Monthly Archives: November 2008

About „The last lecture“:

Meine Themen diesen Jahres sind wohl Verlust, Loslassen, Prägungen, Anhaftungen… also eigentlich, was ist das „Leben“, was ist es – was mich treibt, mich hält, mich ausmacht.

Vor zwei Wochen las ich von Tiziano Terzani’s „Das Ende ist mein mein Anfang“ und war völlig weichgespült. So viele Dinge, die mich tief berührt haben, erzählt dieser Mann am Ende seinen Lebens seinem Sohn. So nah bei sich bleibt er, trotz des nahen drohenden Totalverlustes…

Und nun hat mir eine Freundin letzten Freitag dieses Video gezeigt:

Nehmt Euch Zeit, Randy’s letzte Vorlesung dauert 1:16 und auch danach wäre es gut, nicht gleich zum nächsten Termin zu müssen. Und keine Angst, Randy berichtet glücklich aus seinem Leben und wie er sich seine Kindheitsträume erfüllt hat… ich hab viel gelacht und war gleichzeitig tief berührt. Dort spricht ein Mann, der sein Leben verstanden hat … wer kann das noch von sich behaupten? Ich nicht!

Die tollste Aussage, die ich seit Samstag schon dreimal zitiert habe, ist die über Widerstände im Leben, über Mauern gegen die wir rennen.

Aus seiner Präsentation:

Brick walls are there for a reason: they let us prove, how badly we want things

background_brick_wall

oder mit seinen Worten:

„I’ve been hitting a brick wall, but I believe brick walls are there for a reason. They’re not there to keep us out. They are there to give us a chance to show how badly we want something.“

Aus Tiziano Terzanis: „Das Ende ist mein Anfang“:

Und schliesslich entdeckte ich die Grillen. Eine wunderbare Sache! Denk nur, ein Volk, das seine Zeit damit verbringt – Mao hätte gesagt vergeudet, und nicht ganz zu unrecht -, zu jeder Jahreszeit Grillen zu züchten, um auch im Winter, wenn es draussen schneit, der Stimme des Frühlings lauschen zu können! Die Grillen haben es dann warm, denn man trägt sie in der Innentasche der Jacke mit sich herum, in einem winzigen ausgehölten Kürbis mit einem wunderschönen Deckel aus geschnitztem Elfenbein oder manchmal sogar aus Jade.

Und wenn Du in der Kälte der Nacht ein Gedicht schreibst und in deinem kleinen si he yuhan, deinem Haus mit Innenhof, Tee trinkst, hörst du das KriKriii, Krikriii der Grille. Auch das ist ein Zeitvertreib der Mandschu gewesen.