Geschafft! Mein Vortrag gestern auf der #PATINFO12 …

Ilmenau, 8:10, Tag 256

Heute Nacht habe ich einen Flugzeugträger von hinten gesehen. Und ein ganz schickes Flugzeug, fast wie das Virgin Spaceship, flog an mir vorbei. Dann stand ich auf dem Deck des Trägers und sah das Flugzeug wieder. Eine Gruppe Fremder ließ sich in der Fremde abwerfen von Flugzeugen. Sie sprangen aus tiefer Höhe und krabbelten in den Wald davon. Sie jagten mit Pfeil und Bogen nach Wild. Dann bemerkte ich, dass sie es auch lebendig fingen und in Gatter sperrten, und einen gut frequentierten Imbiss eröffneten… ich wachte hungrig auf!

Habe gestern meine Vortrag gehalten. Ich hatte zum Schluss drei Einleitungen und habe auf dem Podium sitzend und meinen Vorrednern zuhörend, die vierte auf einen Zettel geschrieben und dann frei gehalten, nur mit den Stichworten und den Slides. Aber eh ich hier noch viel mehr schreibe, hier zum Nachhören mein Vortrag auf Soundcloud, einem grossartigen sozialen Netz, bzw. Plattform für das Teilen, Liken und Kommentieren von Sounds (erfolgreiches Startup aus Berlin). Und sorry für die schlechte Qualität, ich hab einfach mein iPhone auf meinem Platz mitlaufen lassen.

Ich hoffe, ich bekomme von der TU Ilmenau/dem PATON auch noch eine Variante mit Bild. Beim Nachhören fällt mir natürlich der ganze Blödsinn auf, die vielen kleinen Ungenauigkeiten, Übertreibungen, Untertreibungen, ach egal!

Hier einfach Play drücken. Und drunter sind zum Mitklicken die gestern gehaltenen Slides auf Slideshare, was eine populäre Plattform für das Teilen, Liken und Kommentieren von Präsentationen und Dokumenten ist.

Die Einleitung, die ich wohl nicht halten werde…

Ilmenau, 8:34, Tag 255

Fast vergessen, hier zu posten. Ich bin so in dem Vorbereitungsrausch zu meinem Vortrag gleich auf der PATINFO vor 400 Patent Spezialisten, dass ich vor lauter Energie und Aufregung sicher gleich platze.

Kurz und gut geschlafen, geträumt habe ich auch, nur keine Kraft ihn mir zu merken oder aufzuschreiben, zu präsent ist das Thema meines Auftritts nachher.

Jetzt kommt hier ein Text, der schon länger in meinem Laptop schlummert. Und zwar, die Einleitung zu meinem Vortrag die ich nachher sehr wahrscheinlich nicht halten werde, einfach weil ich mich noch nicht traue, diese Metapher wirklich zu benutzen…

bei meinen vorträgen über soziale netze, cloud computing, crowd sourcing werde ich ab und zu gefragt: wie machst du das nur? das ist doch privatkram, für so etwas habe ich auf arbeit keine zeit. aber am interessantesten fand ich die aussage: ich seh einfach nicht, was ich davon habe. ja, ok in xing muss man ja leider mittlerweile mitglied sein, aber facebook nein, das ist privat und twitter, das habe ich gar nicht verstanden, das ist bestimmt nur etwas für die jungen leute…

also rede ich heute nicht über facebook, twitter und die andere sozialen netze, sondern nur über moderne werkzeuge und technologien, über menschen und gemeinschaften und über schönheit und geschwindigkeit.

die drei themen: tools&technologyspeople&communityusability&design wirken heute zusammen und machen es möglich, dass sich 950 mio menschen täglich in einer software einloggen können und wie fürs privatfernsehen, einfach nichts dafür bezahlen müssen.

überlegen sie mal wie lange sie warten müssen, bis sie in ihrem elsa, sap oder lotus notes oderoderoder angemeldet sind? wie lange sie gebraucht haben, eh sie das wirklich beherrscht haben?

warum denken sie, braucht es keine facebook oder twitter schulungen, warum können das so fast alle menschen einfach so benutzen?

warum tun die menschen dort dann dinge, die sie nie vorher tun konnten, weil sie zu umständlich, zu langsam, zu schwer, zu aufwendig, zu teuer waren?

weil heute tools und technologien verfügbar sind, die schön und schnell sind und so von vielen menschen einfach benutzt werden können.

manchen menschen geht es dabei aber wie beim alkohol. sie wissen, dass es den schon eine weile gibt, sie haben ihn auch mal ausprobiert, aber haben sich gegen die nutzung entschieden. es ist aber nicht so, dass sie nicht wissen, was sie davon haben!

ich persönlich weiss das ganz genau, ich verzichte seit über drei jahren auf den geschmack, auf das gemeinschaftsgefühl, auf den leichten schleier, der sich über meine gedanken legt. ganz bewusst habe ich dafür entschieden, die vorteile, die das angebot, die erfindung und die viele mühe, die die herstellung von alkohol – einem tollen rotwein – kostet, nicht in anspruch zu nehmen.

ich grenze mich damit aus, nehme nicht mehr an dieser gemeinsamen aktivitäteil, ich schaffe aber auch identität durch die nichtnutzung. 59 bier und ein wasser für arne… wurde in der moritzbastei mal gerufen, war das 2009?

ähnlich ist es bei sozialen netzen, es gibt sie, wir wissen davon, fast alle haben sie schon mal probiert und manche von ihnen entscheiden sich nun gegen die nutzung.

aber ohne, dass man es selbst ausprobiert, kann man einfach nicht wirklich erfahren, was man davon hat oder haben könnte.

wie beschreibe ich denn meiner tochter, was alkohol ist… wie erkläre ich ihr das am besten: es schmeckt mir einfach, aber du darfst das noch nicht. na klar, dass sie mit vermutlich 14 sofort auch mal probieren will.

da haben sie es es mit sozialen netzen wie facebook eindeutig besser, die darf man schon ab 13 benutzen, und selbst sie könnten – wenn sie wissen wollen, was sie davon haben, es einfach selbst ausprobieren. versuchen, heraus zu finden was die vor- und nachteile sind.

heute kann ich ihnen nur von meinen erfahrungen beim ausprobieren, beim selbst versuchen berichten. ich kann ihnen versuchen zu erklären, was ich davon habe und wie ich mir mit diesem wissen wünsche, wie es morgen sein soll.

beim alkohol zum beispiel, kenne ich viele, die sich wünschen würden, keinen kater zu haben. so wünschen sich manche zum beispiel, dass bei facebook mitmachen können, ohne dafür ein paar private daten von sich ins internet zu stellen.

es gibt dann die anderen menschen, die sagen, nein das gehört doch dazu, wer feiern kann, kann auch arbeiten, stell dich nicht so an, wegen dem bisschen kater da.

findige forscher machen sich daran, heraus zu finden, ob man die wirkung von alkohol auch ohne dessen nebenwirkungen haben kann.

irgendwie scheint es aber so zu sein, dass viele menschen der patent industrie denken, noch nicht alt genug zu sein für soziale netze. denn, nachdem ich das ein paar jahre ausprobiert habe, ist mir aufgefallen, dass ich dort keine patentinformationen finden kann. und habe versucht heraus zu finden, woran das liegt.

nachdem ich gesehen habe, wie die sozialen netze für präsentationen, bier oder bücher alles machen, wie mächtig crwodsourcing sein kann. wie toll diese technologien sind, die dabei helfen können, dass menschen an etwas gemeinsamen arbeiten können. wieviele daten man verarbeiten kann, in welch kurzer zeit, das alles soll nichts für die patent informationen sein?

die gute nachricht ist, noch gibt es kein patentschutzgesetz, in welchem die nutzung von sozialen netzen für unsere arbeit verboten ist (ausser beim DPMA).

wie ich mir die verbindung von sozialen netzwerken im internet und patentinformationen vorstelle, darum geht es in den folgenden folien.

Wünsche allen einen grossartigen Tag!

Vorfreude auf die heißen Themen der PATINFO in Ilmenau…

Berlin, 8:01, Tag 253

Heute Nacht war ich einkaufen mit meiner Liebsten, dann fand ich mich auf einem Motorboot wieder, mit dem wir durch ganz Kanäle gedüst sind (das kenn ich von älteren Träumen schon, hmm). Der Kanal wurde zu einer Strasse über die das Boot voll schnell geschrammt ist, abschüssig zu einem Hotel (kommt auch ab und zu vor;). Das Hotel war sehr voll und eng, viele Menschen kampierten auf den Fluren, Reisegruppen. Plötzlich Aufregung: eine Invasion des Faro Hopper könnte bevor stehen, alle müssen sich mit Schutzcreme einschmieren. Ich sehe nur ein Exepmlar eines grünen Insektes mit grossen Augen und langen Fühlern auf dem Boden sitzen zoome raus und wache auf…

Übermorgen werde ich den nächsten grossen Vortrag dieses Jahres haben, diesmal vor bestimmt 400 Patentinformationsexperten auf der schon seit Ewigkeiten (34. Jahre!) statt findenden PATINFO im schönen Ilmenau mitten im Thüringer Wald.

Ich lese mir grade die Ankündigung durch: es geht um Qualität und Quantität im gewerblichen Rechtschutz und um:

…weitere heiße Themen: open data, crowd sourcing und cloud computing.

Komischerweise sind diese Trends/Buzzwords klein geschrieben, warum nur? ;-)

Es gibt genau drei Vorträge im Programm zu den heißen Themen. Die Keynote von Richard Flammer vom EPA über Open Data traditionell im ersten Vortragsblock nach dem DPMA. Dann mein Vortrag über die Sozialisierung von Patenten am Ende des zweiten Blockes. Und den Vortrag von Jan Stütz von bluepatent über seine Ansätze von Crowd Sourcing bei Patentrecherche zum Schluss des ersten Konferenztages. Am Freitag habe ich nichts heißes mehr im Programm entdecken können.

Ich bin so gespannt und aufgeregt und würde so gerne, wie immer eigentlich, meine Folien bis zur letzten Sekunde noch überarbeiten, verbessern, aktualisieren und austauschen und kann es diesmal einfach nicht, einfach weil der Abstrakt und die Slides im Konferenzband schon gedruckt worden! Aaaaargh…

Ausserdem sind die Folien von Lyon über Open Patent Data so viel besser, knackiger! Aber leider hatte ich die im Dezember letzten Jahres, als ich den Vortrag auf der PATINFO beantragt habe, noch nicht fertig. Ich war noch nicht so weit, so klar in meinen Gedanken. Der letzte Termin zur Einreichung war zwar erst Ende April. Das waren zwar zwei Wochen nach Lyon, aber eben auch inmitten von re:publica und einem langen Seminarwochenende, ausserdem schien Mitte Juni damals noch soweit weg, dass ich die im Dezember beantragten und Ende März erstmalig eingereichten Slides einfach nicht komplett umwerfen wollte.

Auch hatte ich in Lyon das erste Mal überhaupt einen radikaleren Ansatz versucht. Ich bin mit viel weniger Folien ausgekommen und habe zB die ganze Einleitung und das ganze Fazit weggelassen und frei gesprochen. Ich werde wohl am Donnerstag auch einige Folien einfach weglassen, überspringen und sogar versuchen, vorher noch das PDF anzupassen, damit nur die Slides drin sind, die ich auch wirklich zeigen muss.

Zum Schluss heute mein erster Tweet von der PATINFO 2009:

Drei Jahre hat’s gedauert, dann wird auch auf dem Podium darüber gesprochen, yeahh!!!

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