Monthly Archives: Mai 2009

Samstag morgen… lese die News im Netz statt des netten alten Tagesspiegels und hab hier, hier und hier etwas irgendwie cooles gefunden. Ein iPod ähliches Gerät, das eine W-Lan Basisstation ist, mit dem bis zu fünf Laptops gleichzeitig Online gehen können, egal wo sie sind. Naja, noch muss es in US sein – weil dieses Gerät aktuell von Verizon dort eingeführt wird…

Hat der 15jährige Sohn von Robert Scoble gestern abend zu ihm gesagt!

Wow, das passt irgendwie, denn Scoble macht sich viele Gedanken über das Web der Zukunft… hier ein Artikel von ihm: Erforsche das Web 2010 der eine nahe Zukunft beschreibt.

Stellt Euch vor, fast jeder Laden und fast jeder Nachbar hat einen Blog, einen Twitter-Account und ist auf Facebook. Ich würd sehen, welche Mittagskarte es wo gibt – einfach weil es in meinem Friendfeed hochploppt. Wer von meinen Bekannnten, welchen Laden mag – wo es eine Neueröffnung gibt, was im Kino ums Eck diesen Donnerstag neues gibt.

Das klingt nicht neu – jeder, der was auf sich hält, hat doch heute eine Website… ja und? Auf der Website meines Lieblingscafe’s hat sich seit Monaten nichts getan – anders als auf den Schiefertafeln am Eingang, da steht jeden Tag was anderes drauf! Der Suppenladen hat jeden Tag eine neue Suppe auf der Karte und noch nicht mal ne Website. Um rauszukriegen, wann der drospa gegenüber aufhat – muss ich erst googlen, dann die hoffentlich existierende Filialsuche bemühen, Postleitzahl oder den Strassennamen wissen und dann vielleicht… beim Kinoprogramm wirds noch schlimmer mit der Suche! Neue Suchmaschinen mit Supercomputerpower werden entwickelt, um dieses Dilemma zu lösen – aber es sind doch nur Suchmaschinen und die sind irgenwie 90ziger, oder? 😉

Was wäre, wenn man das einfach mal macht: einen ganzer Kiez komplett im Web 2.0. Das kommt mir vor wie Science Fiction, ist aber technisch längst und sogar recht einfach machbar… wer fängt an bzw. hat schon angefangen?

Würden sich meine Gewohnheiten, meine Lebensqualität dauerhaft ändern und verbessern? Das wäre zu beweisen bzw. herauszukriegen… los gehts!

Und „Ich freu mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.“ sagte Karl Valentin. Ich hab es vor zwei Tagen schon getwittert und jetzt, bin ich aufgewacht – sitze vorm Laptop, höre ein leichtes Klopfen und Rauschen, schaue auf und sehe draussen einen Dunstvorhang und will am liebsten rausgehen und tanzen. Die Pappelblätter begrüßen den Regen freudig winkend. Sie begrüßen alles winkend, dessen Blick auf sie fällt. Nur ein wenig Bewegung der Luft scheint dazu nötig.

Beim Abschied ist’s so ähnlich, er findet statt – ob ich lache, weine, mich leise oder laut freue oder trauere. Aber was ist ein Abschied mehr als ein Winken?

Mit welchen Gefühlen laden wir den Moment der Trennung auf und wodurch entstehen sie?

  • durch das Innehalten, und die Konzentration auf diesen besonderen Moment?
  • durch das Bewusstwerden, wieviel der andere in uns mit uns verändert hat?
  • durch das Gefühle zeigen können, wieviel der andere einem bedeutet, wie sehr man mit fühlt?
  • durch die Anteilnahme, die man erfahren hat?
  • durch die gute Wünsche, für die Zukunft?

Oder lassen wir unsere Gefühle nicht auch durch das Folgende entstehen?

  • durch unsere Hilflosigkeit, nun nicht mehr alles direkt kontrollieren zu können?
  • durch unsere Angst, zukünftigen Verletzungen durch einen „verlorenen“ Schutzschild zu erliegen?
  • durch unseren Hunger, die schönen Momente immer und immer wieder wiederholen zu wollen?
  • durch unsere Verantwortungslosigkeit für uns selbst, die uns nun erst bewusst wird?
  • durch unsere vielen Belohungen, die wir nun nicht mehr direkt vom anderen erhalten können?

Jeder entscheidet selbst! Egal, ob sich frisch Verliebte für zwei Tage verabschieden, ob es ein endgültiger Abschied ist oder ob man einem flüchtigen Bekannten ein schnelles Tschüss zuruft… jeder Moment zählt! Und die Veränderung hat stattgefunden, ob ich will oder nicht und zwar genau die Veränderung, die das Zusammensein der zwei Menschen auch bewirken sollte.

Und diese Veränderung ist unumkehrbar, aber auch nicht wiederholbar. Und genau auf die Veränderung kommt es an!

Ich freu mich über den Abschied, denn wenn ich mich nicht freue, verabschiede ich mich auch.