Statt Tagebuch: Frischer Start…

Istanbul, 8:13, Tag 49

Heute habe ich die Bundespräsidentin getroffen und mich mit ihr unterhalten. Nach kurzem angeregtem Gespräch, dessen Thema ich leider beim Duschen vergessen habe, unterhielt ich mich wieder mit einem älteren Herrn, der schnell ging und mir dann beim Wiederkommen als der ehemalige Innenminister der DDR vorgestellt wurde. Ich hatte ihm erzählt, dass ich noch eine alte Schreibmaschine besitze und er brachte mir als Gastgeschenk eine weitere sehr alte Schreibmaschine mit, die ich im Traum in allen Details inkl. kreisrunder Beispielausdrucke einer herrlich klaren Typographie bewunderte. Der Raum wurde zu einem engen Arbeitszimmer, rechts neben der Tür mein Schreibtisch, eine Schreibtischlampe die einzige Lichtquelle. Den Monitor musste ich verschieben, so dass mein Mauskabel nicht lang genug war für bequemes Arbeiten, ich konnte mich nicht zwischen Verlängerungskabel oder kabelloser Maus entscheiden und wachte vor dem Wecker auf.

Gestern war ein ruhiger Tag mit  spiritueller Blogoröh… weiss auch nicht genau warum, aber die beiden Artikel wollten raus, eigentlich könnte ich auch mal wieder mehr über Software, Internet, Tools oder auch unser tolles Socialize the Patentworld Projekt schreiben, es ist ja nicht so – dass ich damit irgendwie weniger beschäftigen würde, wenn ich hier morgens oder am Wochenende viel anderes rein schreibe. Der Blog hier wird mehr und mehr zu meiner gedanklichen Drehscheibe, was hier nicht steht, mach ich nicht… das existiert nicht. Und ich merke, wie ich beim Schreiben hier, erst Gedanken und Konzepte entwickele. Es ist lautes Denken, aber in Ruhe für mich allein mit sofortigem Publikumseffekt mit der Möglichkeit einer öffentlichen Reaktion. Hier stehen kaum noch fertige Artikel, es ist alles work in progress, alles nur noch Werkstück. Will ich mehr in eine bestimmte Richtung, denke ich im zweiten Moment schon darüber nach, ob und wie ich darüber schreiben kann. Fast alle meine Tätigkeiten werden in ein paar Millisekunden meiner Gedankenzeit darauf überprüft, ob und wie ich darüber schreiben kann. So freu ich mich schon auf Luzern nächste Woche, weil ich dann darüber hier berichten kann und dort oben vielleicht stehen wird: Luzern, 6:31, Tag 61.

Ich habe gestern mein herrliches aber grad krankes Macbook Pro aufgeräumt, der Bildschirm ist am unteren Rand fleckig geworden. Das war so wie der Sonntagsputz früher, man startet das Backup und muss warten, so wie man die Waschmaschine voll räumt und dann anstellt und wartet. Wenn das Backup durch ist, dann kommt der Moment der Neuinstallation. Muss die Bettwäsche runter? Sollen die Bezüge ab von den Sitzen im Trabbi? Ja, aber Apple wartete ihre Service Webseiten und so musste ich mich kurz gedulden… ohne Internetverbindung lässt sich Apples MacOS nicht installieren, was schon heftig für mich Veteranen ist, der jahrzehntelang Betriebsysteme ausschliesslich mittels Datenträgern installiert hat. Dann habe ich mich für einen Frühjahrsputz entschieden, das heisst… alles raus und einzeln, nach dem Putzen wieder rein, kein Restore from Time Machine, sondern Einzelinstallation ohne Müll und Schrott. Nur die Software, von der der ich heute – jetzt – denke, sie in Zukunft zu benutzen. Kein MindJet Mindmanager mehr, weil ich mindmeister.com besser finde und nur noch das benutzt habe, in den letzten Monaten. Kein MS Word mehr, weil ich einfach keine Words mehr erstellt habe im letzten halben Jahr. Gar keine Software mehr drauf, die ich nicht oder kaum benutze, da wird grundsätzlich dagegen entschieden… erst mal warten, wann ich sie wieder brauche, dann kann ich sie immer noch nach installieren. Solche Gedanken mache ich mir nicht bei meinen 90GB iPhone Bildern und Filmen, meinen 70GB Musik und meinen 12GB Dokumenten, von denen kommt alles drauf. Bei denen wird nichts weg geworfen, sondern nur durch neue Strukturen Ordnung geschaffen. Nun ist mein Macbook jedenfalls frisch und sauber, die Flecken am Bildschirm sind geblieben, da wird nun ein letztes Backup gezogen und dann kann ich es beruhigt zur Reparatur schicken. Wenn es mit leerer Platte zurück kommt, habe ich keinen Stress, sondern kann innerhalb weniger Stunden ein nagelneues, frisches, aufgeräumtes System aus dem Backup wieder herstellen und benutzen.

So, nun aber… frisch und aufgeräumt starte ich in die neue Woche und wünsche Euch allen einen ebenso herrlich klaren Start!

2 thoughts on “Statt Tagebuch: Frischer Start…

  1. ne mischung aus rudloff-schäffer mit vier f und frau schavan… war aber auch irgendwie neutral, war nur klar, dass das die präsidentin ist. danach war auch klar, dass der ehemalige innenminister der ddr präsident geworden ist… traum halt. 😉

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