Seit heute Morgen sind meine Kategorien hier im Blog: Innovation, Marketing, Photos, Tagebuch und Zazen.

Und sie gefallen mir nicht! Ich habe sie gerade geändert, weil sie in diesem neuen Theme hier so prominent oben als Menü sind und nicht mehr irgendwo rechts in der Seitenleiste oder nur unter jedem Artikel ihr Dasein fristen.

Ich bin auch schon viele der früheren Posts durchgegangen und habe die umkategorisiert, aber noch nicht alle. Ich liebe diesen Prozess des Sortierens, des Entstehens eigentlich sehr. Auch wenn er mich Kraft kostet und ich mittendrin ob seiner Unberechenbarkeit einfach of frustriert bin. Ich kann nicht vorher wissen, mit wie viel Aufwand (Zeit oder Intensität) ich zufrieden sein werde. Und wie lange die dann gefundenen Struktur Bestand haben wird.

Aktuell weiss ich nur eines: ich bin Unzufrieden. Und ich bin auf der Suche nach Alternativen.

Brian Gjerstrup hat mich letzte Woche gefragt, ob ich meine Gründungsgeschichte erzählen würde, er baut grade an einem Podcast für sein Unternehmen http://startupsteps.dk/. Seit Brians ganz konkreter Frage denke ich drüber nach, warum und wie das alles eigentlich passiert ist. Und hier ist grade wieder so ein Moment von dem ich nur weiss: ich bin unzufrieden, es ist etwas nicht so, wie es sein soll. Genau so war es auch, als ich 1994 in der Bank sass und mir meine Karriere vorgezeichnet worden ist. Genau so war es 1997, als ich studieren wollte, als Freelancer arbeitete und dann doch die zweite oder dritte FSS mit gründete. Und genau so war es 2005, als ich wusste, dass ich in Strukturen fest steckte, die nicht die meinen waren und schliesslich die mtc entstanden ist. Das ist jetzt der ganz grosse Vergleich, aber…

Ob kleine oder grosse Veränderung: für mich ist die Unzufriedenheit mit dem Status Quo der Beginn von allem Neuem.

Und die Struktur und die Inhalte auf diesem Blog passen nicht, sie sind so nicht in Ordnung. Nun muss ich ausprobieren, denn ich kenn das Ergebnis noch nicht, mir fallen ein paar Beispiele ein, ich habe ein paar Vorbilder. Aber hier in diesem Blog erlaube ich es mir ausdrücklich, kein konkretes Ziel haben zu müssen.

Hier in meinem Blog habe ich fast alles allein in der Hand: hier geht eigentlich nur um Funktionen von Tools, die ich vielleicht noch nicht kenne oder beherrsche (oder um die Programmierung von neuen Funktionen, das ich bestimmt nie beherrschen werde). Das macht vieles einfacher. Ich bin oft versucht, mir auch hier Hilfe zu holen und andere Menschen um Rat zu fragen oder gar ihre Dienste in Anspruch zu nehmen. Meist führt das zu Frust! Es kann mir nämlich niemand den Prozess abnehmen, zu erfahren und zu erarbeiten, wie ich es hier wirklich haben will, wie ich es mir genau vorstelle (wann ich nicht mehr unzufrieden bin für den Moment). Es nicht so, dass ich mir hier ein konkretes Feature oder eine konkrete Funktion vorstelle, die mir fehlt und wenn ich sie hätte, dann alle meine Probleme gelöst wären.

Hier geht es vor allem um Strukturen meines Denkens, um die Felder meiner persönlichen Entwicklung.

Die gesuchte Struktur ist für mich nicht mehr als das Rezept, dass aus den vorhandenen Zutaten ein hoffentlich leckeres Gericht zaubert. Mir fällt es sehr schwer (und gleichzeitig liebe ich diese Schwere aber auch), hier die Struktur – das Rezept – zu erarbeiten…

Bernie Glassman sagt hier: „The first principle of the Zen cook is that we already have everything we need.“ und „The process of cleaning allows us to discover the ingredients that are already in this space. We begin to see the ingredients we already have.“.

Ok, also hilft Aufräumen, Durchlesen, Wegwerfen und wenn man damit fertig ist, dann kennt man seine Zutaten, dann sollte es mir leichter fallen, das passende Rezept für genau diese Situation und Stunde zu finden und dann danach zu kochen. Ich liebe diese Analogie vom Unternehmen zum Kochen, sie hinkt so erstaunlich wenig… aber leichter wird es nicht!

Nun nutze ich ein Whiteboard bei mir im Büro und ein Schreibtool hier im Macbook und erfasse die möglichen Strukturen und Varianten davon schon seit einer ganzen Weile, ab und zu schaue ich mir auch meine vorhandenen Posts an und versuch sie auf neue Strukturen zu mappen.

 

Mit unserem Socialize the Patentworld Projekt ist es auch nicht anders. Auch dort sind Strukturen, Prioritäten, Arbeitsfelder immer wieder neu zu erarbeiten – die Zutaten sind ja alle vorhanden, nur das Rezept ist anzupassen auf die jeweilige Situation. Und eigentlich ist es doch überall so…   

Verfasst von Herr Krueger

vater · ehemann · mitgründer der moving targets consulting gmbh · services, development und support · zazen · fotografie

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