Wir starten die Sozialisierung von Patentinformationen…

Im Economist hab ich heute morgen das hier gefunden „All computers do is fetch and shuffle numbers, but do it fast enough and “the results appear to be magic”.

Ja, genau das ist das Ziel von unserem Projekt „PINCH“. Wir wollen, dass das Ergebnis einfach magisch ist, das Ergebnis einer Patentrecherche. Das zweite grosse Ziel unseres Projektes ist es, soziales Design und Patentinformationen zu verbinden. Es soll ermöglicht werden, dass eine Gemeinschaft rund um Patente entstehen, dass man sich über Patente unterhalten und das sich das Selbstbewusstsein der Benutzer ausdrücken kann und dargestellt wird. Das klingt jetzt völlig schräg, ich merke das schon und ich gebe zu, diese Gedanken habe ich von Facebooks „Social Design Guidelines“  übernommen und ich gebe zu, dass ich genau diese Gedanken absolut faszinierend finde, ich werde sie später noch klarer zu Papier bringen.

Vorgestern auf unserem All Hands Meeting haben Henry und ich zusammen die bisherigen Ergebnisse unseres Projektes vorgestellt. Gestern konnte ich diesen Artikel hier nicht schreiben, es gab Wichtigeres. Heute nun mache ich mich mal dran, Euch einen ersten Überblick zu geben. Zur Geschichte und Motivation des Projektes gibt es später auch noch mehr, heute soll es ganz konkret darum gehen, was ihr sehen könntet, wenn ihr denn wolltet.

Also, das hier ist echt eine Übersichtsgrafik von allem, was so das Fundament unseres Traumes bildet…

Links oben die App(s) – die eigentliche heutige Webseite, die wir aktuell nur als ersten sehr frühen Start verstehen – als einen „klickbaren Prototypen“, der die Magie sichtbar machen, Feedback erzeugen und unser Momentum beschleunigen soll – im Idealfall.

Nicht mehr als 1.000 Zeilen HTML & JavaScript Code. Darunter liegen ein Elder Statesman – unser CherryPy Webserver, der eine RESTful JSON API zur Verfügung stellt, über die die gesamte Kommunikation zwischen Front und Backend abgewickelt wird. Dann PINCH, das darunter liegende Python Framework mit heute genau 11.402 Zeilen Sourcecode, das wir ganz kollaborativ in GitHub, einer „Social Coding“ Plattform, verwalten. Mit aktuell zwei Entwicklern etwas übertrieben, aber wir versuchen eben voraus zu denken. Das ganze wird komplett in AWS – Amazon Web Services gehostet und verwaltet. Wir verwenden aktuell das fantastische SOLR als Suchmaschine in einem Amazon Elastic Compute Cloud (EC2) Server. Wir speichern die ca. 1 Million von später einmal 1,4 Mrd Seiten aller jemals bisher veröffentlichten Patentschriften  in den unendlichen Weiten von Amazon Simple Storage Service (S3). Diese 1 Million Seiten sind genau die im Jahr 2010 nur in Deutschland veröffentlichten (angemeldeten und erteilten) Patente. Wir haben in S3 auch die PDF’s, XML’s und die Zeichnungen als PNG sowie zusätzlich alles als JSON Objekte abgelegt. Die Amazon SimpleDB verwenden wir – wir sind jetzt rechts oben in der Grafik angelangt – um den Import und die Indexierung der Patentdaten skalierbar und superschnell abzuwickeln sowie ebenso als Zwischenspeicher für die Anwendung selbst. Die SimpleDB ist ein einfacher Key Value Store – oder anders ausgedrückt: eine hochverfügbare und skalierbare Nicht-Relationale Datenbank (also in etwa sowas wie Lotus Notes;-).

Das wars auch schon: habe hier die Arbeit von 2 (eigentlich einem ganzen Haufen an) Leuten in den letzten 1,5 Jahren in einem Absatz zusammen gefasst!

Nun denn: probiert’s doch mal aus: thepatentnetwork.de 

Tippt irgend einen technischen Begriff ein und lasst die Magie geschehen. Wir entschuldigen uns schon mal bei Windows Explorer Nutzern. Wir mussten uns aufgrund unserer sehr begrenzten Ressourcen erst mal auf die modernen Browser konzentrieren.

What’s next?

Wir sind in dieser Woche dabei, den Elder Statesmann durch einen Young Punk zu ersetzen, der vom GMail und Friendfeed Erfinder Paul Buchheit zusammen mit Facebook veröffentlichte  Realtime Webserver Tornado wird unseren CherryPy hoffentlich ergänzen und verstärken können.

Und wir werden in dieser Woche noch eine OAuth-Anmeldung einbauen (deshalb auch der Tornado), damit wir erstens den Zugang kontrollieren und zweitens überhaupt das soziale Design erst möglich machen können.

Tiefen Dank für das Vertrauen und den Glauben ans Unmögliche an Alfred, Johannes und Richard! Ebenso tiefen Dank für die Inspiration und das geniale Design an Robert und Sarah! Ind vor allem natürlich Dank and die, die die eigentliche Arbeit gemacht haben: Super-Admin Ali, Frondtend-King Matze und Allzweckwaffe, Chefarchitekt und Senior Developer Henry das ist Euer aller Werk!

Wollt ihr wissen, wie es weiter geht? Dann folgt uns auf Twitter, abonniert den Blog (oben das RSS Logo), liked ihn auf Facebook (hier rechts der Kasten). Denn wir werden weiter berichten, von unserer ganz persönlichen digitalen Revolution, die nichts Geringeres zum Ziel hat als die Sozialisierung der Patentinformationen!

14 thoughts on “Wir starten die Sozialisierung von Patentinformationen…

  1. Nun denn: probiert’s doch mal aus: thepatentnetwork.de !!

    – ich hab’s probiert mit: m = 18175 Treffer
    t = 0 Treffer
    c = 42229 Treffer
    alle 3 Buchstaben – mtc = 14 Treffer,
    alles superschnell !!, für mich als Laien auch witzig und interessant, was sich hinter den
    Buchstaben/Abkürzungen für Patente verbergen können.
    P.S.
    „arne“ hat 25 Treffer

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