet, nämlich in Birkenwerder. Ich bin mal gespannt, wie sich das löst…

  

Wo ich schon mal bei coolen Apps bin, kann ich gleich noch eine tolle neue Anwendung vorstellen: Any.do ist die nach meiner Meinung nach beste, weil neueste und schönste ToDo App, die es gibt.

Seit vielleicht einem halben Jahr hab ich die schon auf dem Android Telefon benutzt, weil sie einfach mit den Aufgaben/Tasks aus Google Mail synchronisierte. Dort verwalte ich Merker, kleine Erinnerungen an Dinge, die in den nächsten Tagen zu erledigen sind. Für das iPhone hatte ich keine so schöne Lösung.

Jedenfalls nicht bis letzte Woche, als Any.do ihre iPhone Version raus brachte und gleichzeitig auch noch ein Chrome Extension. Hier mal zum Anfüttern ein paar Screenshots.

   

Eine schöne Hintergrundstory bei HufPo beschreibt, was ich neben dem unglaublich grossartigen Design und der so schlanken Funktionalität auch noch toll an der Anwendung finde. Übrigens hatte ich die Anwendung schon vor einiger Zeit im Google+ Stream von Robert Scoble gefunden, der den CEO von Any.Do interviewte, was mich sofort so begeisterte, dass ich die Anwendung ausprobierte.

Mit einem Bild voll in die Sonne…

…verabschiede ich mich für jetzt und wünsche allen einen sonnigen Sonntag!

Über die Macht meiner Gewohnheiten…

Istanbul, 7:54, Tag 232

Habe mich heute auf einen Workshop geträumt, die Hinfahrt auf einem Moped, hinten drauf, Sandwege entlang. Dann ankommend die Rückfahrt organisierend mit dem Smart eines anderen. Es streiten zwei Schwestern, sie unterhalten sich nur, aber ich fühle alte Konflikte. Der Raum ist noch zugeschlossen, die anderen kommen gleich, wir beeilen uns. Ich wache vom Wecker auf…

Würde gerne auch in Englisch schreiben, trau mich nicht. Ich denke, mir fehlen so viele Wörter. Obwohl ich seit über fast 8 Jahren in Englisch liebe und streite, obwohl ich seit vielen Jahren fast nur noch englische Bücher lese. Obwohl ich seit Jahren jeden Tag im Netz Unmengen an englischen Blogs lese. Es ist nicht meine Muttersprache und ich lebe nicht in einem Land, in dem Englisch die Hauptsprache ist. Ich kann mittlerweile sogar 2h Fachvorträge auf Englisch halten, zumindest vor europäischem Publikum. Mein Denken kann komplett umschalten, ich übersetze schon lange nicht mehr. Ich würde sicher einfacher schreiben. Das hätte einige Vorteile. Ich würde sicher weniger schreiben. Aber auf Deutsch kann ich heimlich jeden Satz aufladen, allein durch meine Wortwahl und den Satzbau, meine Rechtschreibung tut ihr übriges. Das würde mir sehr fehlen, denn ich mag meine Muttersprache sehr.

Ich habe versucht eine neue Gewohnheit zu entwickeln und wollte systematisch, jeden Tag Türkisch lernen. Einfach nur Vokabeln lesen in einem Wörterbuch. Keine andere Fremdsprache habe ich so viel gehört. In keinem anderen Ausland, habe ich so lange Zeit verbracht. Es hat bisher noch nicht funktioniert.

Jeden Tag 20min würden ja reichen, über die Zeit würde ich die Sprache sicher lernen (Breeeent! Haaaarry! Mir fehlt echt der Timer, mit dem ich solche neuen Gewohnheiten messen, aufzeichnen und teilen kann!;). Ich kann sicher schon einiges auf Türkisch, habe mir viele Sätze angeeignet, die mir im Alltag hier helfen. Ich verstehe relativ viel der Alltagskommunikation. Aber meine beiden Mädels verstehen und sprechen sehr gut Deutsch, neben dem Türkisch und wir haben mit der Zeit unseren eigenen Sprachmix aus Deutsch, Englisch und Türkisch entwickelt. Aber ich habe nie systematisch Türkisch gelernt.

Heute morgen überfliege ich den oberflächlichen (und schwachen) Artikel über die Macht von Gewohnheiten, weil mich die Überschrift angezogen hat. Gewohnheiten weg lassen, kann ich schon ganz gut. Ich trinke seit über drei Jahren keinen Alkohol, rauche keine Zigaretten mehr, seit Ende März läuft ein weiteres Experiment, ich trinke keinen Kaffee mehr.

Aber das Hinzufügen von Gewohnheiten ist noch mal eine andere Sache. Ich weiss, auch das Hinzufügen beinhaltet das Weglassen von etwas anderem. Ich lasse irgend etwas weg, ersetze es durch etwas anderes. So, wie ich Kaffee weglasse und durch Tee oder Saft ersetze, die auf einmal so viel besser schmecken, so lecker, dass ich Kaffee gar nicht vermisse, sondern das Weglassen dazu führt, dass ich etwas anderes dazu gewonnen habe.

Einen Aspekt des Artikels kann ich voll bestätigen: allein durch das Bewußtmachen, durch Aufschreiben, durch das Führen eines Tagebuches, eines Logbuches der Ausgaben, der Nahrung, des Trinkens, der Bewegung verändern sich unsere Gewohnheiten.

Seit ich zum Beispiel meinen FitBit trage, laufe ich viel mehr und entscheide mich bei vielen Gelegenheiten für Gehen und nicht Fahren. Seit der FitBit in der zweiten Generation auch Treppen zählen kann, nehme ich fast keine Rolltreppen mehr und fahre kaum noch Fahrstuhl. Allein dadurch, dass dort dieses kleine Gerät aufzeichnet, fühle ich mich motiviert, meine Gewohnheiten zu ändern.

Ähnlich geht es mit den Finanzen, so lange ich meine Ausgabe in einem Log erfasse, gebe ich weniger Geld aus, kaufe viel bewusster ein. Und das einfach, weil ich mein Budget kenne und mich täglich wenige Minuten damit beschäftige, beim Aufschreiben. Dann setze ich mir Sparziele, erreiche sie und freue mich. Rückschläge, Sonderausgaben nehme ich bewusster war, verdänge sie nicht, erfasse sie einfach. Sie hauen meine Planung vielleicht durcheinander, aber ich weiss, wann ich die Delle wieder ausgeglichen haben werde.

Mit meiner Meditation das gleiche. Seit knapp 100 Tagen benutze ich nun den Insight Timer, weiss damit genau, wann ich in den letzten Monaten wie lange meditiert habe. Schon früher beim Tagebuch schreiben, habe ich immer die Einträge nummeriert und oben rechts in die Ecke geschrieben. Heute schreibe ich die Zahl auch immer als erstes, ich werte sie ja nichtmal aus.

Aber ich fühle mich komischerweise allein durch das Bewusst werden, durch das Gewahr werden dieser Zahlen, neue Zusammenhänge, und fühle mich beim Erzeugen dieser Reihen motiviert, die Gewohnheiten beizubehalten. Ich habe bemerkt, dass ich erst dann meine Gewohnheiten verändern, meine Ziele erreichen kann, wenn mir die vielen kleinen Schritte bewusst sind, die ich im Laufe eines Tages gehe.

Ich gehe sogar noch weiter: ich glaube, ich kann erst dann ein erfülltes Leben führen, wenn ich mir bewusst mache, aus was für noch so kleinen Handlungen sich mein Tag zusammen setzt. Und sei es nur dadurch, dass ich die Minuten zähle, die ich darüber nachdenke, was für mich ein erfülltes Leben überhaupt bedeutet. Allein das hilft doch schon! Und das ist auch der eigentliche Trick aller GTD Ratgeber: trage ein, schreibe auf, hake ab. Und das ist nichts weiter, als sich die einzelnen kleinen täglichen Schritte bewusst zu machen, die unwillkürlich, unbewusst und in der Unerbittlichkeit der Wiederholung dazu führen, dass wir sind, wer wir sind und tun, was wir tun.

Auch hier kommt Widerstand! Denn viele Menschen machen das nicht und führen ein sehr erfülltes Leben, erreichen viele ihrer Ziele, vollbringen Grosses, tun Gutes, sind genial und erfolgreich. Und das ohne Tagebuch, ohne Fitbit, ohne Insight Timer, ohne ein Haushaltsbuch oder was auch immer. Na, klar doch!

Denn jedem von uns sind Gewohnheiten durch unser Umfeld mitgegeben, die uns nicht bewusst sind. Ich würde sogar soweit gehen, zu sagen, dass 98% unserer Gewohnheiten uns nicht bewusst sind. Unsere Eltern, unsere Freunde, die Schule, das Umfeld, die Gessellschaft, alles, was uns umgibt, formen uns, durch ihre Reaktionen auf uns.

Aber “dort, wo man hinschaut, verändert sich und entwickelt sich etwas”, sagt mein lieber (Zen)Freund Tony immer. Und nur, wenn ich wirklich weiss, was ich heute kann, wer ich bin, was ich habe, nur dann kann ich mich wirklich vergleichen, kann wirkliche Vorbilder finden, kann wirklich entscheiden, was ich als nächstes tun möchte.

Es gibt heute knapp 7 Mrd Menschen auf der Welt, die heute gleichzeitig mit uns leben, schlafen, wach werden, arbeiten, essen, lieben, träumen. Knapp 1 Mrd davon ist mittlerweile bei Facebook registriert und damit nur wenige Klicks, um genau zu sein 4,74 Verbindungen, entfernt von uns selbst. Was mir klar wird, wenn ich mir vorstelle und mir dazu noch bewusst mache, dass ich damit in der Lage bin, mit knapp 1% der 110 Mrd. jemals auf der Erde lebenden Menschen, direkt kommunizieren zu können, ist, dass mir erstens schwummerig wird und das es zweitens noch niemals so einfach war, Menschen mit den gleichen Gewohnheiten zu finden und sich direkt zu verbinden.

Dabei ist Aufschreiben, das Bewusst machen von unseren Gewohnheiten keine Abkürzung und kein Zaubertrick! Denn niemand kann mir die Arbeit des Türkisch lernens abnehmen, niemand kann mir die Sortierung meine Finanzen abnehmen, niemand kann mich erfolgreich machen, niemand kann mich scheitern lassen, niemand macht mich dick und niemand macht mich schlank, niemand kann mich einen Marathon laufen lassen – nur ich selbst mache das! Wenn wir das nicht verstehen, dann schauen wir einfach nicht genau genug hin. Dann sind uns unsere Gewohnheiten, die uns zu dem gemacht haben, wer wir heute sind, noch einfach nicht bewusst genug.

Und wenn ihr das jetzt lest und dabei Widerstand empfindet, widersprechen möchtet… nur zu! Ihr erinnert Euch doch, wo Entwicklung möglich ist? ;-)

Über die Macht von Gewohnheiten…

Berlin, 7:27, Tag 127

Heute erinnere ich mich nur an einen Traum, bin halb 2 aufgewacht und hab notiert: Club Mate im Kaufhaus, Anstehen, viele Menschen… die dazugehörige Stimmung habe ich aber vergessen. Sie wurde überlagert von einem intensiven Traum der Erinnerung, die ca. vier Jahre zurück liegt, eine unangenehme, man sagt wohl traumatische Erfahrung, an die ich mich erinnert habe. Sehr deutlich habe ich die Essenz des damaligen Verhaltens in wenigen Gesten, Worten oder Bildern gesehen und all die vergessenen Gefühle in mir wieder berührt. Bin aufgewacht durch den Wecker und wusste nicht so recht, was ich mit dieser Vergangenheit anfangen sollte. Warum habe ich mich erinnert, was hat das Erinnern wohl ausgelöst? Ist es Teil der Verarbeitung, der Transformation, die ich durchlaufe? Es war eher keine Sehnsucht da… und das hat mich beruhigt.

Hab mir gleich vorgenommen, heute über die Macht von Gewohnheiten zu schreiben, hatte ja vor zwei Tagen hier schon mal den Coolidge erwähnt: Gewohnheiten sind fast alles in unserem Leben, mir kommt immer 97% in den Sinn, nur die letzten 3% sind Unerwartetes, Neues und Bewusst sein.

Vor vielleicht so ca. drei Jahren sah mein Tagesplan (der ideale, an den ich mich selten – also eigentlich nie – gehalten habe) so aus, wie ich ihn hier in OmniFocus mal aufgeschrieben hatte.

Damals fing ich an, auf meine Gewohnheiten zu achten, sie zu beobachten und zu reflektieren. Ich hatte bei Thich gelesen und oft von Tony gehört, dass Achtsamkeit der Schlüssel zu allem sei. Und ich wollte einige schlechte Gewohnheiten ändern, also zB keine Zigaretten mehr rauchen…

Schlechte Gewohnheiten übernehmen wir ohne Mühe, ohne zu Jammern oder viel Anstrengung. Wir können beim Fernesehen stundenlang ruhig dasitzen, aber die ersten 20min Sitzmdeditation kommen uns wie ein Marathon vor. Das gleiche gilt für die Gewohnheit, Alkohol zu trinken… das braucht uns niemand beibringen, dafür gibt es keine Kurse, Ausbildung oder sind keine Ermahnungen unserer Eltern nötig, das lernt jeder Jugendlich von ganz allein, aber es einfach nicht zu tun, kostet scheinbar viel Kraft und Überwindung oder Überzeugung (und wird immer noch eher als asoziales Verhalten interpretiert). Oder nicht ganz so beladen, die Gewohnheit im Büro statt ständig Kaffee zu trinken statt lieber einer Kanne (grünen) Tee, das kostete mich Disziplin und immer noch gibt es ständig Rückfälle.

Mit dem Erlernen und Anwenden andere Gewohnheiten tun wir uns unendlich schwerer. Wenn wir etwas erreichen wollen, verbinden wir das mit Mühe, Anstrengung und Arbeit. Aber genau diese Glaubenssätze zu erkennen, zu hinterfragen und dann zu ändern, ist für mich der Schlüssel zu einem erfüllten, sinnvollen Leben.

Beim Aufhören mit dem Rauchen haben ich mir zum Beispiel klar gemacht, dass es viel mehr Mühe macht, Zigaretten zu kaufen, ein Feuerzeug nicht zu vergessen, die Schachtel aufzupuhlen, eine Zigarette raus zu holen, irgendwo hin zu gehen, wo Rauchen erlaubt ist… als all das einfach nicht zu tun. Ich habe versucht, zu erkennen, wie mühevoll und anstrengend das Rauchen im Gegensatz zum Nicht Rauchen eigentlich ist. Wenn man immer darauf achtet, achtsam ist und wahrnimmt, was wirklich passiert, dann erkennt man seine eigenen Gewohnheiten und ist in einem nächsten Schritt, in der Lage sie sogar zu ändern. Vielleicht schafft man es einmal, nicht zu rauchen und auch einmal kein Glas Wein zum Abendbrot, zum Feierabend, zum Runterkommen zu trinken. Alles(!) beginnt mit dem ersten Schritt in die richtige Richtung, und das gilt genau so fürs Nicht Tun… für die guten, wie die schlechten Gewohnheiten.

So, nun kann ich meinen Tagesplan aktualisieren… sich ein Ziel zu setzen und dann einfach darauf vertrauen zu können, dass es durch Achtsamkeit passieren wird, ist eine ganz grossartige Erfahrung…und dann werde ich vielleicht in drei Jahren wieder zurückblicken und wieder erkennen, wie kraftvoll Gewohnheiten sind.

Wünsche wieder lächeln einen tollen Dienstag!

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