Gewohnheitsenergien…

Jeder Mensch handelt überwiegend aus unbewussten Motiven heraus. Wie bewusst sind wir uns schon, wenn wir aufstehen, uns einen Morgenkaffee machen, im Bad unsere 20 Minuten mit Duschen, Zähneputzen, etc. verbringen. Wie bewusst nehmen wir den Bus zur Arbeit, wie bewusst setzen wir uns an unseren Schreibtisch und fangen an zu arbeiten? Es ist halt so, wir haben das schon immer gemacht und wir müssen ja schliesslich arbeiten gehen, um Geld zu verdienen.

Wir haben Ziele in der Zukunft und haben gute oder schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht, die unser Handeln im Jetzt beeinflussen: Weil wir so gut oder so schlecht in der Schule waren, haben wir heute diesen Job. Meine Eltern haben immer ihren Morgenkaffee getrunken, deshalb mache ich mir auch einen – aber mit Milch und Zucker! Ich vermeide den Kontakt zu Hr. Müller, ich habe nur schlechte Erfahrungen gemacht, der jammert ja immer nur. Und wenn ich dieses Jahr noch durchhalte, dann wird alles besser – nur noch dieses Jahr, muss ich durchhalten!

Wann leben wir im jetzigen Moment? Wann sind wir frei von Sorgen und Ängsten oder frei von der Suche nach einer irgendwie gearteten sozialen bzw. gesellschaftlichen Anerkennung? Wenn wir ehrlich zu uns sind, nicht sehr oft.

Es sei denn, wir Joggen … da sind wir frei von diesen Gedanken? Laufen einfach nur… den neuen iPod am Oberarm, wartend auf das Runnershigh…

Es sei denn, wir Golfen … da sind wir frei von diesen Gedanken? Wandernd durch tolles Grün… geniessen den Wind und die Gesellschaft anderer und wollen endlich mal die neuesten KarbonTitanMolybdän „Eisen“ ausprobieren…

Es sei denn, wir machen Fitness … an den Geräten kann ich all meine Sorgen vergessen? Powere mich so richtig aus, spüre meinen Körper und freu mich an meinen wachsenden Muskeln…

Es sei denn, wir arbeiten … dann vergess ich die (privaten) Sorgen? Sondern konzentriere mich auf die tolle, spannende Aufgabe und werde gebraucht und bin nützlich…

Es sei denn, wir Saufen … dann vergess ich meine Ängste? Bin entspannt und locker und habe Spass mit meinen Freunden, wenn nur meine Leber durchhält…

Es sei denn, wir Kiffen … dann relaxe ich endlich? Und träume und schwebe über all meinen Problemen, bis ich mal erwischt werde…

Nun möchte ich hier nicht den Eindruck erwecken, dass ich Sport, Arbeit und Drogen auf eine Stufe stelle – ich stelle nur die These auf, dass die Motive des Einzelnen für das Eine oder das Andere durchaus die Gleichen sein können.

Es ist das „Wegrennen“ vor negativen Gefühlen, was uns antreibt – immer wieder die gleichen Dinge zu wiederholen – sehr oft zumindest! Es kommt darauf an, ob diese Gewohnheitsenergien nun positiv oder negativ wirken … beim Joggen, wenn man nicht übertreibt, kann man sicherlich von einer positiven Gewohnheit sprechen, beim Fitness auch – bei der Arbeit wird es schon schwieriger und bei Alkohol und anderen Drogen sind sich alle einig, dass dies negative Gewohnheiten sind.

Wo ist die Grenze zum Missbrauch, zur Sucht? Hier meine Antwort:

  1. Bewusstheit/Aufmerksamkeit, also ich weiss was ich da tue, und prüfe es ständig nach… und
  2. Freiheit, also das Fehlen von physischem oder psychischem „Zwang“.

Wenn ich meine täglichen Handlungen überprüfe, stelle ich fest – dass noch viel zu wenige Bewusstheit und Freiheit zur Grundlage haben. Aber ein paar Momente gibt es eben doch… und dann bin ich glücklich! Diese Erfahrung lässt mich weiter suchen…

Schon wieder iPhone Crash

„God doesn’t have a Stick“ sagt meine Frau immer… ich hätt gestern das Comic über das iPhone Wörterbuch nicht hier veröffentlichen sollen.

Denn heute morgen beim AppStore Update von Twitterific verabschiedete sich mein iPhone schon wieder und seit dem habe ich wieder nur den Anblick des Apple Logos aufm Display. Das Vorgehen aus meinem letzten Post dazu funktioniert irgendwie auch nicht …

Parallel ist ja auch heute morgen iTunes 8.0 mit Google ähnlicher neuer „Genius“ Sidebar rausgekommen.

Langsam wirds wirklich nervig! Jedenfalls habe ich jetzt mein altes iPhone erst mal wieder rausgekramt und gesichert und geupdated und grade spielen sich die Fotos und Musike wieder auf. Mal schauen, wie das hier noch weitergeht.

Gespannt bin ich, was mit den Anwendungen ist, die ich mit dem neuen 3G iPhone gekauft habe, ob die jetzt automatisch auch auf dem anderen zur Verfügung stehen? Werd es hier berichten…

UPDATE: so, mein altes iPhone läuft wieder nun mit 2.0.2. – es gab keine Probleme beim Wiederherstellen. Beim neuen iPhone immer noch das gleiche Fehlerbild – nun werd ich wohl wieder den Applesupport bemühen dürfen, weil ich das Teil einfach nicht in den Wartungsmodus kriege.

UPDATE2: so, nun habe ich das neue iPhone auch wieder im Wartungszustand. Einfach eingesteckt ganz lange Ein/Ausschlater und den Homebutton gedrückt halten, funktioniert auch. Daneben hat mir der Support noch folgende zwei Tips gegeben:

– Löschen aller Softwaredownloads für das iPhone in \Benutzer\*\Library\iTunes\iPhone Software Updates\*
– Extra Backup aller iPhone Sicherungen in \Benutzer\*\Library\Application Support\MobileSync\Backup\*

How To Demo Your Startup Part Two

Hier nun ein Teil II zu dem bereits hier verlinkten Artikel auf www.techcrunch.com über Tips, wie StartUps und auch andere Firmen am besten Ihre Produkte und Services vornehmlich auf Konferenzen an die Frau und den Mann bringen. Hier wieder – wie beim ersten Teil – vorweg eine kurze übersetzte Zusammenfassung:

11. Zeigen, nicht erzählen
Küss das Mädchen einfach und schau danach in ihre Augen und Du weisst, ob Du gut warst, ohne: „Ich werde Dich gleich küssen; Ich küsse Dich jetzt; Ich hab Dich grad geküsst“

12. Einbeziehen über Wortwahl
„Wir laden jetzt das Video hoch“ statt: „Sie können hier Videos hochladen“

13. Ein Fahrer + Ein Navigator
Einer spricht über, ein anderer zeigt das Produkt

14. Bei technischen Problemen
NIEMALS: „ohh, der Browser ist abgestürzt“, sondern erzähle eine Anekdote: „Während der Browser neu startet, erzähl ich Euch …“

15. Ein guter Start
Top: mit einer persönlichen Geschichte, 2. Top: zeige das Problem, 3. Zeige das Produkt, 4. Entertain (die schwerste Variante)

16. Ein schlechter Start
Lebenslauf, Markt, Wettbewerb … kommt später, wenn das Produkt geil ist

17. Das Produkt drei bis fünf mal beschreiben
mit 10 Worten, dann 6 Worten, dann 4 Worten, … – die Chance ist hoch, dass eines davon hängen bleibt.

18. Ändere die Tonlage/den Stil während der Präsentation

Das war die Zusammenfassung, hier nun der Orignaltext von TechCruch:

Last week, I camped out at Sequoia Capital on Sand Hill Road and did rehearsals with most of the 50 companies that are presenting–in fact, launching–new products at the TechCrunch50 event next week. These 50 represent the top 5% of the companies that applied to our demo-style event. Truth be told, the top 150 companies were all qualified to be on stage–if only we could have a five day event with two tracks. -)

These are the best of the best, and most of them came into “first rehearsal” with a demo that I would rate a seven out of ten. (Yes, I’ve come up with a rating system for these presentations, but that’s another email).

Actor Ashton Kutcher did his rehearsal last week, and I have to say it was kind of ironic to be sitting there giving presenting advice to someone who’s been in, and created, a large number of movies and TV shows. As an actor, Ashton obviously has the ability to draw you in, but presenting a product in this format is a very, very specific skill. He picked it up quickly.

After coaching hundreds of folks over the past two years, I’ve developed 18 solid rules. You can see the first 10 rules over at TechCrunch, which reprinted the previous email with permission here. These extra eight are very detailed and speak to some deeper techniques for capturing people’s attention and transferring your enthusiasm for your product to them.

These eighteen rules are just a framework, and are based on demoing at a conference. However, the rules can apply, to various degrees, to presenting your product to investors, partners and potential employees.

11. Show Don’t Tell
——————————-
This is the most important rule of demoing right after “get into the product as soon as possible.” Once you’re inside the product demo, you’ve got folks engaged. Next, you have to *keep* them engaged. When you’re speaking about your product, are you saying things like “With Mahalo you can find spam free, well-organized search results with related content”? Or are you saying, “Here is a spam-free search result. Notice how the sections are organized and we have the top most important Fast Facts on the side.”

(mehr …)

Mein Freund Tony…

…hat wiedermal ein wunderbares Zitat gefunden und veröffentlicht, welches ich hier nicht unerwähnt lassen kann:

Seelenverwandtschaft

„Was im Ton übereinstimmt, schwingt miteinander.

Was wahlverwandt ist im innersten Wesen, sucht einander.“

(aus dem I Ging)

…und vor allem: findet einander auch.

Ganz unweigerlich, dem Gesetz der Affinität folgend, Thich Nhat Hanh hat es wunderbar in „Transformation at the Base“ beschrieben. „Gleich und Gleich gesellt sich gern“ sagt schon der Volksmund. Ich nenne das „Gerichtete Aufmerksamkeit“…

Thich schreibt über Krawattenkauf: „wir denken, wir entscheiden uns für diese, eine, tolle Krawatte – aber die Wahrheit ist, die Krawatte hat uns längst ausgesucht.“.

Vom Unterbewussten gesteuert, kommt man bei einer Zugfahrt mit jemanden ins Gespräch, mit dem einen irgend etwas verbindet. Ebenso suchen wir uns unsere Freunde oder Partner sehr genau aber „unbewusst“ aus.

Meist realisieren wir nicht, aus welchem Grund wir nun mit diesem oder jenem befreundet sind. Wir haben verlernt, tief zu schauen und dafür inne zu halten. Oberflächlich betrachtet, verstehen wir diese Gründe natürlich nicht – sehen nur, dass wir diesen sympathischer finden als jenen. Es gibt Theorien, die sagen – dass sich diese Sympahtie in den ersten vier Minuten der Begegnung mit einem Menschen entscheidet. Aber ich denke, das ist längst vorher entschieden…

In den ersten Minuten stellt sich nur heraus, ob wir hier und jetzt aufmerksam sind und die Chance erkennen, die im Moment dieser Begegnung liegt oder ob wir – wie leider viel zu oft – einfach vorübergehen an unserem Glück, um weiter in der Zukunft danach suchen oder den verpassten Chancen der Vergangenheit nach trauern. „Hätt ich damals mal… naja, wird schon noch werden“ – wer kennt diesen Satz nicht!?

Ich jedenfalls habe das Mittagessen mit meinem – mir seelenverwandten – Freund, Tony, heute sehr geniessen können und bin dafür einfach nur dankbar!

iPhone Crash

Das muss hier rein!

Am Samstag wollte ich mal wieder mein iPhone 3G synchen. Aufgrund der ca. 2 h, die die Datensicherung dabei in Anspruch nimmt, mach ich das eigentlich nur jedes Wochenende.

Nuja, diesmal waren einige AppStore Updates mit dabei, weil iTunes irgendwie nicht merkt, wenn ich die Anwendungen direkt auf dem iPhone aktualisiere – und alle Updates nochmal installieren möchte. Dachte ich mir nichts dabei…

Nach den üblichen 2 h wollte ich mein Telefon einstecken, und zum Samstagseinkauf aufbrechen. Aber ich sah nur einen schicken, silbrigen, angebissenen Apfel auf dem Display. iTunes sah nichts von meinem iPhone.

Der Apfel ging auch mit dem üblichen 10 sec. Halten des Ein/Aus-Schalters nicht weg …ooookkkkeeeeehh!

Also ab ins Netz, im Handbuch steht nämlich nichts, wenn iTunes das Teil nicht mal mehr erkennt: ahhh, Home-Taste und Ein/Aus-Schalter zusammen 10 sec. drücken. Das half, der Bildschirm wurde schwarz mit einem leichten Schatten des Apfels, der langsam verschwand.

Und wieder anschalten – 10 min. warten – der Apfel ging nicht weg. Das ganze ca. 10 mal wiederholt, mit Strom, ohne Strom, am MacBook, nicht am MacBook, MacBook neu starten und nochmal mit anderem Sync.Kabel, etc. pp. usw. … oooookkkkkeeeehhh!

Nein, mein iPhone wollte nicht mehr hochfahren!

Noch war ich nicht beunruhigt, meine letzte Datensicherung war vom 22.08. und danach nicht wirklich viel in den Highscores, etc. passiert – denn letzte Woche war ja kein Urlaub mehr.

Ich sah mich heute schon das iPhone einpacken und zu Apple schicken und dann ewig auf das Austauschgerät warten, hatte ja aber noch mein altes iPhone und freute mich ein klein wenig auf die Reaktivierung, die bestimmt spannend werden würde.

Ich ruf also ganz entspannt, nach dem Durchlesen der gesamten iPhone Supportseite incl. kleinem Troubleshooting Quiz, die Apple Supporthotline an.

Herr Kretschmer ist dran, klingt ganz ruhig… nimmt meine Daten auf und nachdem die Seriennummer, mein Name und meine Mailadresse wohl stimmen, spielen wir die Dinge durch, die ich am Samstag und Sonntag schon eingeübt hatte. Ging alles ganz flott von der Hand – aber der Apfel verschwand nicht.

Dann fragte Hr. Kretschmer nach meiner letzten Datensicherung, er fand auch, das sei nicht lange her und beglückte mich mit dem Vorgehen, um mein iPhone in den Wartungsmodus zu bekommen. Es klang wie: letzter Versuch vorm Einpacken und zu uns schicken.

Hier also Schritt für Schritt für alle Betroffenen:

1. USB Kabel trennen

2. Home-Taste + Ein/Aus-Schalter drücken und nicht wieder loslassen

3. Kollegen um Hilfe rufen, weil man gleich eine dritte Hand braucht

4. Der Bildschirm wird dunkel und nach 10 – 20 weiteren Sec. taucht der Apfel wieder auf

5. In dem Moment das USB Kabel wieder einstecken (deshalb die dritte Hand;-)

6. iTunes zeigt eine Meldung ala „Ein iPhone im Wartungsmodus wurde erkannt…“ o.s.ä.

7. Die steifen Finger können die beiden Tasten am iPhone jetzt loslassen

Steht nicht im Handbuch und auch nicht auf den Supportseiten, sagte Hr. Kretschmer, als ich mich vorsorglich entschuldigte, das Handbuch nicht genau gelesen zu haben. Irgendwie be(un)ruhigend!

Nun kann man das Backup wieder einspielen. Dachte ich …

Aber nicht bei mir, denn ich hatte vergessen, dass ich nach dem 22.8. das letzte OS Update auf 2.0.2 eingespielt hatte.

Die Datenrücksicherung verabschiedete sich mit einer lockeren Fehlermeldung, dass OS auf dem iPhone und OS der Sicherung nicht übereinstimmen würden, oooookkkeeeeehhhh!!!

Nach dem ich Fr. Hoffmann, von der erneut kontaktierten Apple Support Hotline, gebeten habe mit mir zusammen eine kurze Schweigeminute einzulegen… verabschiedete ich mich feierlich von

– mehr als einem Jahr SMSen und
– unzähligen Stecknadeln bei Google Maps,
– mindestens dreissig W-LAN Passwörtern.

Und von ca. 90 % Gehirnkapazität bei Brain Challenge, meinen ganzen anderen Anwendungssettings und Spiele Highscores…

Schweren Herzens drückte ich das Auswahlfeld: „Ein neues iPhone konfigureren“.

Nun weiss ich wieder mal, dass natürlich nach  j e d e m  OS Upgrade die Sicherung D A S  ist, was man unbedingt durchlaufen lassen muss, auch wenn sie zwei Stunden dauert. Sonst passiert genau das, was mir passiert ist!

Nuja, das Leben geht weiter, auch ohne die digitalen Merkhilfen an ein paar wirklich schöne Momente…