Heute nicht! Wie ihr schon bemerkt habt, schreibe ich seit ein paar Tagen mein Tagebuch hier rein… für den Beginn mit dem Hinweis im Titel „Statt Tagebuch:“ damit klar ist, hier wird geträumt, reflektiert assoziativ erzählt… wie Johnny das nennt: lautes Nachdenken, wobei ich das hier ja noch eher für mich alleine mache. Wenn Johnny da drüben laut nachdenkt, dann will er bestimmt nur ein paar Trollen den Wind aus den Segeln nehmen oder einfach nicht so ernst genommen werden oder sich vorab entschuldigen, dass er seine Gedanken nicht lange genug sortiert hat… ach, ich weiss nicht!

Heute habe ich auch geträumt, aber was privates… das gibt es! Ich lasse am Ende meiner Social Media Aktivitäten immer einen Filter drüber laufen: sollten das meine Frau, meine Tochter und meine Ma (Grüße nach Steigra;-) auch lesen können? Wenn ich das mit Ja beantworten kann, dann ist’s gut. Für die Hobbypsychologen hier, ja – das lässt tief blicken… ich ahne es! Egal, ich schreibe einfach oft, was mir in den Sinn kommt, was grad dran ist… wo meine Leidenschaft, mein Bauch, mein Geschäft mich hintreiben, was eben das Leben so verlangt, ich schreibe aber nicht für die drei Damen, sie sind einfach „nur“ mein Wertefilter.

Heute habe ich also etwas geträumt, von dem ich denken würde, dass meine drei Damen das nicht toll finden würden, wenn ich das veröffentliche. Es ging um eine Hin-und-Her Geschichte, bei der ich eine schwere Last zu tragen hatte… mehr werd ich nicht verraten.

Diese Gedanken könnte ich jetzt in zwei Richtungen weiter entwickeln: erstens vielleicht, warum mach ich das hier überhaupt und zweitens, was ist mein Verhältnis zu Privatheit/Öffentlichkeit im Internet. Ich weiss ja nicht, was Ihr als meine Leser hier so lesen wollt, ihr seid noch nicht sehr zahlreich und auch noch sehr sehr schweigsam… nur bei echten Kracherbeiträgen, hoch emotional in Szene gesetzt, wenn ich über Tage mit tiefer Kerbe im Kalender schreibe, dann wird kommentiert oder ge“like“t oder ge“shared“. Ich habe aber so eine Ahnung, ich schreibe das hier weiter erst mal nur für mich! Als meinen ganz persönlichen Ort der öffentlichen Andacht, als Platz der Ausstellung meiner Gedanken und Gefühle und Konzepte und Ideen, als Ort des Ausprobierens, meiner Art der Teilnahme an diesem revolutionären, digitalen Leben, welches durch die Vernetzung von nun über 1 Milliarde Menschen so eben alles möglich wird. Also ich werd über beides später sicher noch mehr schreiben, nur aber heute nicht…

Denn heute regnets in Istanbul, die Tanker auf dem Bosphorus scheinen Stress mit kleinen Fischerbooten zu haben, das laute, alles durchdringende Dröhnen ihrer Schiffshörner (so heisst das doch?) weht ab und zu mal zu uns hier rüber. Wir haben Tierwochenende, gestern waren wir im absolut sehenswerten, riesengrossen, nagelneuen Istanbul Akvaryum (klickt echt mal, die Website ist der Hammer und zeigt Türkisches Webdesign, at its best!).  Ich liebe es übrigens, wie die Türken ihre Fremd- und Lehnwörter so schreiben, so dass ich es auch verstehe! Und heute wollten wir eigentlich in den Zoo… das versteh ich übrigens nicht, denn Zoo heisst „Hayvanat Bahceleri“, und ich vermute mal, dass wir das ins Wasser fallen lassen werden.

Also, das wars zum Sonntag von mir für mich und nun wünsche ich allen Vielleicht-doch-Lesern hier einen wunderbaren Guten Morgen und einen herrlichen Sonntag!

PS: wurde heute zum „social-media-networking-breaking-news-reader“ erklärt, hab sehr gelacht und mich sehr gefreut… danke, Alexander, danke Jörg – this „made my day“!😉

Verfasst von Herr Krueger

vater · ehemann · mitgründer der moving targets consulting gmbh · services, development und support · zazen · fotografie

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