Die 51 geistigen Gebilde

Aus dem Buch: „Transformation at the Base“ von Thich Nhat Hanh, 2001, Parallax Press, Berkeley, USA.

Kapitel Dreissig (S. 174ff der deutschen Übersetzung) enthält die umfangreiche aber kompakte Zusammenstellung der 51 geistigen Gebilde, die im Zusammenhang mit dem Sinnnesbewusstsein auftreten.

Das Buch selbst stellt für mich die beste und vollständigste Übersicht der Grundlagen der buddhistischen Psycholgie dar.

Ich habe die ausführlicheren Kommentare zu den einzelnen Punkten weggelassen, einfach weil diese Zusammenstellung meiner Meinung für sich spricht. Der Beitrag dient mir als Gedankenstütze…

Die fünf universellen geistigen Gebilde sind:

  1. Kontakt
  2. Aufmerksamkeit
  3. Gefühl
  4. Wahrnehmung
  5. Willensregung

Die fünf speziellen geistigen Gebilde sind:

  1. Eifer
  2. Entschlossenheit
  3. Achtsamkeit
  4. Konzentration und Weisheit
  5. Verstehen

Die elf heilsamen geistigen Gebilde sind:

  1. Vertrauen
  2. Energie
  3. Scham oder Bedauern (wenn jemand etwas Gutes tut, zu dem man selbst in der Lage gewesen wäre)
  4. Bescheidenheit
  5. Zufriedenheit und Grosszügigkeit (bzw. die Abwesenheit von Gier)
  6. Güte und Mitgefühl (bzw. die Abwesenheit von Hass und Zorn)
  7. Die Abwesenheit von Unwissenheit, Verblendung und Missverstehen
  8. Gefühle von Leichtigkeit und Frieden
  9. Sorgfalt, Achtsamkeit und Eifer – das Gegenteil von Faulheit
  10. Gewaltlosigkeit
  11. Gleichmut und Nicht-Unterscheiden (im Konflikt nicht Partei ergreifen – frei sein und Mitgefühl empfinden können)

Die sechs grundlegenden unheilsamen geistigen Gebilde sind:

  1. Gier oder Begehren, dauernder Durst nach Konsum, nach Haben und Besitzen
  2. Hass und Zorn
  3. Unwissenheit und Verblendung
  4. Stolz und Arroganz
  5. Zweifelsucht
  6. falsche Sichtweisen

(Die ersten drei sind auch als die „drei Gifte“ bekannt.)

Die zwanzig sekundären unheilsamen geistigen Gebilde:

  1. Irritation, als milde Form von Zorn
  2. Feindseligkeit
  3. Heuchelei
  4. Übelwollen
  5. Selbstsucht
  6. Neid
  7. Unehrlichkeit
  8. Täuschung
  9. der Wille zu verletzen, das Gegenteil von Gewaltlosigkeit
  10. Arroganz oder Unverschämtheit
  11. Unbescheidenheit
  12. Dreistigkeit
  13. Trägheit
  14. Ruhelosigkeit
  15. Mangel an gläubigem Vertrauen
  16. Faulheit oder Untätigkeit
  17. Nachlässigkeit
  18. Achtlosigkeit
  19. Verwirrung oder Ablenkung
  20. falsches Urteil, falsches Verständnis oder falsche Wahrnehmung

Die vier unbestimmten (positiv, negativ oder neutral wirkenden) geistigen Gebilde sind:

  1. Bedauern und Reue
  2. Schläfrigkeit
  3. das erste Einsetzen des Denkens
  4. angewandtes Denken

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