Normalerweise schreibe ich Tagebuch noch ganz althergebracht mit schönen Stift in ein tolles Buch von den Bookbinders. Nicht so heute, ich probier mal was neues und mach das mal hier… also.

Heute geträumt, dass die Zeiger einer Uhr an meinem Arm zum Mauszeiger werden können und wenn man das Display dann loslässt, schnappen die Zeiger zurück in Ihre zeitanzeigende Position. Das fühlte sich ganz natürlich an und ganz, ganz logisch. Ich träumte kurz, dass ich einen Mail an Apple schreibe und dann echt dort arbeiten darf, um dieses Designfeature im nächste OSX/iOS Release mit einzubauen. Dann aber beim Wachwerden natürlich noch vorm Duschen gemerkt, dass die da ganz bestimmt schon allein drauf gekommen sind. Es gibt ja einen Grund für die Entwicklung einer Maus, als Zeigefingerersatz…  werden wir noch Mäuse haben, wenn jedes Display berührungsempfindlich ist?

Gestern früh in Oslo war Fotozeit, habe für das Foto „reflections in oslo are different“ habe ich wohl das meiste Feedback bisher auf Instagram erhalten – fast 500 Likes, fast 40 Kommentare, habe das Gefühl, jetzt kann nichts mehr kommen, das wars mit dem Fotografieren.

Danach habe ich realisieren dürfen, dass ich zum Team von changeattention.com dazu gehöre, was ganz ungeheuerlich ist und hier sicher später einen größeren Platz beanspruchen darf. Eine grosse Ehre und das ganz starke Gefühl, am richtigen Platz zu sein, das richtige zu tun!

Ich bin über den Umweg des Erzeugens von Problemen dort hin gelangt, eine Fähigkeit die ich sehr gut beherrsche. Das Erzeugen und Anschauen von Problemen kostet mich heute Kraft. Es fühlt sich negativ an; warum genau, verstehe ich noch nicht. Ich möchte doch Probleme eher als Handlungsfelder sehen, als Themen die der Aufmerksamkeit bedürfen, als Worte, die die Energie beschreiben, die mich ans Machen bringt.  Das war eine Erkenntnis des Spaziergangs durch die Akershus Festung.

Abends zurück in Berlin im Atlantic wurde es auch noch unerwartet spannend: Überzeugungen und Leidenschaft geboren aus Trägheit, aus dem Verdrängen von Notwendigkeit. Ziele, so gross und hoch und weit, dass man noch nicht los zu laufen braucht. Gegenseitige, wechselseitige verbale Verstärkung: Worte und Wortgruppen ergänzt und wiederholt durch den anderen, als Versicherung der Richtigkeit der Gedankengänge. Abgekoppelt von meiner Realität. Nur Kraft für Provokation, wenig Geduld für Strukturierung, keine Ruhe, um zu helfen. Und mittendrin der Satz: da bin ich wohl der Falsche! Erleichterung, Entspannung, Lächeln und doch noch eine Runde, im Versuch ein gemeinsames Momentum zu erzeugen. Und dann wieder die Bestätigung, dass es einfach nicht passt.

Nachts den Tag dann beendet, wie begonnen mit Bildern vom Hafen

PS: eine Stunde habe ich nun geschrieben, laut gedacht, aufgezeichnet was war und drück jetzt einfach Publish!

Verfasst von Herr Krueger

vater · ehemann · mitgründer der moving targets consulting gmbh · services, development und support · zazen · fotografie

One Comment

  1. Interessante Gedanken.
    Erinnert mich daran, dass ich mich auch mal wieder um mein Tagebuch kümmern sollte. Oder wenigstens bloggen. So viele Gedanken, die sonst verloren gehen…
    (Aber vermutlich haben sie es auch nicht besser verdient.)

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