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Get Things Done

Lange schon beschäftigen mich Organisationen, Strukturen, Prozesse in meiner Arbeit. Heute morgen bin ich über einen interessanten Beitrag von Ross Mayfield gestolpert, der in seinem letzten Absatz schön zusammenfasst, was ich immer als gelebte Prozesse umschrieben habe.

Hier der Versuch (m)einer subjektiven Übersetzung für den geneigten Leser:

Prozesse sind: wie die Arbeit gemacht werden sollte. Und Gewohnheiten sind: wie die Arbeit wirklich gemacht wird.

Wenn Prozesse fehlschlagen, also nicht greifen oder Ausnahmen auftreten, die nicht abgebildet werden, nutzen Menschen Ihre Gewohnheiten, um die Fehler auszubügeln.

Wenn Prozesse nicht existieren, füllen Gewohnheiten diese Leere. Menschen merken nicht, wenn sie in Gewohnheiten verfallen, sie benutzen ihr informelles soziales Netzwerk – eine Community oder Gemeinschaft innerhalb oder ausserhalb der Firma – um ihre Arbeit erledigen zu können.

Das Problem ist, wir haben keine Tools um gute Gewohnheiten zu unterstützen. Wir haben kein Gemeinschaftsgedächtnis für gute Gewohnheiten, um eine institutionalisierte Hebelwirkung entfalten zu können. Statt dessen, schaffen wir Organisationen um Gewohnheiten und Kulturen zu behindern, die den eigentlichen Wert bilden: Wissen und Gemeinschaft.

Bei allem Fokus auf die Unterstützung von Prozessen – sollten wir zumindest ein Bewusstsein entwickeln für die Unterstützung von Gewohnheiten.

Der Artikel hat eigentlich einen ganz anderen Fokus, es geht um Führung oder die Notwendigkeit eines Chief Community Officers in verteilt arbeitenden Organisationen – bei denen „Management by Walking Around“ nicht mehr funktioniert.

Eine kleine Anekdote noch am Ende, wie mich dieser Artikel überhaupt gefunden hat, also: ich kenne Alexander Kluge schon sehr lange persönlich… der hält Kontakt zu Volker Weber, einem Berater und Autor im deutschen Lotus Notes Umfeld. Dieser wiederum kennt Alan Lepofsky, einen ehemaligen IBM/Lotus Notes Stragegen – der seit kurzem vermutlich für Ross Mayfield arbeitet.

Was ist daran so besonders? Inhalte und Personen im neuen „Social Web“ sind verknüpft und bekommen dadurch für mich eine höhere Relevanz!

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