Heute bin ich aufgewacht, 20min vor dem Wecker, inmitten eines intensiven, langen Traumes – zu dem ich mir sofort Notizen gemacht habe, um die lange Story nicht zu vergessen, nenn ich ihn also „InAMovie“ Traum. Würde ich jetzt beim Frühstück versuchen mich zu erinnern, wären viele Teile schon wieder verschwunden.

Interessant dabei ist, dass sofort eine Interpretation (oder Wertung und Zensur?) des Geträumten einsetzt. Ich schreibe ja schon sehr lange Tagebuch, dort passiert die Interpretation ja auch, aber auf einem anderen Niveau – auf dem von OhMeineGüte: das kann ich niemals aufschreiben, wenn das doch mal jemand findet. Aber hier ist das Finden ja eingebaut…😉

Aber zurück zum Traum, es ging um undichte Aktionen, um Phänomene mit Löchern, Handlungen die nicht rein sind. Das Konzept habe ich aus Kapitel 11 von Thich Nhat Hanhs „Transformation at the Base“.  Vorsicht, das Buch ist ein Kompendium der buddhistischen Psychologie, der Nur-Manifestations Schule des Mahāyāna Buddhismus, des einzigen mit dem ich mich näher beschäftigt habe. Aber ich schweife schon wieder ab…

Es ging darum, dass ich eine Lösung für die (in meinem Traum!;) nicht bezahlten Steuern meines Benz‘ finden und diesen nach Hannover bringen wollte, zu einem kleinen Bungalow, um ihn dort zu verstecken. Es ergaben sich alle möglichen Arten von Schwierigkeiten, die ich daraufhin in Spielfilmlänge durchlebte. Der Bungalow lag mitten im Wald, mein Benz hätte ein Jeep sein müssen, also kam ein Radlader und machte den Weg frei. Die Nachbarn – sie waren zahlreich trotz Wald – ergaben dann das nächste Problem, mindestens mit Dreien musste gesprochen werden. Zum Glück war einer davon Pyro, ein Freund aus längst vergangenen Tagen in Halle (Saale) und ich war gerettet, aber kurz vorm Aufwachen fiel uns ein: die Politessen sind in Hannover besonders arbeitseifrig. Hätte ich ihn doch auf den Bauernhof von Stefan gestellt, da wäre er sicher… oje, ihr merkt schon, ich hatte Stress! Und ich hab schon ein paar Details, Farben und Ausschmückungen weggelassen.

Es ging also um die anstrengenden und schweren Folgen von undichten Aktionen…  es könnte sein, das das daran lag, dass ich ja letzte Woche am Freitag die ersten Informationen über unser Projekt hier eingestellt habe. Mit mein Freund Michael sprach ich gestern kurz darüber, dass mit mehr Öffentlichkeit und Transparenz auch mehr Aufmerksamkeit kommt. Also, was machen die Wettbewerber und Konkurrenten eigentlich nun mit diesen Informationen? Und es gibt nicht nur gute, uns positiv gesinnte und denkende Menschen. Und wie gehe ich mit Ignoranz, Kritik, Gegenwehr und Ablehnung eigentlich um? Diese Gedanken erzeugen Angst!

Was mich aber sofort sehr beruhigen kann und mir meine Angst fast völlig nimmt, ist genau dieses oben erwähnte Konzept der reinen und unreinen Aktionen.

Dazu ein Zitat aus dem Buch, welches mir schon seit seiner Entdeckung sehr geholfen hat:

But if we can realize that the true nature of a wave is water, our fear will dissolve (…). The wave does not have to become water-it already is water.

Thich schreibt hier davon, dass wir sind, was wir sind – ob wir es nun wahr haben wollen oder nicht. Wir können auch nichts werden, was wir nicht sind. Wenn wir die Distanz zwischen unseren Erwartungen und der Realität verringern können, dann gewinnen wir Zeit und Glück und verlieren unseren Stress und Angst.

Und dann noch:

Purified action does not calculate the amount of work required, or the glory and benefits that may accrue. It arises naturally from insight and freedom. For this reason, the happiness brought about by a purified action is much greater, because it is liberated and not based on external signs.

Und  auch mein Traum hat mir das wieder in aller Deutlichkeit gezeigt – unreine Aktionen bringen nix! Also, ihr da Draussen: 1. es verursacht Euch nur Ärger wenn ihr das Design oder das Konzept klaut! Und 2. wenn ihr es vor uns schafft, mit dieser Idee die Patentwelt zu revolutionieren: ich bin der erste Gratulant!

So, das ist gesagt! Nun bleibt nur noch, Euch allen einen wunderschönen Start in den neuen Tag zu wünschen…

Mein Frühstück im Durak Bufe

Verfasst von Herr Krueger

vater · ehemann · mitgründer der moving targets consulting gmbh · services, development und support · zazen · fotografie

One Comment

  1. […] mir viele Dinge ja oft als Gut verkauft, die es einfach nicht sind. Es kommt dabei entscheidend auf die Intention unserer Handlungen […]

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