Frohes Neues Jahr!

Bin seeeehr spät heute am ersten Tag des neuen Jahres 2013. Will aber unbedingt schreiben. Einfach so weiter, wie jeden Tag auch wenn dieser Tag heute etwas heraus ragt. Frohes Neues Jahr wünsch ich hier mal vorweg, dann hab ich es hinter mir. Hab ich mir was vorgenommen? Nicht mehr als sonst auch. Habe ich mehr Energie, Motivation, Entschlossenheit? Nicht mehr als sonst auch.

Na dann, wie sonst auch, erst mal mein Traum. Heute haben wir den Tisch nicht als Tafel zum Schreiben benutzt, sondern zum Kochen. Es gab Pizza und Spinat, sehr aufwendig auf der Tischplatte zubereitet. Dank versteckter Herdplatten, wurde beides in mitten der ausgebreiteten, vor- und -bereiteten Zutaten fertig gegart und gleich gegessen werden. Meine Kleene war dabei und hat die Show und das Essen sichtlich genossen. Bin sehr zeitig wachgeworden, hab Silvester fast verschlafen, hab es nach Kräften ignoriert. Aufgrund äusserst ungünstiger Flüge, war ich dieses Jahr die letzten Stunden des alten und die neuen Stunden des neuen Jahres ohne meine kleine Familie. Sehe die beiden erst am Freitag wieder, das ist schräg aber ein deutlicher Ausdruck unseres Lebens in zwei Ländern, zwei Städten – ja in zwei Welten.

Dafür habe ich mich heute morgen mit dem Hier und Jetzt ordentlich verbunden. Habe einen wunderbaren Sonnenaufgang in das neue Jahr sehr intensiv erlebt und fotografiert. War etwas zu spät, wollte aber meine Morgenmediation, meine heute sehr lässige Morgenroutine, nicht mit Fotostress würzen, so dass ich diesen Gedanken schnell wieder verabschiede.

Rummelsburger Buch, Neujahr 2013

Rummelsburger Buch, Neujahr 2013

Rummelsburger Buch, Neujahr 2013

Rummelsburger Buch, Neujahr 2013

Meine iPhone Bilder von heute morgen, gibt es hier schon seit längerem zu sehen.

So, mit diesen Fotos starte ich jetzt einfach mal dieses Jahr 2013 hier in meinem Blog: Herzlich Willkommen!

PS: Berlin, 10:26, Tag 454 ;-)

Sonntagspausenpost…

Berlin, 8:37, Tag 452

Musste los heute Nacht, zu einem Termin mit meiner Frau. War zu spät, sollte um 3 los müssen, um pünktlich halb vier da sein zu können. Es wurde 5 vor 3, dann 3, schliesslich 10 nach 3 bevor ich los kam. Die ganze Zeit hatte ich das Gefühl des zu spät kommens. Nicht schlimm, eher beobachtend.

Heute gibt es nur einen Traum und ein Bild des mystischen Sonnenaufgangs von vorhin…

Bergmannkiez, 30.12.12

Bergmannkiez, 30.12.12

Wünsch Euch einen erholsamen Sonntag!

Arschfrische Eier aus Gatterstädt…

Steigra, 9:20, Tag 447

Schöner Heilig Abend war das gestern und jetzt auch ein wunderbarer Start in die Weihnachtstage. Habe heute Nacht geträumt. Erst konnte ich wirklich gut Parkour und zwar in Wannsee zwischen und an in den alten Villen am Wasser. Ich konnte richtig  von Villa zu Villa fliegen, mich an den Treppen abstossen, an den Wänden landen, über die Dächer rutschen, herrlich. Dann unterhielt ich mich in New York über ein Flugzeug welches verschwunden war. Wir fanden nur noch Spuren im Wald. Das Vorderrad hatte eine kleine Lichtung geschlagen beim Wenden. Ich versuchte Fotos davon zu machen und sollte von den Leuten vor Ort einen Job bekommen. Wir unterhielten uns über die Details, während der Tatort weiter inspiziert wurde und ich wachte auf…

Heute gibts nur ein paar Bilder vom Essen gestern und eben. Hier unser traditionelles Weihnachtsessen, Salat mit Würstchen. Der Salat ist ein ganz besonderer aus gekochten Eiern, Äpfeln, sauren Gurken, gekochten Kartoffeln, Gemüsezwiebeln, Jagdwurst und Blutwurst und etwas Mayonaise. Ganz klein und regelmässig gewürfelt, sonst schmeckt es nicht ;-)

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Dann unser Frühstückstisch von eben, nichts speziell weihnachtliches, aber sehr liebevoll zubereitet von meinen Eltern…

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Mit arschfrischen Eiern aus Gatterstädt, die einzigen die ich ohne irgendein Gewürz esse und geniesse. ;-)

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Jetzt noch ein Bild vom Sonnenaufgang im Unstruttal unten, zu dem ich eben eine kleine Morgenrunde gedreht habe.

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Jetzt besuchen wir alle zusammen meine Grosseltern, Aleyna’s Urgrosseltern, die wir viel zu selten sehen. Ich freue mich sehr, das sind richtig schöne Weihnachten. Ich wünsch Euch auch, dass ihr eine tolle, entspannte Zeit mit Euren Lieben verbringt und das Essen und Glück geniessen könnt!

Heute morgen bei der Meditation hatte ich einen Gedanken, der hier den Abschluss bilden soll. Mir sind wieder mal all die Möglichkeiten bewusst geworden, die ich so habe. Überall habe ich Chancen gesehen, etwas zu tun, irgend etwas zu machen. Und ich war glücklich…

 

Sonntags4.Adventspausenpost… mit Traum.

Berlin, 10:10, Tag 445

Heute Nacht habe ich von jemandem geträumt, der bei einer Tigerfamilie aufgewachsen ist. Es war in einer Wüste, ich trat durch eine automatischer Glastür ins Freie und sah kleine und grosse Tiger draussen spielen. Man sagte mir: sei bitte vorsichtig, es sind immer noch echte Tiger, auch wenn der Boss bei ihnen aufgewachsen ist. Ich fuhr in einem Taxi in eine Kampfzone, voller schwerbewaffneter Kämpfer, überall Stellungen, Schützengräben, wie in den Bergen vom Libanon. Ich kam in einem Dorf, der Zentrale an und unterhielt mich in einem Raum, irgendwann musste ich, wollte ich wieder los, der Sonnenuntergang in den Bergen hier war unglaublich schön, ich freute mich auf die Rückfahrt. Ein riesiger Sattelschlepper mit irgendeinem Militärgerät wollte um die Ecke des Hauses biegen, mein Taxi blockierte die Weiterfahrt, der Schlepper blieb im Schotter stecken, ich mußte jetzt dringend hier weg, stieg ins Taxi und wachte auf…

Ich überleg die ganze Zeit, was ich heute schreibe und dieser Zustand gefällt mir nicht, als beende ich ihn un deshalb gibt es heute gibt es doch nur einen Sonntags4.Adventspausenpost.

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Wünsch Euch trotz oder wegen des SchneeEisRegenWinterchaos hier einen wunderbaren letzten Advent.

 

PS: eben habe ich ein Bild eines der Tiger hier im Netz gefunden, das muss ich noch posten, weil ich jetzt weiss, einen goldenen Tiger gesehen zu haben. Krass! Goldener Tiger via http://www.flickr.com/photos/tambako/

Gestern ist gestern! Und heute schneit es…

Berlin, 8:17, Tag 423

Heute Nacht habe davon geträumt, dass ein Freund wollte von mir, dass ich ihm einen Nebenjob genehmige, der das Ende unserer Zusammenarbeit bedeutet hätte. Ich wollte ‘kündigen’, um es zu verhindern. Es gab keine Klärung. Wenig später berichtete Thomas, wie er ruhig geworden sei: Du musst heraus finden, was dein Ziel ist. Dann fahre ich wieder mal einen Berg hoch. Mit meinen Mädels in einem Taxi, der Fahrer auf der Beifahrerseite, uns stoppt ein Riesenkraterloch mit ganz schmalem Rand, über den wir nicht kommen. Die Mädels lehnen sich schnell nach links, damit der Wagen nicht das Gleichgewicht verliert und den Hang runter rutscht. Der Fahrer und ich machen die Türen auf und tragen den Wagen am Dach haltend über einen und dann noch zwei weitere Krater bis nach oben. Ich schaue zurück und bemerke, dass der Wagen am Dach in einer Schiene eingehakt war, so dass wir ihn nicht getragen sondern nur gezogen haben… und wache auf.

Gestern morgen hatte ich zu Beginn meines Vortrages einen etwa 10minütigen Blackout vor etwa 40 Managern die in zwei Halbkreisen vor mir sassen. Ich hatte alles vergessen, was ich gelernt hatte, mein Kopf war voll mit allen Einleitungen von all meinen Vorträgen. Alles überlagerte sich und ich hab mich heillos in meinen Gedanken, Analogien und Geschichten verstrickt. Vermutlich habe ich bloss einen etwas konfusen Eindruck gemacht, aber innen tobte ein Sturm. Und irgendwann gab ich auf! Und dann fing mein Vortrag erst wirklich an.

Ich glaub, der war dann ganz gut, vermutlich sogar richtig gut, vielleicht mein Bester bisher, was die Klarheit und Eindringlichkeit der Argumente anging. Als ich raus bin, hab mich wie in Trance im Auto umgezogen und statt im Zug bin ich im Auto zurück nach Berlin, ich konnte und wollte keine Menschen sehen müssen, so beschämt war ich von mir und meinem offensichtlichen Versagen. Will mich hier aber gar nicht lange in diesem komischen Gefühl der Scham über den Blackout aufhalten.

Meine Lessons Learned:

1. Bei Übermotivation lieber weniger machen und nicht mehr.

2. Doppelvorträge am Abend und nächsten Morgen sind eigentlich ein zusammenhängender Vortrag, bei dem man zwischendurch kurz schlafen kann.

3. Bei Vorträgen, die halb 9 beginnen, eher halb als um 6 aufstehen, das bringt Ruhe, zumal eine Stunde mit dem Hinweg (eigentlich nur 20min, dann doch 40) und Aufbau (eigentlich 5 min, dann doch 20) drauf ging und das einfach Fokus kostet.

Es gäbe noch über zwei Themen mehr zu schreiben: mein Nicht Sehen Wollen des Stress der Anderen, wenn ich mich selbst in grossen Stress bringe und natürlich denke, dass mein Stress viel wichtiger ist. Und über die Eröffnung des Rotary Global Peace Forums mit über 1.500 Teilnehmer aus 45 Ländern hier in Berlin, bei denen unser Rotary Club den Marktplatz organisiert hat und dort heute Nachtmittag um 5 der Architekt, Stanford Professor, Aktivist und unser Nachbar Diébédo Francis Kéré seine Arbeit vorstellen wird.

Mit ein paar Bildern von gestern, verabschiede ich mich und renn rüber zur Konferenz…

Landstrasse im Spotlight...

Landstrasse im Spotlight…

Ein Hohenloher Dorf in der Vormittagssonne.

Ein Hohenloher Dorf in der Vormittagssonne.

Ganz tolles Licht über der Avus... etwa 15:00 Uhr gestern nachmittag.

Ganr tolles Licht über der Avus… etwa 15:00 Uhr gestern nachmittag.

Eröffnungszeremonie des Rotary Global Peace Forums in Berlin gestern Abend...

Eröffnungszeremonie des Rotary Global Peace Forums in Berlin gestern Abend…

Erster Schnee im Bergmannkiez mit riesengrossen Flocken...

Erster Schnee im Bergmannkiez mit riesengrossen Flocken…

…und wünsch Euch einen wunderbaren Start in den Dezember!

Über SAP und die Cloud…

Berlin, 7:41, Tag 420

Die Überschrift steht da schon, aber erst mal mein Traum, der heute ein ganz besonderer war.

Ein Ausflug im Gebirge, damit ging es los. Ich bin eine immer steiler werdende Wiese einen kleinen Trampelpfad entlang gelaufen, später geklettert. Es wurde plötzlich so steil, fast senkrecht, so dass ich mich mit meinem Händen und Füssen nur noch an Grasbüscheln festhalten konnte. Tief unter mir der flach abfallende Steilhang. Immer das Gefühl, wenn ich jetzt abrutsche, dann gleite ich 50, 100 Meter diesen Abhang hinunter. Ich erlebte das Klettern an den Grasbüscheln, die wechselnde Gewichtsverteilung beim Umsetzen der Hände und Füsse sehr intensiv, bis ich schliesslich tatsächlich abrutschte.

Nichts Schlimmes passierte, als ich wieder unten ankam. Ich drehte mich um und entdeckte plötzlich den Trampelpfad wieder, der in der Steilwand entlang nach oben führte. Ich sehe das Gebirge um mich herum, bin jetzt in einer kleinen Senke mit einem Bach, der in einer Felswand verschwindet. Ich wartete auf den Rest der Gruppe. Schliesslich kommen sie an, einer wird mit einer Trage von zwei Kollegen getragen. Wie sollen wir damit nur den steilen Pfad hochkommen.

Es wird Abend, ich laufe los, den Sonnenuntergang fotografieren. Der Blick über eine Bucht in der Ferne, mit Segelschiffen und Inseln am Fusse des Gebirges ist atemberaubend. Ich laufe an ein paar Hütten vorbei von denen ich schon einmal geträumt hatte, immer verändert sich das Motiv. Häuser, Bäume und Büsche versperren entweder die Sicht auf die Sonne oder die Segelboote. Ich versuche herauszufinden, wie viel Zeit ich noch habe bis die Sonne weg ist, es gelingt mir nicht.

(An dieser Stelle wache ich auf, es ist 4 Uhr, ich muss mal, stosse mir den Kopf an der Badtür und schlafe nach ein paar Notizen sofort wieder ein.)

Die Häuser werden zu einer Art Feriensiedlung, viele andere Menschen räumen Sonnenliegen auf den Rasen und machen es sich für den Sonnenuntergang gemütlich. Ich habe ein Foto gemacht, suche noch nach weiteren Motiven und finde mich plötzlich im Bett mit meiner Frau wieder, wir kuscheln und ich entdecke hinter mir plötzlich schnell ziehende dunkle Wolken im Gebirge. Die anderen sind doch noch dort oben auf 3.800m, hoffentlich passiert nichts.

Ich beobachte die Wolken am Fenster, sie ziehen in Richtung Gebirge mal sehr schnell, dann wieder langsam, dann drehen sich die Richtung. Es kommt mir vor wie Zeitraffer, aber es ist ein echtes, völlig irres Wetterphänomen. Plötzlich öffnet sich eine Wolke und über dem Gipfel, der am nächsten liegt, ergiesst sich ein fast schwarzer Wolkenbruch – ohoh! Tatsächlich kommt eine riesige Flutwelle wie eine Lawine den Hang hinunter auf unsere Haus, unsere Fenster zu. Auf dem Abhang verliert die Flutwelle ihre Kraft und ganz knapp vor uns ist das Wasser komplett in alle Richtungen zerflossen. Ich wache mit einer Beule an der Stirn auf…

Und nun zurück zu Überschrift und meinem gestrigen Abend!

Ich war von einem Freund auf eine BVMW Veranstaltung: “Die Welt ändert sich… Die SAP Business Cloud im Überblick” eingeladen worden. Im Foyer schon ein kleiner gemeiner Lacher als Auftakt, weil dort ein Messeaufsteller von WDEBIL stand, einer neuen Bilanzierungslösung von SAP.

Wir stellten uns vor, wie sich vielleicht der Praktikant ins Fäustchen lachte, als der Name WDEBIL tatsächlich vom Chef genehmigt worden ist. Falls jetzt jemand von SAP hier mitlesen sollte: never mind! Es gibt keinen bessere Namen für diese Thema. Ich ahne, das WDEBIL sicher von EBIL, der Einzelbilanzanalyse aus dem Sparkassenumfeld kommt und Euch völlig logisch, unverfänglich erscheint?

Dann stellte sich der Vortragende vor, er käme aus der Pfalz und würde uns erklären, warum SAP schon seit 40 Jahren mit seinen 62.000 Mitarbeitern Cloud Computing machen würde. Und wie bereits 7.000 von den 62.000 Cloud auf der Stirn stehen hätten. Kein Witz! Er sagte und wiederholte das unzählige Male während der nicht enden wollenden zwei Stunden.

Er hätte selbst schon Gelegenheit gehabt, mit einigen der fünf Gründer von SAP zu sprechen, die der IBM vor 40 Jahren bewiesen hätten, dass Standardsoftware doch funktionieren würde. Nun würde aber die ganze Firma zu Cloud umgebaut, und alles sei ganz sicher und schon innerhalb von 10 Tagen würde für jeden Mittelständler, die passende Lösung in der SAP Cloud bereit stehen. Egal ob Reisekostenabrechnung, Personalmanagement oder die anderen traditionellen Module und sogar Social Media Monitoring. Sie könnten das alles jetzt einfach auch von der SAP mieten und brauchen keine eigenen Server mehr.

Mit jeder unbewiesenen, oft falschen Behauptung, dass Cloud = Miete sei und trotzdem nun alles noch sicherer sei (er sei ja schliesslich studierter Banker!) und auch 90% der Anforderungen (wir machen das ja schliesslich schon seit 40 Jahren!) habe ich etwas darüber aufgeregt, wie hier Zeit verschwendet worden ist, nein eigentlich mehr, wie hier eine so grossartige Gelegenheit ungenutzt verstrichen ist, als wirklich erfahrene und super erfolgreiche SAP mal zu erklären, was sich für die Kunden von SAP verändern wird, was es wirklich Neues gibt, und auch, was bewährte Lösung seinen und es auch in Zeiten des Cloud Computing bleiben.

Ich musste dann ab und zu meditieren, um durchzuhalten. Vor allem nach dem ich merkte, dass meine Anmerkungen, Ergänzungen und Klarstellungen im Rahmen dieses Vortrages über die SAP, nicht über Cloud Computing, einfach nicht gewünscht waren. Ich fühlte mich sehr schnell als Störer. Das ist nichts Neues, das kenn ich schon von mir und auch vom letzten Wochenende. Ich habe heute morgen nach dem Aufstehen auch heraus gefunden warum: ich habe wohl mal wieder: ich weiss auch was und ich weiss es besser gespielt. Mich ärgert, dass ich nicht schneller mitbekommen habe, dass das unerwünscht war.

Schon mit meiner Einleitung, dass wir bei mtc All In Cloud mit unserer mtc sind, bis auf kleine Reste und dass ich ja noch mehr und dass ich auch Vorträge darüber halte und einen Blog schreibe und Twittere, etc. habe ich mich in diese Ecke positioniert. Damit war ich als Konkurrent abgestempelt und die sind Ihrer Natur nach, einfach nicht beliebt.

Dann habe ich mich ertappt, auch wieder den Fauxpas begangen zu haben, für alle zu sprechen. Das ist eine Anmassung und sollte ich ebenfalls aus meinem rhetorischen Repertoire streichen. Es kam so, dass mein Freund fragte, wie er den die SAP Cloud Lösungen an seine Bedürfnisse anpassen könne.

Die Antwort eines anderen BVMW Mitgliedes aus dem Publikum lautete: Na, da schreibt man ein Pflichten- und Lastenheft und dann vergleicht man die Anbieter, so einfach ginge das. Da musste ich mich extrem zurückhalten, nicht laut los zu lachen, was mir nicht ganz gelungen ist. Auch nicht gut! Denn er hatte ja irgendwie auch recht damit!

Aber als darauf die ergänzende Antwort des vortragenden SAP’lers kam mit: wir haben so viel Erfahrung (seit 40 Jahren, mit 62.000 Mitarbeitern) dass wir 90% von allem, was sie brauchen werden, einfach schon mit unserem Standard abdecken und für die fehlenden 10% gibt es ja unsere Partner, die ihnen gerne ein Angebot unterbreiten werden. Ich versank fast im Boden. Ohhhhha!

Es tat mir fast körperlich weh, diese Verzweiflung und diese Hilflosigkeit zu sehen. Wobei die beiden Antwortenden selbst natürlich felsenfest von der Richtigkeit ihrer Ansichten und Antworten überzeugt waren. Sie konnten nur an meiner leidenden Körpersprache erkennen, dass sie mich damit irgendwie folterten und verstanden nicht, warum!

Nachdem ich mich beruhigt hatte, musste ich mich doch einmischen und in meiner Verzweiflung, habe ich eben für alle gesprochen, statt inne zu halten, weiter ruhig zu atmen und einfach abzuwarten. So antwortete ich, dass sich Mittelständler wie ich, eben nicht mehr nur für den Durchschnitt und für den Standard interessierten, sondern für genau die Lösungen und Ideen, die den Unterschied ausmachen, mit denen wir uns noch vom Wettbewerb unterscheiden könnten. Und das dies eigentlich in dem Cloud Computing Ansatz stecken würde!

Aber trotzdem hatte der Abend bei der SAP in Mitte doch sein Gutes, ich habe ja etwas gelernt! Einmal über die SAP und deren Verständnis von Cloud Computing. Und auch etwas über mich, dass ich mit meiner Besserwisserei und Vereinnahmungen einfach nichts erreiche.

Wünsche Euch allen einen klaren Morgen und Tag!

Führung braucht keine Titel…

Berlin, 7:37, Tag 419

Heute bin ich hier wieder etwas später, hab den morgen erst mal in Ruhe laufen lassen, bin nicht mehr ganz so gestresst, die Wirkung des Wochenendes lässt nach und ein wunderbares Gespräch hat am Nachmittag dabei sehr geholfen. Nun glaube ich wieder oder noch mehr daran, dass ich ok bin, dass meine Gefühle, meine Ahnungen und Gedanken in Ordnung sind, auch wenn ich sie noch nicht formulieren kann, ohne mich selbst und andere dabei zu stressen.

Hab zwei Träume geträumt, aus einem ersten bin ich mitten in der Nacht 1:37 aufgewacht. Nach meinen wirren Notizen ging es an einem Strand um Lügen und um das Gefühl, wann man merkt, dass genug gelogen ist, aber ich krieg die Bilder dazu nicht mehr zusammen. Dann ein Art Alptraum kurz vorm Wecker. In einem Tal wird eine kleine tote Maus immer wieder lebendig, egal, was mit ihr passiert, sie wird gross und riesig und stirbt und Teile von ihr beleben sich immer wieder. Einmal füllt sich das Tal mit Wasser, das sich grünlich verfärbt und wie ein Gelée mit der Maus abfliesst. Ich wache auf und fühle eine irre, unbändige Lebenskraft in mir.

Am Wochenende kam ich mir ja etwas behindert vor. Ich hatte Nebel im Kopf, als es darum ging, mein Unwohlsein mit auf dem Seminar vorgestellten Konzept von Leadership zu formulieren. In meiner Verzweiflung wertete ich nur ab und konnte keine Lösung, keinen Ausweg finden.

Nun ist mir gestern, beim abendlichen Lesen ein Buch in die Hände gefallen. Also, ich habe im Kindle in einer verstaubten Ecke ein Buch wiederentdeckt, welches ich für meine andere Meinung verantwortlich machen kann. Ich hab das mal vor ein paar Jahren quer gelesen, wie ich viele dieser amerikanischen Motivationsbücher nur querlesen kann, um ihre Essenz zu finden. Hier ein paar Zitate, die ich gestern markiert habe:

People in today’s business world misunderstand leadership. They are so confused about it. They really do think it’s just for executives who run organizations.

We all need to start demonstrating leadership, regardless of our titles. It’s no longer an excuse to say you don’t have a high rank so you don’t need to take ownership for the results of the organization.

Growing and developing the leadership talent of every single person throughout the organization faster than their competition. The only way to avoid getting eaten alive is for companies to strengthen the capacities of employees at every level to lead in everything they do.

Titles do bring power. But the problem with the type of power they bring is that if the title gets taken away, the power gets lost.

‘Innovation’ sounds complex, but it really is simply about consistently making everything a whole lot better than you found it. Actually, the clearest way that I can define innovation and creative mastery is to be all about making this day better than yesterday.

Durch diese paar Zitate aus dem Buch “The Leader who had no title” scheint durch, was ich unter Leadership verstehe. Es hat viel mehr mit Zen zu tun, als mit dem Aneignen und Üben von “irgendwelchen” wenn auch sicher wirkungsvollen Kommunikations (also Manipulations;) Techniken, zum Erreichen von persönlichen Zielen oder den Zielen der Organisation und das hat auch nichts mit dem Bewältigen von Problemen oder stressigen Situationen im Job zu tun.

In meinem Verständnis von Leadership geht es um viel grundsätzlicheres. Es geht eher darum, sein Leben in die Hand zu nehmen und sich auf den Weg zu machen. Aber nicht falsch verstehen. Im Gegensatz zu dieser Einstellung “Führung braucht keine Titel” ist es für mich überhaupt keine Frage, dass es effiziente, transparent kommunizierende Manager mit Titeln auf jeder Ebene in jeder Organisation braucht. Na klar, sonst können wir nicht arbeitsteilig in größeren Gruppen zusammen arbeiten, sonst funktioniert unsere Infrastruktur, unsere Gesellschaft einfach nicht mehr. Nur, liegt mein Interesse – wenn ich den Begriff Führung oder Leadership benutze- eben nicht auf der Optimierung meiner Management Fähigkeiten.

Soweit so gut! Mich holt mein Alltag grade zu schnell ein, ich hab schon wieder überzogen hier und meine Meetings starten gleich.

 

Wünsch Euch allen einen exzellenten Tag!

 

Bewertungen allein bringen nix…

Berlin, 7:47, Tag 418

Auch heute Nacht hab ich geträumt. Erst habe ich einen Auftrag gewonnen in grossen Räumen, die immer kleiner und schliesslich zu einer Zahnarztpraxis wurden. Eine Plombe hinten, unten, rechts im Backenzahn war rausgefallen. Dann an einem See hielt meine Mutter einen kleinen Aussenboardmotor in der Hand und ins Wasser und quirrlte es damit durch. Der See wurde glasklar und wir sahen einen einsamen, riesigen Karpfen am Grund entlang sausen. Er war alt, wirklich gross und sehr schnell und wurde nach einer Wende zu einer Art Riesenwels, der mit offenem Maul Jagd auf kleinere Fische machte. Er war viel zu alt und zu clever, um sich noch angeln zu lassen. Als ich schon dachte, er würde sich einen kleinen Fisch schnappen können, zoomte ich rein und sah ich, wie dieser entkam und sich im gleichen Moment einen Minifisch erschnappte. Nach dieser Szene wachte ich weit vor dem Wecker auf…

Vorhin vorm und beim Meditieren hatte ich die Idee, hier ein wenig von dem Aufzuschreiben, was ich gestern lernen durfte. Dann kam aber sehr schnell die Aufregung, die Planung, die Organisation der Woche dazwischen. Ich nahm mir vor, nur bis 8 zu schreiben. Nun stresse ich mich grad etwas, weil die Zeit schon rum ist und ich hier noch schreiben möchte, aber eigentlich auch andere Sachen tun wollte. Irgendwie sinnlose Gedanken, die mich aktivieren, mir Energie rauben/geben.

Ok, ich glaub, das Wichtigste gestern war die Erkenntnis, dass reine Bewertungen von Situationen, Sachverhalten oder Themen einfach keine Punkte bringen. Etwas nur zu bewerten, bringt die Sache nicht voran und klärt nichts. Ich hab mich gestern in den ersten Stunden sehr unwohl gefühlt. Einmal damit, wie das Thema Leadership positioniert war und wohl auch mit dem Vorgehen im Seminar. Ich hab das ein paar Mal geäussert, allerdings konnte ich nicht klar benennen, was mir nicht gefällt. Ich meldete mich zu Wort, widersprach den Behauptungen mit: das seh’ ich anders, so geht’s nicht, so ist es nicht gut, das entspricht nicht meinem Verständnis von Leadership, was aber zu Frust/Gegenwind beim Trainer und in der Gruppe führte.

Das ganze wurde dann gleich offen analysiert, was mir einerseits sehr unangenehm war, anderseits ich aber die ganze Zeit das Gefühl hatte, jetzt bewegt sich was, jetzt ist Spannung da. Die Grundstimmtung war nur eher negativ, statt positiv optimistisch. Und das war auch die zweite Erkenntnis. Eine Bewertung ohne irgend ein Angebot oder eine Forderung, vielleicht verbunden mit irgend einem Art von positiver Unterstützung, dem Betonen von Gemeinsamkeiten oder dem Ziel, bringt einfach nichts, hinterlässt nur Chaos, Ratlosigkeit und Frust bei anderen, belastet also eher die Beziehung zu anderen Menschen.

Allein für diese -sich über die ganzen zwei Tage festigende Erkenntnis- hat sich das Seminar mehr als gelohnt. Es gab noch so viel mehr, aber ich arbeite schon die ganze Zeit nebenbei an verschiedenem Krams, der einfach getan werden sollte, dass ich jetzt mal hier schnell publish drücke!

Wünsch Euch einen tollen Start in die neue Woche…

Drei Länder Tag…

Gorzow, 7:41, Tag 416

Leider nur ganz kurz heute, habe geträumt von einem Mann, der in einem Raum, einem Restaurant an einem Tisch mit Abzugshaube steht und Platinen lötet. Er scheint ein Hacker oder ähnliches zu sein, ich frage ihn, was denn das Tolle am Löten sei und kriege keine richtige Antwort, er kann es nicht erklären…

Bin gestern mit einem kurzen Zwischenstopp im Büro gleich weiter nach Polen, zu Meeting und Weihnachtsfeier eines meiner Lieblingskunden gefahren. Hab sogar eine kleine relativ Rede gehalten, die ich hier noch verbloggen möchte.

Heute nun schnell zurück, weil gleich um 12 in Berlin ein Leadershipseminar mit Frank Kuhnecke startet, für das ich diesmal schon so schnell aus Istanbul zurück wollte und musste. Und da ich gestern ein Riesenglück mit dem Flug und ganz tolles Fotowetter hatte, gibt es kurz vor der Heimfahrt noch ein paar Luftbilder:

Airbus, Atatürk Airport, Nov 2012

 

Istanbul voller Baustellen, Nov 2012

 

Gated Community im Venedig Stil, Nov 2012

 

 

Immer mehr neue Stadtviertel, Istanbul, Nov 2012

 

Energiewende im Nebel, Brandenburg, Nov 2012

 

Mit diesem letzten Bild von gestern, wünsch ich Euch einen grossartigen Samstag…

Frühaufstehen…

Noch Istanbul, 7:01, Tag 415

Heute Nacht passend von einem Dinner geträumt. Viel erinnere ich mich nicht mehr, es war eine dunkle Kneipe, nur ein paar Tische und ein komischer Tanz, um den Fakt, wer den Hauptdarsteller des Abends spielt. Ich bin eine halbe Stunde vor dem Wecker aufgestanden, um einen Morgen ganz in Ruhe zu verbringen, an alles zu denken, Zeit zu haben für den Weg vormittags nach Berlin und nachmittags nach Gorzow, Polen…

Bereite eine Veranstaltung Ender nächster Woche vor, die gestern und heute fast all meine freie Kapazität beansprucht, schaue viele Videos, forsche und suche nach den passenden Beispielen, die ich nutzen könnte, versuche immer wieder zu verstehen, was meine Botschaft ist, was ich eigentlich sagen will und wie ich das am einfachsten, am eindrucksvollsten, am leichtesten rüber bringen könnte.

Mir fallen die verrücktesten Einleitungen ein, die Struktur steht schon, jetzt geht es eigentlich nur noch um das wie. Daneben immer wieder Tagesgeschäft, Projekte und Themen, die schon laufen, die im Team daheim laufen, die mich auch fordern, aber anders, in einer anderen Rolle. Dann gibt mich ja auch noch privat als Mann und Papa, was an letzten Tagen auch immer eine ganz besonders schöne Aufgabe ist.

Nun sitze ich schon am Flughafen, in einer knappen Stunde geht der Flieger, jetzt ist schon Boarding angekündigt.

Wünsche einen tollen DonnerstagFreitag!

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