Monthly Archives: September 2008

Der Kaffee ist heiss, mir ist kalt.

Die Sonne wärmt nicht mehr, schon gar nicht durchs Fenster.

Die Bäume noch grün, die Spree so bunt.

Der Lärm der Stadt, leise durcheinander schwingt.

Das Kleine ganz Groß, das Große ganz Klein.

So fürcht ich das Erwachen vom Traum, der mein Leben ist.

Wie liebe ich diese Stadt!!! Berlin, voller Überraschungen und voller Schönheit… und wieder mal hat mir Tony einen neuen Blick ermöglicht. Hat mich mitgenommen auf einen Spaziergang nach dem Essen, bog zufällig ab an der Spree und setzte sich in ein Cafe. Drin, unter der Treppe kam eine Frau mit einem tiefen Seufzer und viel weisser Farbe an den Händen und auf dem Boden verteilt hervor: wir sollten doch lieber vorher anrufen, wenn wir das nächste Mal kommen… herzlich Willkommen, bin gleich zurück – muss mich erst mal sauber machen, ein Farbeimer ist umgekippt.

Eine kleine, feine Gallerie – von „nur“ Meisterschülern – hat uns gefunden. Die Werbebranche satt, hat Sie sich vor ein paar Jahren diesen Traum erfüllt – ist stolz, scheint sichtlich zufrieden und glücklich beim Suchen, Finden und Zeigen. Im Souterrain die Staffeleien und Chaos, im Erdgeschoss das Cafe und Schreibtisch, im offenen ersten Stock und überall an jedem freien Platz: Bilder.

… und langsam schritt ich, Bild für Bild.

Bei diesen hier, passierte etwas… sie fingen mich ein!

Da steh ich nun vor Dir – Bild – schau auf Leinwand, Farben, seh den Blick, die Haltung, den Maler, das Modell, die Stimmung und vielviel mehr… bin nur – fühle nur – mit meinen Augen. In mir, der Zensor, wohl eingeschlafen – lass mich treiben – fang an zu träumen…

Und weiss und sage laut: die hier mag ich, mag ich sehr!

Microblogging is wirklich was feines: ein Xing-Kontakt gab eben den Tipp (DANKE!) – und eine Kundenrezension bei Amazon liefert die Zusammenfassung. Ab morgen les ich das Buch auch.

Freu mich drauf!

Hier schon mal die 12 Prinzipien, die in dem Buch von Bernhard Moestl erläutert werden:

  1. Lebe im Hier und Jetzt, ohne den Moment zu bewerten.
  2. Nur durch Achtsamkeit kommt die Einsicht in andere und in dich selbst.
  3. Tue Dinge ganz oder lasse sei sein.
  4. Begierde macht dich berechenbar, verletzbar und erpressbar.
  5. Lass dich nie zu einer Handlung hinreissen.
  6. Besiege Eile mit Langsamkeit.
  7. Nur durch Nachahmung kannst du andere besser einschätzen.
  8. Schaffe Gelegenheit und warte auf sie, um sie für dich, aber gegen deine Feinde zu verwenden.
  9. Wenn du nachgibst, lässt du die Energie des Gegners ins Leere laufen.
  10. Wahre Überlegenheit ist die Kunst, kampflos zu siegen.
  11. Löse dich von deiner übernommenen Meinung und prüfe deine eigenen stets aufs Neue.
  12. Alles, was du bist und was du wirst, liegt nur in dir selbst.

Lange schon beschäftigen mich Organisationen, Strukturen, Prozesse in meiner Arbeit. Heute morgen bin ich über einen interessanten Beitrag von Ross Mayfield gestolpert, der in seinem letzten Absatz schön zusammenfasst, was ich immer als gelebte Prozesse umschrieben habe.

Hier der Versuch (m)einer subjektiven Übersetzung für den geneigten Leser:

Prozesse sind: wie die Arbeit gemacht werden sollte. Und Gewohnheiten sind: wie die Arbeit wirklich gemacht wird.

Wenn Prozesse fehlschlagen, also nicht greifen oder Ausnahmen auftreten, die nicht abgebildet werden, nutzen Menschen Ihre Gewohnheiten, um die Fehler auszubügeln.

Wenn Prozesse nicht existieren, füllen Gewohnheiten diese Leere. Menschen merken nicht, wenn sie in Gewohnheiten verfallen, sie benutzen ihr informelles soziales Netzwerk – eine Community oder Gemeinschaft innerhalb oder ausserhalb der Firma – um ihre Arbeit erledigen zu können.

Das Problem ist, wir haben keine Tools um gute Gewohnheiten zu unterstützen. Wir haben kein Gemeinschaftsgedächtnis für gute Gewohnheiten, um eine institutionalisierte Hebelwirkung entfalten zu können. Statt dessen, schaffen wir Organisationen um Gewohnheiten und Kulturen zu behindern, die den eigentlichen Wert bilden: Wissen und Gemeinschaft.

Bei allem Fokus auf die Unterstützung von Prozessen – sollten wir zumindest ein Bewusstsein entwickeln für die Unterstützung von Gewohnheiten.

Der Artikel hat eigentlich einen ganz anderen Fokus, es geht um Führung oder die Notwendigkeit eines Chief Community Officers in verteilt arbeitenden Organisationen – bei denen „Management by Walking Around“ nicht mehr funktioniert.

Eine kleine Anekdote noch am Ende, wie mich dieser Artikel überhaupt gefunden hat, also: ich kenne Alexander Kluge schon sehr lange persönlich… der hält Kontakt zu Volker Weber, einem Berater und Autor im deutschen Lotus Notes Umfeld. Dieser wiederum kennt Alan Lepofsky, einen ehemaligen IBM/Lotus Notes Stragegen – der seit kurzem vermutlich für Ross Mayfield arbeitet.

Was ist daran so besonders? Inhalte und Personen im neuen „Social Web“ sind verknüpft und bekommen dadurch für mich eine höhere Relevanz!

Grossartig!!!

After i published here two times tips for StartUps – now finally comes a Live Presentation of How To Demo,

T H E  S H O W of two Japanese Enterpreneurs at TC50.

It’s amazing, how these two are playing with the audience and answer the „trying_to_be_sophisticated“ questions of the prominent Jury.

This could be the furious start of a viral campaign, i think:

Tonchidot Madness: The Video from TechCrunch

ps: this is the link to the full 17 min. version, there are shorter versions on youtube already getting couple thousends hits.

Gekürzt aus „Im Hier und Jetzt zu Hause sein“ von Thich Nhat Hanh:

Einatmend sehe ich mich als weiten Raum. Ausatmend fühle ich mich frei.

Wir sollten lernen, wie wir mehr Raum in uns selbst schaffen, und die Dinge so zu arrangieren, dass wir auch ausreichend Raum um uns herum haben.

Menschen die sehr viel Raum in und um sich spüren, leiden nicht.

Wir erlauben uns oft nicht, Raum in und um uns herum zu haben, sind voller Projekte, Wünsche, Zwänge, Sorgen. Wir haben nicht oft das Gefühl, dass um uns weiter Raum ist und wir uns frei bewegen können.

Was ist das für ein Leben, das wir hier führen?

Wenn wir jemand lieben, dann lieben wir oft so, dass wir keine Zeit und keinen Raum mehr haben – und wir nehmen auch der Person, die wir lieben – den Zeit und den Raum.

Jemandem freien Raum zu geben, ist ein grosses Geschenk.

Das Zimmer, in dem ich sitze, wird zur Turnhalle – die Wände verschieben sich immer weiter nach hinten. Der Raum um mich herum wird immer weiter und tiefer. Die Menschen und Dinge um mich herum rücken in die Ferne und ich erlebe ein Hochgefühl, ein Glücksgefühl.

Vielleicht hatte das jemand auch schon einmal während der Meditation oder in einem besonders intensiven Moment seines Lebens?!

Bei mir hatte dies immer mit starken, bewegenden, persönlichen Krisen zu tun, die als sie überstanden waren – zu diesem besonderen Raumgefühl geführt haben. Ich glaube, ich erlebte in diesen Momenten physisch, was mir Freiheit bedeutet – wie wichtig sie mir ist!

Als ich letzten Dienstag bei unserem Meditationskurs in der Firma die Zeilen oben vorlas – haben sie mich sehr berührt. Ich fühlte, dass diese Worte wichtig und wahr sind.

Vielleicht ist mir damit wieder ein kleiner Schritt in die richtige Richtung gelungen…