Ford startet #Fiestagram am Montag…

Nächsten Montag, am 10. Oktober startet Ford Deutschland einen Fotowettbewerb auf Instagram. An sich ja eigentlich nichts wirklich weltbewegendes, aaaaber…

1. ist es der erste echte Fotowettbewerb in der gerade mal ein Jahr alten Instagram Community eines grossen Autoherstellers und der erste mit so richtig vielen echten Preisen.

2. wurde ich von Fords Social Media Team gefragt und ich habe nach langen Millisekunden des Überlegens dann doch „ja“ gesagt und sitze nun überglücklich und total gespannt in der Jury für Deutschland und darf damit mit abstimmen, wer jeweils Wochengewinner wird.

3. wird am Ende unter allen Teilnehmern dann ein echter Fiesta verlost, denn der Wettbewerb findet gleichzeitig auch noch in Italien, Frankreich und Spanien statt.

Milos Willing von trendlupe.de und Sebastian Lang, Redakteur bei CHIP FOTO-VIDEO, sitzen mit mir in der Jury, wir wurden sogar hier schon offiziell vorgestellt.

Der Fotowettbewerb läuft 6 Wochen bis zum 30. November, wöchentlich können Fotos zu einem bestimmten Thema eingereicht werden, jeweils Mittwoch um 9:30 GMT endet die wöchentliche Challenge, der Gewinner wird dann jeweils zwei Tage später am Freitag bekannt gegeben.

In dem Video hier wird kurz und knackig erklärt, wie es funktioniert.

Mehr Informationen dazu gibt es auf www.facebook.com/fordindeutschland und auf in Instagram und auf der www.facebook.com/fordfiesta findet das alles statt. Ihr braucht nur ein iPhone zum Mitmachen. Meldet Euch auch gerne bei mir hierhier oder hier oder noch besser unten in den Kommentaren, wenn ihr Fragen oder Anmerkungen habt.

Für mich ist es das erste Mal, dass ich bei so etwas mitmache, dass ich mit einer so grossen Agentur arbeite, dass ich in einer Jury sitze, dass ich Teil einer Social Media Kampagne eines Weltkonzerns bin.

Abgesehen davon, dass ich mit Michael und anderen tollen Instagramern zusammen, schon ab und zu mal Fotos für Fotobüchern auf instachallenge.com zusammen ausgesucht habe, ist das für mich etwas komplett Neues und ich freu mich sehr auf die Erfahrungen, die ich dabei sammeln kann und auf das Feedback zu der Aktion und den Entscheidungen!

Ich bin echt erstaunt, dass aus meiner eher privaten Leidenschaft für Photos und neuen Technologien, die von den meisten ja eher als Spielerei oder oft sogar als Zeitverschwendung abgetan wird – so etwas Ernsthaftes entstehen kann. Erst die Instagram Austellung in der Espressolounge, die zu tollem, überwältigendem Feedback hauptsächlich im Bekanntenkreis und bei den Gästen des Cafes geführt hat. Und nun das hier: ein fast Job als Juror… ist doch der Hammer!!!

PS: Disclosure – ich bin dankbar, dass ich für die Teilnahme als Juror eine Aufwandsentschädigung bekomme (und dass, obwohl ich einen fast 11 Jahre alten Mercedes-Benz C280 fahre, das finde ich echt super von Ford;-)

Statt Tagebuch: Ich habe einen Traum…

Heute habe ich einen meiner OnTheRoad-Träume gehabt, bei denen man ständig unterwegs ist. Das coolste war die düsengetriebenen Sommerskier, aber der Reihe nach…

Ich erinnere mich an ein Haus in dem ich eine Wohnung hatte mit meinen beiden Mädels Seda und Aleyna. Und in der Nachts Betrunkene randalierten und die Briefkästen demolierten und anzündeten. Oha, nur weg da! In einer Tiefgarage habe ich den alten Volvo eines Bekannten gezeigt bekommen. Und wie es im Traum so ist, voll logisch schaltet die Szene um zu einer Tankstelle. Wir parken den Wagen, tanken ihn, die Szene wiederholt sich, diesmal scheine ich etwas vergessen zu haben und Aleyna will es unbedingt holen, ich fühle mich unwohl, aber sie tippelt alleine los und… klar, sie kommt nicht wieder. Ich also los, sie holen, finde sie zum Glück auch gleich, dass hätte zum Albtraum werden können.

Dann sitze wir natürlich nicht in dem Volvo nach Hause, als die Szene wieder umschaltet, sondern… na? Richtig, in einem Flugzeug voller Menschen und wir versuchen auf der Landstrasse und durch den Wald voranzukommen. Immer schön auf die Flügel aufpassen, der Kapitän hat echt Augenmass, ich bewundere seine Fahrkünste eine ganze Weile lang, auch Träume ziehen sich manchmal. Wir müssen unseren Timeslot für den Abflug nach Hause erreichen, es ist nun mehr ein Reisebus voller Menschen und Taschen, eine ältere Dame vor mir klappt Ihren Sitz nach hinten, so dass ich kaum Platz habe, Seda will mit mir den Sitz tauschen, geht ja nicht, dann hätte sie keinen Platz, also laufe ich ein wenig rum in dem Bus mit Flügeln.

Dann – is ja auch klar – landen wir in einem Stau kurz vor dem Flughafen. Jede Menge Flugzeuge und andere Fahrzeuge wollen alle auch dort hin. Ich darf aussteigen und vorlaufen… mach ich auch! Ich laufe richtig weit nach vorne und als der Stau sich löst, kommt – voll logisch für diesen Traum – mein Flugzeug natürlich nicht.

Aber dann passiert es endlich, der Kapitän kommt auf seinen Sommerskiern mit Sitz und Düsenantrieb angefahren, um mich einzusammeln. Er hätte ja schliesslich persönlich die Verantwortung für seine Fluggäste. Ich steige auf und versuche meine Füsse aus dem Abgasstrahl zu halten, an meinen Hacken spüre ich die Abgaswärme, als er losfährt, es ist richtig cool. Wir erreichen den Flugzeugbus in einem riesigen Flugzeughangar, wir müssen wieder warten, haben natürlich unseren Timeslot nach Hause verpasst.

Ich bekomme die Skier zum Verstauen im Bus in die Hand gedrückt, ich wüsste schon – dort hinten wo die Klimaanlage sei, da gehören sie hin. Und Sie sind noch ganz warm und praktisch gefaltet wie ein Campingtisch. Ich will unbedingt die Rotoren des Mini-Düsenmotors fotografieren, ich kann mein Handy rausholen, leider ist nicht mein iPhone, ein Mitreisender ist so freundlich, die Skier zu halten, so dass ich die Rotoren fokussieren kann. Leistung: 2 ME/h und max 150km/h steht auf dem Rand, boah, wie irre! Ich kann die Skier noch zusammenklappen und wegpacken, dann wache ich auf… was für eine Reise?! Guten Mooooorgen!

Wir starten die Sozialisierung von Patentinformationen…

Im Economist hab ich heute morgen das hier gefunden „All computers do is fetch and shuffle numbers, but do it fast enough and “the results appear to be magic”.

Ja, genau das ist das Ziel von unserem Projekt „PINCH“. Wir wollen, dass das Ergebnis einfach magisch ist, das Ergebnis einer Patentrecherche. Das zweite grosse Ziel unseres Projektes ist es, soziales Design und Patentinformationen zu verbinden. Es soll ermöglicht werden, dass eine Gemeinschaft rund um Patente entstehen, dass man sich über Patente unterhalten und das sich das Selbstbewusstsein der Benutzer ausdrücken kann und dargestellt wird. Das klingt jetzt völlig schräg, ich merke das schon und ich gebe zu, diese Gedanken habe ich von Facebooks „Social Design Guidelines“  übernommen und ich gebe zu, dass ich genau diese Gedanken absolut faszinierend finde, ich werde sie später noch klarer zu Papier bringen.

Vorgestern auf unserem All Hands Meeting haben Henry und ich zusammen die bisherigen Ergebnisse unseres Projektes vorgestellt. Gestern konnte ich diesen Artikel hier nicht schreiben, es gab Wichtigeres. Heute nun mache ich mich mal dran, Euch einen ersten Überblick zu geben. Zur Geschichte und Motivation des Projektes gibt es später auch noch mehr, heute soll es ganz konkret darum gehen, was ihr sehen könntet, wenn ihr denn wolltet.

Also, das hier ist echt eine Übersichtsgrafik von allem, was so das Fundament unseres Traumes bildet…

Links oben die App(s) – die eigentliche heutige Webseite, die wir aktuell nur als ersten sehr frühen Start verstehen – als einen „klickbaren Prototypen“, der die Magie sichtbar machen, Feedback erzeugen und unser Momentum beschleunigen soll – im Idealfall.

Nicht mehr als 1.000 Zeilen HTML & JavaScript Code. Darunter liegen ein Elder Statesman – unser CherryPy Webserver, der eine RESTful JSON API zur Verfügung stellt, über die die gesamte Kommunikation zwischen Front und Backend abgewickelt wird. Dann PINCH, das darunter liegende Python Framework mit heute genau 11.402 Zeilen Sourcecode, das wir ganz kollaborativ in GitHub, einer „Social Coding“ Plattform, verwalten. Mit aktuell zwei Entwicklern etwas übertrieben, aber wir versuchen eben voraus zu denken. Das ganze wird komplett in AWS – Amazon Web Services gehostet und verwaltet. Wir verwenden aktuell das fantastische SOLR als Suchmaschine in einem Amazon Elastic Compute Cloud (EC2) Server. Wir speichern die ca. 1 Million von später einmal 1,4 Mrd Seiten aller jemals bisher veröffentlichten Patentschriften  in den unendlichen Weiten von Amazon Simple Storage Service (S3). Diese 1 Million Seiten sind genau die im Jahr 2010 nur in Deutschland veröffentlichten (angemeldeten und erteilten) Patente. Wir haben in S3 auch die PDF’s, XML’s und die Zeichnungen als PNG sowie zusätzlich alles als JSON Objekte abgelegt. Die Amazon SimpleDB verwenden wir – wir sind jetzt rechts oben in der Grafik angelangt – um den Import und die Indexierung der Patentdaten skalierbar und superschnell abzuwickeln sowie ebenso als Zwischenspeicher für die Anwendung selbst. Die SimpleDB ist ein einfacher Key Value Store – oder anders ausgedrückt: eine hochverfügbare und skalierbare Nicht-Relationale Datenbank (also in etwa sowas wie Lotus Notes;-).

Das wars auch schon: habe hier die Arbeit von 2 (eigentlich einem ganzen Haufen an) Leuten in den letzten 1,5 Jahren in einem Absatz zusammen gefasst!

Nun denn: probiert’s doch mal aus: thepatentnetwork.de 

Tippt irgend einen technischen Begriff ein und lasst die Magie geschehen. Wir entschuldigen uns schon mal bei Windows Explorer Nutzern. Wir mussten uns aufgrund unserer sehr begrenzten Ressourcen erst mal auf die modernen Browser konzentrieren.

What’s next?

Wir sind in dieser Woche dabei, den Elder Statesmann durch einen Young Punk zu ersetzen, der vom GMail und Friendfeed Erfinder Paul Buchheit zusammen mit Facebook veröffentlichte  Realtime Webserver Tornado wird unseren CherryPy hoffentlich ergänzen und verstärken können.

Und wir werden in dieser Woche noch eine OAuth-Anmeldung einbauen (deshalb auch der Tornado), damit wir erstens den Zugang kontrollieren und zweitens überhaupt das soziale Design erst möglich machen können.

Tiefen Dank für das Vertrauen und den Glauben ans Unmögliche an Alfred, Johannes und Richard! Ebenso tiefen Dank für die Inspiration und das geniale Design an Robert und Sarah! Ind vor allem natürlich Dank and die, die die eigentliche Arbeit gemacht haben: Super-Admin Ali, Frondtend-King Matze und Allzweckwaffe, Chefarchitekt und Senior Developer Henry das ist Euer aller Werk!

Wollt ihr wissen, wie es weiter geht? Dann folgt uns auf Twitter, abonniert den Blog (oben das RSS Logo), liked ihn auf Facebook (hier rechts der Kasten). Denn wir werden weiter berichten, von unserer ganz persönlichen digitalen Revolution, die nichts Geringeres zum Ziel hat als die Sozialisierung der Patentinformationen!

Morgens um 10 über Istanbul…

Ich musste einfach noch mal auf den Sapphire Tower hochfahren, hier gibt’s auch ein Cafe, hier kann man auch sitzen und auch arbeiten! Schönes Wetter, sanfter Wind, warme Sonne, ein dunstiges Istanbul im Oktober von Oben…

Dann noch der Aufzug, dass musste auch sein! Seit letztem Sommer hatte ich das Glück für die Schindler AG in der Schweiz arbeiten zu dürfen, leider ist hier ein OTIS verbaut, ein Schindler Highspeed Elevator wäre sicher noch viel schöner und schneller gewesen, aber trotzdem muss man sich das mal anschauen, wie schnell man sich 230m in die Höhe bewegen kann. Das ist auch ne Wahnsinns Technologie, einfach mal drüber nachdenken und dann kurz inne halten und die Leistung der Ingenieure an erkennen. Das muss ja erst mal auf die Reihe kriege, dass sich ein paar Tonnen so fix hoch und runter bewegen…

Und hier noch ein paar Bilder, für diejenigen denen beim Video schauen schlecht wird oder eigentlich einfach so, weil’s so schön ist!

Ich war wieder ganz, ganz oben – nochmal zwei Treppen von der Aussichtsplattform hoch geklettert, aufs Oberdeck sozusagen. Dort hatte sich grad jemand zum Fenster putzen abgeseilt. Der Blick geht auf Gayrettepe und Besiktas, die Strasse dort unten führt zum Bosphorus runter, der im Dunst hinten gerade noch so zu erkennen ist.

Hier zur anderen Seite geschaut, vorne der Schatten des Istanbul Sapphire, des Hochhauses auf dem ich grade stehe und hinten ein nagelneues Riesenstadion am ausfransenden Stadtrand von Istanbul.

Tja, und das hier ist der Blick von meinem Laptop an dem ich den Artikel grad hier geschrieben habe.

Statt Tagebuch: In Istanbul aufgewacht…

Auch heute habe ich geträumt, einen schönen Traum, einen Arbeitstraum – wie ich das nenne, ich hab irgendein Alltagsproblem im Traum durchgespielt, ganz entspannt und relaxt bin ich dann 5 min vor dem Wecker aufgewacht. Heute in Istanbul.

Ich bin ja seit Juni 2010 am Pendeln zwischen den Welten, meine Familie lebt hier und meine Arbeit lebt in Berlin… der Henry hat mir gezeigt, dass es funktionieren kann, er pendelt zwischen London und Berlin seit  bestimmt schon 6 Jahren, das gab Zuversicht. Die Rhythmen habe ich oft gewechselt, um heraus zu finden, welcher am besten zu uns passt. Es gar nicht so einfach, hier in der Türkei gibt es drei Monate Sommerferien Juli-September hatte Aleyna keinen Kindergarten und Seda kein Studium. Nun, heute hat meine Istanbul Woche begonnen, nach den Sommerferien, versuche ich eine Woche hier und eine Woche in Berlin zu sein, das scheint ganz gut zu funktionieren. Aufgrund der Ticketpreise ist es besser, wenn ich in der Woche fliege – so habe ich mir den Donnerstag ausgesucht, dann kann ich drei Tage am Stück im Berliner Büro sein und wenn ich nächste Woche wieder lande, dann habe ich auch noch einen Tag im Büro und dann habe ich zwei Tage, um allein zu sein. Was für mich auch eine sehr, sehr wertvolle Zeit geworden ist.

Heute morgen nun habe ich nach einem Foto gesucht, welches meinen Morgen in Istanbul beschreibt… und weil wir hier, zwar in Gayrettepe quasi nah dem Zentrum in der Riesenstadt leben, aber eben auch im Zentrum, habe ich einen „schönen“ Guten Morgen Blick vermisst und mich daran erinnert, dass ich mit meinem Werten… meinem Abwerten des Ausblicks, den ich hier habe, ich mir selbst Freude raube!

Erstmals aufgefallen ist mir dies vor zwei Jahren im Winter, als ich eines kalten Morgens durch ein frisch verschneites, nebliges Sonnenaufgangsberlin gefahren bin und mit auf der Fahrt der Atem stockte, aber nicht vor Kälte, sondern weil ich so berührt war von der Schönheit der Stadt, von der Ruhe, diesen Kompositionen aus Licht, Glitzern, Schatten, Farben… und ich habe mir gewünscht, so etwas öfter empfinden zu können und habe mich dann gefragt, warum – warum diese gleiche Strasse an einem grauer Morgen im Regen keine solchen Gefühle in mir auslösen kann. Ich habe mir an diesem Wintermorgen vorgenommen, dass ich versuchen werde – in dem jeweiligen Moment , an dem jeweiligen Ort, die jeweiligs verfügbare Schönheit für mich zu suchen und zu entdecken. Und ich habe bemerkt, dass es wirklich möglich ist, dass auch die graue Strasse ihre Schönheit hat, sie nur versteckt ist und man genauer hinschauen muss, aufmerksamer sein muss… und dann sieht man sie auch und versteckte, wunderschöne Formen entstehen und man empfindet tiefe Freude, dass man lebt und in der Lage ist, so etwas zu erleben. Und das ist dann die wahre Schönheit, die Schönheit der Realität des Augenblickes.

Und deshalb gibt es heute noch ein paar Fotos für Euch, meine Leser, zum Aufwachen… erst mein Blick aus dem Fenster in unserem Wohngebiet und dann noch ein paar Impressionen vom gestrigen Flug von Berlin nach Istanbul. Wünsche Euch einen wunderbaren, wunderschönen Guten Morgen!

Der Riesenmotor meines Türkisch Airline Airbusses… aber nur weil ich so nah ran konnte, wir sind mit dem Bus zum Flugfeld gefahren worden, eine Flugbegleiterin kam grade nach vorne.

Zwischen den Wolken nach dem Start. Und hier wirklich zwischen zwei Wolkenschichten, dieses Durchfliegen ist etwas sehr faszinierendes, auch weil das Flugzeug bei der Berührung der Wolken oft zu wackeln anfängt…

Wir sind in Tegel Richtung Westen gestartet und dann in einer grossen Linkskurve in Richtung Istanbul abgebogen, hier das Olympiastadion und der Teufelsberg im Blick…

Und wie ich so nach anderen Berlin Sehenswürdigkeiten Ausschau halte, springt mit der Schatten des Flugzeuges ins Auge, da mein Finger grade am Auslöser war, konnte ich diese ganz besondere Sekunde einfangen. Meine Facebook Follower haben dies Bild schon gesehen und auf Instagram ist das Feedback dazu mit über 300 Likes riesig…

Dann gibt’s Essen und ich hab etwas meditiert und dann geschlafen und dann ein wenig meinen ToDo Ordner im Macbook aufgeräumt und schon waren die zweieinhalb Stunden Flug um und wir setzen zum Landeanflug an, der fängt überm Schwarzen Meer an und seit einigen Monaten wird eine Landebahn quer zur Küste für die Anflüge genommen, so dass der Anflug übers Marmarameer führt. Hier fliegen wir grad über die westlichen Ausläufer von Istanbul, ganz in der Nähe unseres Sommerhauses. Die Buchten dort hinten sind noch nicht Golden Horn oder Bosphorus, sondern ist das sogn. Büyükçekmece Baraji.

Nach sehr langen 10min überm Marmarameer sind wir sehr sanft im Atatürk Airport gelandet und haben direkt neben zwei super dicker 737-800 ER geparkt, neben der uns kleiner Airbus A320 wirklich mickrig aussah. Und nach Passkontrolle und dem hier immer schnellen Gepäckband, mit Metro und Metronbüs war ich 90min nach der Landung glücklich bei meinen beiden Mädels.

Statt Tagebuch: Alles anders…

Manchmal wacht man auf, hat geträumt und duscht und packt die Tasche für die Abfahrt und stellt den Timer für die Meditation und schaut ganz kurz in Instagram rein und sieht Bilder, liest die Unterschrift und alles ist anders…

Ich habe meine Newton MessagePad 2000 hervorgeholt und angefasst, habe an Andreas Becker gedacht, meine damaligen Kollegen, der mir gezeigt hat, dass ich meinem Beruf auch wirklich einen Apple benutzen kann und dann an diese Rede hier, die mich mehr beeindruckt und beeinflusst hat, als ich heute weiss. Diese Rede berührt mich jedesmal, wenn ich Sie anschaue, ganz tief! Sie gibt mir unglaubliche Kraft und Zuversicht.

You can’t connect the dots looking forward; you can only connect them looking backwards. So you have to trust that the dots will somehow connect in your future. You have to trust in something — your gut, destiny, life, karma, whatever. This approach has never let me down, and it has made all the difference in my life.

Und es haben sich Punkte aus meiner Vergangenheit verbunden: ein grandioses Scheitern vor 7 Jahren fand seinen Abschluss mit einem Podcast und einem Vortrag und dann hat mein Interesse für die Crowdsourcing Thematik dazu geführt, dass ich Åsmund wieder getroffen habe… er hatte einfach nur geschrieben „I’ve been thinking about getting in touch with you for a while, as I realize from the fraction of an impression the social media gives me that we have quite a bit in common.“ und „we use storytelling to connect people to people, people to projects and hearts to hearts, with the modest purpose of changing the world“ und es machte auf einmal alles Sinn.

Und dann sagt Steve in seiner Rede das hier darüber, als er mit 30 aus seiner eigenen Firma gefeuert worden ist:

The heaviness of being successful was replaced by the lightness of being a beginner again, less sure about everything. It freed me to enter one of the most creative periods of my life.

Das ist genau das, was mir in den letzten Jahren mehr und mehr klar geworden ist. Vor allem auch die Zen Buddhisten haben mir hier die Augen geöffnet und die richtige Worte gefunden: Bernie Glassman sagt in seinen Instructions to the Cook „Babies dont read books about walking or go to walking seminars. They just stand up, take a step, and fall down.“. So wie das Hinfallen zum Aufstehen gehört, so gibt es ohne Verlust kein Gewinnen.

Your time is limited, so don’t waste it living someone else’s life. Don’t be trapped by dogma — which is living with the results of other people’s thinking. Don’t let the noise of others‘ opinions drown out your own inner voice. And most important, have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary.

Und schliessen möchte ich jetzt mit Worten von Thich Nhat Hanh: „die tränen, die ich gestern vergossen habe sind zu regen geworden“. Gute Reise – Steve!

Statt Tagebuch: Starting something…

Heute hab ich auch geträumt, aber diesmal ging es um die Vergangenheit und um Menschen… ich bin aufgewacht mit einem Gefühl des älterwerdens und des weiter schlafen wollens: auf einem Messestand einer Partnerfirma von früher, der Wahl&Co aus Hannover, einem sehr gross gewordenen Handwerker, war ich von den Kollegen eingeladen und durfte das Essen probieren, es war so wie ich mir Oktoberfest vorstelle… beim Wachwerden dann habe ich mich an Herrn Wahl erinnert und wie ihm langweilig wurde, als er im Meeting mit mir seine Ziele nicht erreichen konnte und aufstand, sich mit anderen Verpflichtungen entschuldigte und einfach ging.

Ein intensiver Tag liegt vor mir, schau ich mal nicht weiter zurück. Heute gibt’s unser monatliches All Hands Meeting, schon das 21. Monatstreffen unserer Firma (das erste fand in dieser Form am 3. Februar 2010 statt – nicht zurückschauen fällt schwer;).

Und heute im All Hands werden wir den Startschuss für unser cloud-basiertes Patentnetzwerk geben. Wir sind schon mitten drin in einem hoch kreativen Prozess, dessen Ziel es ist Soziale Netzwerke und Patentinformationen zu verbinden. 

Seit ca. einem Jahr haben wir schon so viel gedacht, konzipiert und strukturiert und auch programmiert… und heute haben wir erst ca. 1% von dem fertig, was wir fertig haben wollen. Aber heute ist auch der Tag, an dem ich anfangen werde, diesen Prozess des Entstehens unseres Patentnetzwerkes hier öffentlich zu begleiten. Das Ergebnis des Prozesses kenne ich selbst nicht und ich gebe zu, ich habe grosse Angst, das Falsche zu tun, aber alles ist besser als nichts zu tun.

Der Zweifel war immer mein Begleiter, weil der Weg zur Zufriedenheit über den Umweg des Zweifels führt. –Udo Samel in „Ich habe einen Traum“ zeit.de, 2004

Ich schaue auf Alexanders contractix.de und auf Marcels quotefm.de und so viele andere grossartige Startups, die ich in den letzten Monaten beobachtet habe wie zB ifttt.com und auch thebirdy.com und vergleiche uns und zweifle, verzweifle fast. Aber dann: einfach ein- und ausatmen, lächeln und hier weiter tippen. Man zweifelt ja immer nur an sich selbst, denn man glaubt zu wissen, dass man noch besser hätte sein können… aber es geht einzig um „die Erfüllung der Forderung der Stunde“ und „ich bin nicht andere Menschen“!

Doing something, starting something, making a gesture in some direction always enlarges the amount of time. The more you do, the more time you have –Bernard Glassmann, Instructions to the Cook, 1997