Monat: Juni 2011

Meine Rede zum Sommerfest…

Hier meine Rede anlässlich unseres 4. mtc-Sommerfestes  gestern…

 

„Eine einfache Methode zu ermessen, was das Erreichen eines Meilensteines für ein Unternehmen bedeutet, ist sich vorzustellen, wie sich die Welt durch das Unternehmen verändert hat.“ hab ich heute morgen anlässlich des 100sten Geburtstages von IBM irgendwo gelesen. Für mich sind unsere Sommerfeste immer solche Meilensteine.

Meine Welt verändert sich jeden Tag durch mtc, die Welt in den beiden Nischen, die wir uns in den letzten Jahren erkämpfen und verteidigen konnten, definitiv auch.

12 Leute haben Anfang 2006 den fliegenden Neustart gewagt. Nun – im 6. Jahr – stehen 49 Namen auf der Teilnehmerliste unserer monatlichen All Hands Meetings: vier mal so viele Menschen, für die sich die Welt auch sehr sicher verändert hat.

Zwei Nischen habe ich eben erwähnt.

Erstens unsere Wurzel, der Bereich Services oder auch Software Entwicklung und Support, mit unserer Spezialität – wie ich das gerne nenne – „Forensic IT Services“, dem Betreuen von abgekündigten Systemen in grossen Konzernen oder weniger provokant „Legacy System Support“ und einer Vielzahl von anderen tollen Projekten, die in den letzten Jahren gewonnen wurden.

Im letzten Jahr ist die Transformation zum technologie-übergreifenden Problemlöser, zum „wir kümmern uns“ weiter gegangen, wir haben uns fest etabliert bei Sharepoint, ein erstes Open Source Produkt und einen ersten Artikel im Sharepoint Magazin veröffentlicht, darauf bin ich echt stolz! Wir sind grad an ner Riesenchance dran, die wir uns durch konstante, zuverlässige Arbeit einfach verdient haben. Drückt uns die Daumen.

Wichtige weitere Meilensteine? Mein geschätzter Partner, Gunnar, der diesen größten Bereich von mtc verantwortet und täglich mit Ruhe und Eleganz steuert, macht die Monatsabrechnung nicht mehr allein und selbst! Für mich ein Riesenerfolg, ein grosser Schritt genau in die richtige Richtung.

Dann ein grosser Meilenstein für unseren zweitgrößten Kunden, das DPMA – die ElSA Umstellung zum 1.6.11 mit der Einführung der Elektronischen Akte. Geralds Mannschaft hat alles getan, damit dieser Megachange durch uns optimal unterstützt wird und unseren Ruf bei iNCO/der Bundesdruckerei und dem DPMA fast legendär werden lassen. Das mehrfache öffentliche Lob von Herrn Rothe, dem Abteilungsleiter 2.1, der Informationsdienste für die Öffentlichkeit des DPMA hat mich sehr stolz gemacht und hat die Welt für mich definitv verändert.

Nun möchte ich zu unserer zweiten Nische kommen, zu unserem Produktbereich. Dank Dieter haben wir in Rekordzeit und mit äusserst begrenzten Ressourcen eine schlagkräftige Wahnsinns Vertriebs Manschaft aufgebaut, da war vor einem Jahr – sagen wir es vorsichtig – nicht so viel. Die Produktion hat er ab 1.1. gleich mit übernommen und entlastet damit Geralds Team und erhöht gleichzeitig auch die Schlagzahl in unserer Patentproduktion, mit wöchentlich 27,13 GB Daten und 118.400 Dokumenten die konvertiert und für unsere 140+x Kunden selektiert werden.

Trotz Zero Unterstützung durch DPMA und Bundesdruckerei in diesem Bereich haben wir im letzten Jahr das erste Mal ganz allein eine neue Version unseres Patent Recherche Clients raus gebracht – und damit nach 14 Jahren endlich das Löschen von Dokumente eingebaut – sowie die Dokumentation in ein öffentliches Wiki eingestellt.

Nachdem wir so gezeigt hatten, dass wir es auch wirklich ganz alleine können, haben wir DEPAROM komplett vom DPMA und der Bundesdruckerei übernehmen können. 21 Kunden mit ca. 75.000 € Umsatz waren noch übrig und die vollständigen Rechte an der Marke und der gesamten Software… ein Riesenerfolg und Belohnung zugleich nach vielen Jahren des Engagements für dieses Produkt.

Diese Arbeit in unseren zwei Nischen geht nur mit einem grossartigen Team. Stellvertretend für jeden danke ich heute besonders meiner Führungsmannschaft: Gunnar mein grossartiger, verständnisvoller, mich in allem unterstützender Partner! Ira, Gerald, Tony und dem Jüngsten: Dieter! Ihr haltet mir den Rücken so phantastisch frei, bringt loyal und engaiert die mtc voran, macht einen tollen Job, und Dank natürlich auch an alle anderen mtc’ler hier. Diese Party heute ist für Euch!

Jetzt zum Schluss raus aus der Nische:
Vor drei Jahren mit einem Vortrag „mtc und Herrkrueger im Social Web“ hat es begonnen, letztes Jahr habe ich hier an dieser Stelle auch schon Facebook erwähnt.

Und heute, nur ein Jahr später ist so viel passiert: wir haben ein tolles Cloud Computing Projekt gewonnen und super umgesetzt für das Europäische Patentamt „espacenet goes cloud“ mit über 60 Millionen Patentdokumenten. Eine Partnerschaft mit Amazons Web Service Team aufgebaut, Schindler als neuen Grosskunden konzeptionell im Patent-Bereich beraten und diese und nächste Woche sogar die Ingenieure der R&D dort trainiert.

Meine Leidenschaft: 235 Blogposts hier und auf deparom.de mit über 50.000 Impressionen, fast 4.500 Tweets, hier 13.000 Followers dank einer Ausstellung mit iPhone Photos, über die es jetzt sogar ein Buch gibt. Ich durfte bereits 10 Vorträge halten u.a. beim EPO, bei Sony Europe, der Handelskammer Hamburg, und auf der Jahrestagung der Patentinformationszentren, dazu 1 Podiumsdiskussion auf der PATINFO, d e r  Patentkonferenz in Deutschland – das alles seit März und rund um das Thema „Sozializing the (Patent)World“. Mein ganz persönliches Ziel dabei: wir wollen bis zum nächsten Sommerfest Patentinformationen aus dem Informations Silo holen und die ganze Welt damit wieder ein Stückchen verändern.

Ich freu mich auf das kommende Jahr… und noch mehr freu ich mich auf das was jetzt wichtig ist: das Buffet in der ersten Etage, die Musik und Eure Gesellschaft – Prost!

(Arne Krüger, 23. Juni 2011)

tagebuch

Kontrollverlust oder Kontrolltransformation?

Ein Verlust setzt in meiner Gedankenwelt zumindest sprachlich einen vorangegangenen Besitz voraus. Ein Kontrollverlust setzt also Besitz an Kontrolle voraus. Kontrolle worüber? Kontrolle über Informationen von mir, über mich. Also zum Beispiel, Informationen wie ich aussehe, was ich mache, mein Lebenslauf, meine Texte, die ich mal verfasst habe, Texte die über mich verfasst worden sind. Aber sicher sind damit auch digitale Spuren meines Lebens gemeint: Geld abheben, Einkaufen gehen, zum Arzt müssen, eine Versicherung haben, Gehalt bekommen, welches Auto wie wohin fahren, wann ich tanke, was ich dazu einkaufe, mit wem ich zusammen bin, wo ich Urlaub mache und so weiter…

Nun definierte Michael Seemann aka @mspro hier auf Carta: “Ein Kontrollverlust entsteht, wenn die Komplexität der Interaktion von Informationen die Vorstellungsfähigkeiten eines Subjektes übersteigt.” und weiter schon einschränkend, weil der Verlust an sich nichts Neues sei: “dass das Internet und die digitale Technik diese Kontrollverluste sowohl in ihrer Häufigkeit als auch in der Intensität ihrer Folgen um ein Vielfaches steigert.”

Ok, danach folgen in dem wirklich lesenswerten Aufsatz Beschreibungen des vermeintlichen Kontrollverlustes mit Hilfe von Wikileaks bis hin zur Bibliothek von Babel. Auch werden eine neue Informationsethik, die Filtersouveränität, sowie eine Query-Öffentlichkeit als “positive Kehrseite” beschrieben. Alles Ansätze die ich interessiert lese und denen ich sogar mit Freude zuhöre, die mich irgendwie berühren in ihrer inneren, konsequenten Logik und in ihrer Leidenschaft, an denen mich aber auch etwas stört. Was mich zuerst stört, ist wohl eine gewisse Einseitigkeit der Betrachtung. Die eher pessimistische Weltsicht, die dort mitschwingt, das Heraufbeschwören von Gefahr und Bedrohung und das fast völlige Ausblenden von Freude und Chance. Und mich stört auch, das eben immer erst im Nachsatz von positiven Seiten gesprochen wird, aber dann eben nur von den „Kehrseiten“, die positiv seien.

Ich muss hier zugeben, die Komplexität der Interaktion von Information hat schon immer meine Vorstellungsfähigkeit überschritten!

Was andere Menschen mit den ihnen vorliegenden Daten von mir gemacht haben, war für mich eigentlich meist erschreckend und unvorstellbar – ich fühlte mich den Wissenden fast immer ausgeliefert. Dieses Gefühl hat sich erst in den letzten Jahren so seit 2008 mit meinem ganz persönlichen Kontrollverlust, oder wie ich es viel lieber nenne, mit der Kontrolltransformation durch das Web 2.0 gebessert.

Nun mag das auch an meiner Biographie liegen: 71 im Osten geboren, die Wende mit 18 erlebt und in diesen Zeiten des Lernens von diesen zwei doch sehr unterschiedlichen Systemen in Leistung und Wert jeweils völlig anders beurteilt, gemessen, sortiert und kategorisiert zu werden, war sicher eine prägende Erfahrung.
Dazu kommt, dass ich erst mit 14 einen Taschenrechner haben, erst mit 16 an einen Computer sitzen und erst mit 21 meinen eigenen haben konnte. Wie anders wächst jetzt meine Tochter auf, die bereits mit 5 mein altes Laptop ihr eigen nennen darf.

“Durch das Internet sei Häufigkeit und Intensität der Interaktion der Informationen nun um ein Vielfaches gesteigert”, dass daraus aber in erster Linie Gefahren und Bedrohung erwachsen, kommt mir so nicht in den Sinn. Ich sehe es ähnlich wie Duck, der in seinem umwerfenden Beitrag auf der re:publica, dieses Internet und diese digitale Technik als das neue Gesellschaftsbetriebsystem charakterisierte. Ja, es würde viele Branchen, viele Menschen verändern, aber wir sollten endlich mal sagen, wie wir es denn gerne hätten! Der Wunsch nach souveränen, transparenten Filtern ist sicher auch auf meiner Wunschliste, aber eher weiter unten. Ich will erklären warum.

Tim O’Reilly hat es vor ein paar Tagen hier so vorgeschlagen, dass wir es wie beim Insiderhandel regeln sollten:

„Nicht der Besitz von Informationen sollte kriminalisiert werden, sondern erst der Missbrauch zum Nachteil anderer.“

Banken, Telekoms, Versicherungen, Krankenkassen, Handelsunternehmen und andere Grosskonzerne sowie die Staaten in denen ich lebte und durch die ich reiste, hatten bisher über mich gespeicherte Informationen exklusiv im Zugriff – unter ihrer Kontrolle. Seit etwas über 15 Jahren haben auch alle Webmaster, Google, Amazon, Twitter, Facebook & Co. viele Informationen über uns in Logs und Datenbanken gesammelt, die nie vorher gesammelt worden sind, einfach weil die Technologie dafür nicht erfunden war bzw. nicht so breit genutzt werden konnte. Und all(!) diese monolithischen Institutionen erleiden nun einen Kontrollverlust, jawohl!

Nicht ich bin der, der die Kontrolle verliert, denn ich hatte doch nur eine scheinbare Kontrolle über meine Informationen! Ich glaube, dass aufgrund der gegen 0 gesunkenen Kosten für den Internetzugang, der gegen 0 gesunkenen Kosten für eigenes Publizieren, des gegen 0 gesunkenen Aufwandes für das Erstellen von Inhalten, des geringen benötigten Wissens und der wenigen Übung – so wenig wie nie zuvor nötig ist für die Teilnahme am digitalen Leben im Netz. Und seit wir damit alle massenhaft zu Sendern von Informationen geworden sind, wird es für Einzelne und die Konzerne immer schwerer, ja geradezu unmöglich, mit klassischem Modellen, Support und Marketing eine Kontrolle über die Daten und die Kommunikation sowie deren Kanäle zu er- oder zu behalten.

Und ich beobachte, dass der Kontrollverlust über die Daten in seiner Häufigkeit und in der Intensität ihrer Folgen meine Vorstellung bei weitem überschreitet.

Und ich muss zugeben, erst seit dem macht mir Internet erst so richtig Spass! Ich habe seit ca. 3 Jahren immer mehr das Gefühl, wirklich der Herr meiner Daten im Netz zu sein, mir gelingt es doch mehr und mehr – bewusst oder unbwusst – eine Art neue Öffentlichkeit dort zu erzeugen, aber eben eine die ich aktiv mitgestalte und der ich beim Entstehen zusehen kann. Der Zahl der Verbindungen und der Interaktionen wird doch immer transparenter und übergreifender zugänglich für mich. Offene API’s, Open Data, der Platform Gedanke, der Siegeszug von Cloud Computing tragen dazu bei bwz. treiben die Entwicklung. Und es ist mir dabei erstmal schnurzegal, was irgendwelche durchgeknallten Typen kurzfristig mit diesen Daten anstellen können, denn Angst vor Kriminalität legal oder illegaler, im Online oder Offline habe ich noch nie erlaubt, mein Handeln mittel- oder langfristig zu bestimmen. In einer transparenten, derart vernetzten Welt fällt Betrug ebenso schnell auf wie eine grossartige Leistung. Ja, die Welt dreht sich schneller mit diesen Technologien, aber hier eine Verschwörung von Technokraten zu beschreiben, die mir vorgeben, was ich sehen darf oder nicht, das ist einfach nicht mein Ding.

Aber ich möchte hier auf keine Bremse treten, nur weil ich Angst vorm Verlust von Kontrolle oder ich eine mangelnde Souveränität über Filter im Netz habe.  Nein, im Gegenteil, ich möchte ausprobieren und zu schauen, wohin diese Vernetzung der Menschheit führt; wohin es führt, wenn immer mehr Branchen umgewälzt und immer mehr Inseln des Wissens erschlossen werden durch diese Technologien; wenn dieses Wissen verknüpft wird mit den Menschen, die es benutzen; wenn wir dokumentieren, wie es benutzt wird, wir die Plattformen endlich überall nutzen können und nicht nur zu Hause oder im Kaffee am Laptop.

Denn ja, ich möchte stauen, und wenn meine Vorstellungsfähigkeiten übertroffen werden, im positiven wie im negativen, fühle ich mich doch erst wirklich lebendig!

Wie nie zuvor sehe ich mich in der Lage, Einstellungen an Daten und Filtern vorzunehmen. Ja, es gibt eine neue Art Öffentlichkeit. Ja, ich hinterlasse unbewusst und unkontrollierbar für mich Spuren im Internet und digitalen Raum. Und ja, deren Verknüpfung kann zu bisher Unbekanntem – zu Neuem – führen und ich stelle fest, dass dies bedrohlich auf viele wirken kann. Ja es wird natürlich ausprobiert, ob sich diese Daten in Geld verwandeln lassen. Ja, ich werde darüber nicht klagen. Ja, ich werde meine Chance dabei suchen, meine ganz persönlichen Optionen erkennen. Ja, ich schaue bewundernd und sehr neugierig dabei zu, wie die Welt und die Kontrolle transformiert werden.

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Meine erste Podiumsdiskussion (auf der PATINFO 2011)

Letzten Donnerstag habe ich an meiner ersten Podiums-Diskussion teilgenommen. Organisiert und eingeladen hatte mich netterweise Fr. Dr. Kirch-Verfuss von Wissenswert für die diesjährige PATINFO. Durch sie vorbereitet wurden fünf Fragen zum Them „Softwareunterstützung in der Patentinformation“, mit denen die 75 Minuten dauernde Veranstaltung im Vorprogramm der größten und traditionsreichsten, deutschen Patentkonferenz strukturiert werden sollten:

  • Welche Möglichkeiten für die Patentarbeit eröffnet Ihr Produkt den Nutzern?
    (max. 3 x 10 Minuten Vortrag)
  • Welche Daten werden für die Recherche/Überwachung angeboten?
  • Welche Funktionen zur Handhabung der Ergebnisse aus Recherchen und Überwachungen sind vorhanden?
  • Welche besonderen Funktionen sollten hervorgehoben werden und was ist der Hauptnutzen?
  • Wohin geht es?
    für 2. – 5. jeweils ca. 3 x 2 Minuten Kurzstatements.

Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren Hr. Knust von eidologic.de, Hr. Wagner von s4ip.de und ich von deparom.de.

Da wir Teilnehmer uns auf einer Web-Ex Konferenz vor zwei Wochen kennen gerlernt hatten und wir ebenfalls noch letzte Woche mit Fr. Dr. Kirch-Verfuss abgestimmt hatten,  hatte ich mich bereits ungewöhnlich gewissenhaft auf die 5 Fragen vorbereitet und knapp 5 Seiten mit Stichpunkten und Argumenten gesammelt.

Am Morgen der Podiumsdiskussion war ich dann doch ziemlich aufgeregt und habe mir gedacht, dass es doch doof ist, wenn man mit 5 Blättern blätternd auf dem Podium sitzt und habe noch vor dem Frühstück begonnen, mir einen Abstrakt in meine Kladde zu machen, damit hatte ich dann nur noch 2 Doppelseiten. Dann habe ich darin die Highlights markiert mit meinem Textmarker, damit ich die wichtigen Punkte auch im Stress auf der Bühne schnell finden kann. Herr Wagner wollte unbedingt eine Präsentation zeigen, um sein Produkt zu erklären, so dass auch ich meine Produktpräsentation noch mal durchschaute, den Titel aktualisierte, ein paar Slides löschte und sie dann auf einen USB Stick gespielt habe – man weiss ja nie – ich wollte auf alles vorbereitet sein.

Beim Frühstück erklärte mir mein lieber Kollege Dieter erst mal, dass ich noch die diesjährige DEPAROM User Group Meeting eröffnen dürfe *uff*, darauf war ich nicht vorbereitet, lief dann aber doch ganz gut und gab Selbstvertrauen, dass ich mit dem richtigen Fuss und genügend Schlaf aufgestanden war.

Ich hab mich dann schnell verabschiedet und bin vom Hotel zur Festhalle gelaufen, denn mir ging folgendes durch den Kopf:

Die Zuhörer werden sich neben dem generellen Eindruck ja doch nur ein paar Stichworte merken. Was sollten diese Stichworte eigentlich sein? Angekommen, habe ich noch mal meine Notizen durchgelesen und auf der letzten Seite folgende fünf Worte notiert:

Auf der rechten Seite standen ein noch paar Worte von der Vorbereitung auf die letze Frage zum Ausblick „Wohin geht es?“ hatte ich: u.a. Open Data, API, ‚Ende der Datensilos‘ und ‚Big Data können auch wir‘ notiert.

Und nun war diese Seite die einzige, die die ganze Zeit während der Diskussion offen vor mir lag. Dabei habe ich zwei Dinge versucht, als die Fragen dann gestellt worden sind: 1. an meine Vorredner, also die Antwort der Konkurrenten anknüpfen, Gemeinsamkeiten herausstellen oder Unterschiede betonen. Und 2. die Frage zu beantworten und dabei die Stichworte einbauen und siehe da, immer wenn ich etwas hing, fiel mein Blick hilfesuchend auf die Kladde und so kam es, dass ich fast in jedem meiner 6 oder 7 Statements dann meine Stichworte unterbringen „musste“.

Gegen Ende, als die Diskussion auch durch das Publikum etwas lebendiger wurde, habe auch ich mehr politische Statements mit meiner Meinung losgelassen. Das ging in etwa so:

Auch wenn ich mir hier selbst das Wasser abgrabe, ich glaube an das Ende der Datensilos, wie es sie heute gibt. Die Technologien sind doch alle schon entwickelt, um Patentinformationen aus dem Silo zu holen und auch fuer Nicht Patentexperten zugänglich zu machen. Und damit meine ich zugänglich für Ingenieure, Forscher, die Entwickler und die sogn. interessierten Dritten, die gar keine Ahnung von den den ganzen Patent Dingen zu haben brauchen, die wir hier auf dieser Konferenz uns so aufwendig angeeignet haben. Den Featurekrieg kann man doch nicht gewinnen als kleine Firma und auch als nicht mehr ganz so kleine Firma, wie wir es mittlerweile sind. Darauf möchte ich mich nicht mehr einlassen.

Offene Systeme, die superschnell sind und die dem Plattform Gedanken folgen, die also einfach dabei helfen, dass andere ihren Job besser machen können, denen gehört die Zukunft!

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ifthisthenthat – a truly inspiring new web tool…

A year ago, I was all into pubsubhubbub, but I’m not a developer and the websites and tools around this protocol did not got too much of my attention, but now something new hit me yesterday like the enlightenment a zen monk!

This is so incredibly simple and great, I have to write it down here. Yesterday I go my beta invite and immediately discovered this new event driven api tool:

Read this here  how it works or just scroll through my first steps, that saves all my Instagram Pictures in the moment I upload them to my Dropbox as copy. This is just amazing. This is how I want the internet to be! Jesse & Linden, thank you so much for this little great piece of work.

Currently 18 channels are available. ifttt just uses their public api and selects the most common functions to combine. You click create task and then you follow 7 simple steps and choose, if this happens then do that… and yes, it is exactly so simple as it sounds!

I choosed for my first task: if anytime I publish a new photo on Instagram, than it should get added in a folder with the time stamp to my Dropbox or in ifttt words:

if Any new photo by you herrkrueger then Add file from url to your dropbox.

Today I published three pics and voila – there they are: woooooah!

I got 5 beta invites for readers of this post. Just comment or reply or dm me: first-in first-serve!

PS: I learned about ifttt via @spreeblick (auf deutsch), thank you Johnny! And I waited a couple of days for the invite to arrive after standard registration.