Einen Augenblick lang…

Einen Augenblick lang dachte ich, unsterblich verliebt zu sein.

Habe ich gestern Abend in „Der grosse Gatsby“ gefunden, und der Satz hat gesessen!

Geht so etwas? Gibt es so etwas wirklich?

Manchmal glaubt man, einen Blick auf die Wesenheit, auf das pure Selbst, eines anderen Menschen zu erhaschen. Kein Verlangen, keine Begierde, kein Besitzdenken kommt auf – man fühlt mit, glaubt zu verstehen… und es wird sooo warm ums Herz!

Es gibt kein Vorher – es gibt kein Danach – es ist nur jetzt im Moment unbeschreiblich gut, wie es ist. Man berührt die Sekunden, erlebt das ganze Universum und denkt diesen einen Moment lang, unsterblich verliebt zu sein – in den Menschen und in das Leben selbst!!!

Einen Augenblick später, vorbei – allein: setzen Wertung und Prägung ein. Kann ich mir dieses Gefühl erlauben, habe ich das verdient, was war das?

Man spürt noch nach, fühlt – da ist etwas Einzigartiges geschehen… das nicht passt zu den gelernten Konventionen, gesellschaftlichen und sozialen Regeln, denen man sich unterwirft und doch so selten hinterfragt.

Und viele Augenblicke später lese ich ein Buch noch einmal. Ich weiss nicht, warum ich es aus dem Regal genommen habe. Ich finde diesen einen Satz. Und muss hier darüber schreiben…

2 thoughts on “Einen Augenblick lang…

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