Mein Freund Tony…

…hat wiedermal ein wunderbares Zitat gefunden und veröffentlicht, welches ich hier nicht unerwähnt lassen kann:

Seelenverwandtschaft

„Was im Ton übereinstimmt, schwingt miteinander.

Was wahlverwandt ist im innersten Wesen, sucht einander.“

(aus dem I Ging)

…und vor allem: findet einander auch.

Ganz unweigerlich, dem Gesetz der Affinität folgend, Thich Nhat Hanh hat es wunderbar in „Transformation at the Base“ beschrieben. „Gleich und Gleich gesellt sich gern“ sagt schon der Volksmund. Ich nenne das „Gerichtete Aufmerksamkeit“…

Thich schreibt über Krawattenkauf: „wir denken, wir entscheiden uns für diese, eine, tolle Krawatte – aber die Wahrheit ist, die Krawatte hat uns längst ausgesucht.“.

Vom Unterbewussten gesteuert, kommt man bei einer Zugfahrt mit jemanden ins Gespräch, mit dem einen irgend etwas verbindet. Ebenso suchen wir uns unsere Freunde oder Partner sehr genau aber „unbewusst“ aus.

Meist realisieren wir nicht, aus welchem Grund wir nun mit diesem oder jenem befreundet sind. Wir haben verlernt, tief zu schauen und dafür inne zu halten. Oberflächlich betrachtet, verstehen wir diese Gründe natürlich nicht – sehen nur, dass wir diesen sympathischer finden als jenen. Es gibt Theorien, die sagen – dass sich diese Sympahtie in den ersten vier Minuten der Begegnung mit einem Menschen entscheidet. Aber ich denke, das ist längst vorher entschieden…

In den ersten Minuten stellt sich nur heraus, ob wir hier und jetzt aufmerksam sind und die Chance erkennen, die im Moment dieser Begegnung liegt oder ob wir – wie leider viel zu oft – einfach vorübergehen an unserem Glück, um weiter in der Zukunft danach suchen oder den verpassten Chancen der Vergangenheit nach trauern. „Hätt ich damals mal… naja, wird schon noch werden“ – wer kennt diesen Satz nicht!?

Ich jedenfalls habe das Mittagessen mit meinem – mir seelenverwandten – Freund, Tony, heute sehr geniessen können und bin dafür einfach nur dankbar!

3 thoughts on “Mein Freund Tony…

  1. Nun die drei Ecken zeichnen sich gerade als wirklich wunderbar aus. Schöner Blog, sehr tiefsinnig und mit Themen die mich schon lange faszinieren, mich berühren. Gerade dieser Eintrag brachte mir eben einen Flashback zu diesem Tag an diesem Ort als ich meine Seelenverwandte traf. Wir kannten uns nicht, stiegen in dieses Flugzeug ein und waren Eins.
    Danach trennten wir uns sechs Jahre nicht. Wir haben oft darüber geredet dass es uns egal ist, was es ist… all die Parallelen… wir waren einfach froh, dass dieses unerklärliche stattgefunden hat.
    Ich glaube auch das unsere Sympathie, Liebe füreinander längst vorher entschieden war.

    Nur stellt sich mit diesem Glauben gleichzeitig die Frage, ob unser Abschied auch längst vorher entschieden war?

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  2. Hier hab ich noch nicht geantwortet: ja, der Abschied war vorher entschieden!

    … auch ich habe – als ich Deine Antwort las – einen Flashback gehabt!

    Manchmal hat man noch nicht genügend Kraft oder Bewusstheit entwickelt – um das Gute erhalten zu können, man driftet ab in Egokrempel und meint, dass man weiter ziehen müsse. Aber wohin denn nur? Hauptsache weg! Lautet meist die Antwort… aber es gibt kurze Momente, in den wir uns doch selbst entscheiden können – meist sehen wir sie nicht.

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