Heute habe ich geträumt, aber einige Inhalte sind nicht zitierfähig, deshalb hab ich mir gar nicht die Mühe gemacht, den Traum zu merken. Und ich habe doch etwas weniger als die angestrebten 7h geschlafen, war gestern Abend sehr unruhig, Aleyna war ein paar mal wach und wollte kuscheln… aber dann auch weil ich Google+ neu entdeckt habe und mich an einer interessanten Diskussion über eBooks bei Kathrin Passig beteiligt habe und hier auch übers Bloggen in WordPress oder Google+ von Sascha Lobo und Kathrin Passig und mir.

Auch weil ich am frühen Abend erfahren habe, dass wieder ein toller Mensch gestorben ist, den ich sehr schätzte und verehrt habe und der meine Entwicklung voir allem 2001-2005 unglaublich beeinflusst hat. Dabei hatte ich gerade die CBS 60min Videos mit dem Steve Jobs Biographen Isaacson angeschaut. Ich halte hier kurz an und atme eine Minute nur ein und aus… …und auch Du lebst weiter, in mir!

Und auch heute morgen ging für mich die Sonne wieder auf, wenn auch hinter Wolken.

Wie jeden morgen meditiere ich – 20 min Sitzmeditation oder ZaZen… ich erzähl heut wieder mal ein wenig darüber. Seit ca 2 Jahren schaffe ich das fast täglich, es gehört mittlerweile dazu wie das morgendliche Duschen, wenn ich früh nicht sitze, fühle ich mich etwas unruhiger während des Tages. Wenn ich früh nicht dusche, fühle ich mich nicht so sauber wie sonst… das Sitzen ist eigentlich ganz einfach, trotzdem hat es bei mir ca. 4 Jahre gedauert, bis ich diese tägliche Gewohnheit entwickeln konnte. Während ich sitze, versuche ich an Nichts zu denken, ausser meinen Atem zu zählen: beim Einatmen Eins, beim Ausatmen Zwei… beim Einatmen Drei, usw bis 10, dann wieder von vorn. Wenn mir ein Gedanke kommt, dann fange ich gleich wieder von vorne bei Eins an zu zählen. In unserer westlichen Zivilisation gibt es auch viele meditative Rituale, keines ist für mich so wirkungsvoll, so entspannend und gleichzeitig Kraft gebend, mich zu mir zurück bringend, wie dieses einfache Sitzen. In einer Mail habe ich vorgestern dies hier geschrieben:

Wenn ich allein bin und mir meine Träume nicht merken kann, dann bin ich meist im Stress und sollte wieder etwas mehr meditieren, das ist so ein Indikator für mich, ob ich in meiner Mitte bin oder nicht… ich organisiere mit einem Freund zusammen schon seit ich glaub 5 Jahren, einmal im Jahr einen ein wöchigen Retreat mit einem an Zenklöster angelehnten Alltag der Achtsamkeit in einem Ferienhaus irgendwo im Wald (entweder Romo oder bei Rheinsberg). In diesen Wochen habe ich angefangen, ein Tagebuch früh zu schreiben und ich habe bemerkt, wie unglaublich viel ich träume und erinnere, wenn ich alle Ablenkungen abgeschaltet habe und wir nur meditieren und gemeinsam Kochen und Aufräumen als Arbeitsmeditation oder Spazieren gehen als Gehmeditation.

Diese eine wiederholte Woche im Frühjahr, hat es mir unter anderem erst ermöglicht, diese Gewohnheit des täglichen 20-minütigen Sitzens zu entwickeln. Gleichzeitig habe ich vor knapp drei Jahren aufgehört, Alkohol zu trinken und Zigaretten zu rauchen. Eigentlich wollte ich nur mit dem Rauchen aufhören, weil der Wein zum Essen einfach dazu gehört und überhaupt ein Kulturgut ist, das doch einfach sehr gut schmeckt und in Maßen sogar die Gesundheit fördert, die Franzosen leben länger als wir Deutsche und trinken sogar Mittags schon Wein, schon die alten Griechen usw und so fort. Aber weil ich betrunken immer wieder angefangen habe, Zigaretten zu rauchen, dachte ich so bei mir – wenn Du nicht trinkst, steigen die Chancen mit dem Rauchen aufzuhören gewaltig. Und nach ein paar Wochen war ich so stolz und fühlte mich als Nichttrinker als etwas Besonderes, viel mehr als als Nichtraucher, dass ich dabei blieb, keinen Alkohol mehr zu trinken. Vor allem als Folgendes am Vorabend einer Tagung der Patentszene passierte, in der Leipziger Moritzbastei wurden „59 Bier und 1 Wasser für Arne“ bestellt. Das war für mich ein Schlüsselerlebnis. Seit diesen Tagen im Frühjahr 2009 habe ich auch angefangen, täglich zu meditieren… mit einem Kater geht das irgendwie nicht und nach einer Morgenzigarette erst recht nicht. So hängt alles irgendwie zusammen, wenn man sich etwas Zeit nimmt, darüber nach zu denken.

Und nun wünsche ich Dir und mir noch einen sonnigen Tag!

 

Verfasst von Herr Krueger

vater · ehemann · mitgründer der moving targets consulting gmbh · services, development und support · zazen · fotografie

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s