Auch heute habe ich geträumt, einen schönen Traum, einen Arbeitstraum – wie ich das nenne, ich hab irgendein Alltagsproblem im Traum durchgespielt, ganz entspannt und relaxt bin ich dann 5 min vor dem Wecker aufgewacht. Heute in Istanbul.

Ich bin ja seit Juni 2010 am Pendeln zwischen den Welten, meine Familie lebt hier und meine Arbeit lebt in Berlin… der Henry hat mir gezeigt, dass es funktionieren kann, er pendelt zwischen London und Berlin seit  bestimmt schon 6 Jahren, das gab Zuversicht. Die Rhythmen habe ich oft gewechselt, um heraus zu finden, welcher am besten zu uns passt. Es gar nicht so einfach, hier in der Türkei gibt es drei Monate Sommerferien Juli-September hatte Aleyna keinen Kindergarten und Seda kein Studium. Nun, heute hat meine Istanbul Woche begonnen, nach den Sommerferien, versuche ich eine Woche hier und eine Woche in Berlin zu sein, das scheint ganz gut zu funktionieren. Aufgrund der Ticketpreise ist es besser, wenn ich in der Woche fliege – so habe ich mir den Donnerstag ausgesucht, dann kann ich drei Tage am Stück im Berliner Büro sein und wenn ich nächste Woche wieder lande, dann habe ich auch noch einen Tag im Büro und dann habe ich zwei Tage, um allein zu sein. Was für mich auch eine sehr, sehr wertvolle Zeit geworden ist.

Heute morgen nun habe ich nach einem Foto gesucht, welches meinen Morgen in Istanbul beschreibt… und weil wir hier, zwar in Gayrettepe quasi nah dem Zentrum in der Riesenstadt leben, aber eben auch im Zentrum, habe ich einen „schönen“ Guten Morgen Blick vermisst und mich daran erinnert, dass ich mit meinem Werten… meinem Abwerten des Ausblicks, den ich hier habe, ich mir selbst Freude raube!

Erstmals aufgefallen ist mir dies vor zwei Jahren im Winter, als ich eines kalten Morgens durch ein frisch verschneites, nebliges Sonnenaufgangsberlin gefahren bin und mit auf der Fahrt der Atem stockte, aber nicht vor Kälte, sondern weil ich so berührt war von der Schönheit der Stadt, von der Ruhe, diesen Kompositionen aus Licht, Glitzern, Schatten, Farben… und ich habe mir gewünscht, so etwas öfter empfinden zu können und habe mich dann gefragt, warum – warum diese gleiche Strasse an einem grauer Morgen im Regen keine solchen Gefühle in mir auslösen kann. Ich habe mir an diesem Wintermorgen vorgenommen, dass ich versuchen werde – in dem jeweiligen Moment , an dem jeweiligen Ort, die jeweiligs verfügbare Schönheit für mich zu suchen und zu entdecken. Und ich habe bemerkt, dass es wirklich möglich ist, dass auch die graue Strasse ihre Schönheit hat, sie nur versteckt ist und man genauer hinschauen muss, aufmerksamer sein muss… und dann sieht man sie auch und versteckte, wunderschöne Formen entstehen und man empfindet tiefe Freude, dass man lebt und in der Lage ist, so etwas zu erleben. Und das ist dann die wahre Schönheit, die Schönheit der Realität des Augenblickes.

Und deshalb gibt es heute noch ein paar Fotos für Euch, meine Leser, zum Aufwachen… erst mein Blick aus dem Fenster in unserem Wohngebiet und dann noch ein paar Impressionen vom gestrigen Flug von Berlin nach Istanbul. Wünsche Euch einen wunderbaren, wunderschönen Guten Morgen!

Der Riesenmotor meines Türkisch Airline Airbusses… aber nur weil ich so nah ran konnte, wir sind mit dem Bus zum Flugfeld gefahren worden, eine Flugbegleiterin kam grade nach vorne.

Zwischen den Wolken nach dem Start. Und hier wirklich zwischen zwei Wolkenschichten, dieses Durchfliegen ist etwas sehr faszinierendes, auch weil das Flugzeug bei der Berührung der Wolken oft zu wackeln anfängt…

Wir sind in Tegel Richtung Westen gestartet und dann in einer grossen Linkskurve in Richtung Istanbul abgebogen, hier das Olympiastadion und der Teufelsberg im Blick…

Und wie ich so nach anderen Berlin Sehenswürdigkeiten Ausschau halte, springt mit der Schatten des Flugzeuges ins Auge, da mein Finger grade am Auslöser war, konnte ich diese ganz besondere Sekunde einfangen. Meine Facebook Follower haben dies Bild schon gesehen und auf Instagram ist das Feedback dazu mit über 300 Likes riesig…

Dann gibt’s Essen und ich hab etwas meditiert und dann geschlafen und dann ein wenig meinen ToDo Ordner im Macbook aufgeräumt und schon waren die zweieinhalb Stunden Flug um und wir setzen zum Landeanflug an, der fängt überm Schwarzen Meer an und seit einigen Monaten wird eine Landebahn quer zur Küste für die Anflüge genommen, so dass der Anflug übers Marmarameer führt. Hier fliegen wir grad über die westlichen Ausläufer von Istanbul, ganz in der Nähe unseres Sommerhauses. Die Buchten dort hinten sind noch nicht Golden Horn oder Bosphorus, sondern ist das sogn. Büyükçekmece Baraji.

Nach sehr langen 10min überm Marmarameer sind wir sehr sanft im Atatürk Airport gelandet und haben direkt neben zwei super dicker 737-800 ER geparkt, neben der uns kleiner Airbus A320 wirklich mickrig aussah. Und nach Passkontrolle und dem hier immer schnellen Gepäckband, mit Metro und Metronbüs war ich 90min nach der Landung glücklich bei meinen beiden Mädels.

Verfasst von Herr Krueger

vater · ehemann · mitgründer der moving targets consulting gmbh · services, development und support · zazen · fotografie

One Comment

  1. Hallo, tolles Blog und schöne Bilder sind dabei. Viele Grüße, Werner

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