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Angekommen…

Berlin, Bergmannkiez, 7:17, Tag 56

Heute Nacht habe ich lustlos geträumt, als ob mein Kopf keinen richtigen Spass am Träumen hatte: ooch, was könnte man denn so träumen? Weiss auch nicht… vielleicht ein Schwimmbad, und was könnten wir denn da machen? Hach, weiss auch nicht… lass uns mal wieder rausgehen, ertrinken ist heut nicht, auf Albtraum hab ich irgendwie auch keinen Bock. Vielleicht ein künstliches Dorf? Laufen wir mal ein wenig rum. Na, wie ist die Stimmung jetzt, auch nicht besser, oder? Manno, weiss doch auch nicht… vielleicht ’ne Konferenz, aber drei Tage lang? OK, ganz so schlimm war es nicht, aber es hat sich um 6 beim Aufwachen ein wenig so angefühlt, irgendwie leer, ohne Spannung, Intensität, Gefühl.

Vielleicht deshalb, weil ich gestern Abend während des Tatortes noch Minecraft gespielt hab. Ich spiele das Spiel und dabei entleert sich mein Kopf, ich lerne mich in diesen Welten zu bewegen, trainiere meine Geschicklichkeit, entdecke Neues aber gleichzeitig leert sich mein Kopf. Vom Tatort hab ich nur dessen erzieherischen Bemühungen im Kopf, Vorurteile, Klischees und eigentlich doch ’nur‘ ein Beziehungsdrama, die Tat eines Verrückten, wie einfach… hab aber nur den Ton gehört, meine Augen waren bei Minecraft beschäftigt.

Dann habe ich zur Strafe heute morgen 40m meditiert. 😉 Habe beim Tee zubereiten daran gedacht, welche Gewohnheiten ich ändern möchte. Ein paar fallen mir ein, bei denen ich weiss, dass sie mir nicht wirklich gut tun, ich sie aber noch nicht ändere, der zeitweilige Kontrollverlust beim Spielen gehört übrigens dazu. Dann habe ich über meine Vorliebe nachgedacht, ab 7 hier in der Espressolounge zu sitzen… und dass ich gerne zeitig aufstehe und mal probieren werde, so zeitig wie möglich aufzustehen und die Zeit bis um 7 nicht zu lesen oder schon zu arbeiten oder hier zu schreiben, sondern die Zeit zu meditieren. Den Morgen in Achtsamkeit beginnen, nicht mit Unterhaltung, Ablenkung oder bereits mit Arbeit, die bei mir ja mit Informationskonsumtion und -produktion verbunden ist.

Ein weiterer Gedanke heute morgen beschäftigte sich mit Strategien und Ehrlichkeit, also der Einsicht, dass man (also bei ihm ist es mir speziell aufgefallen) im Nachhinein alles(!) als strategisch geplant hinstellen kann. Eine interessante Methode der Selbsteinschätzung, bzw. -überhöhung. Und dass man mit allem, was man macht oder ins Netz schreibt, versuchen kann, Geld zu verdienen (was mir vor allem bei ihm aufgefallen ist). Aber dass ich die Blogs viel lieber mag, von denen die Macher nicht allein leben müssen, bei denen nicht jeder Klick berechnet – strategisch geplant – ist, sondern die dazu da sind, das Leben des Schreibers zu illustrieren, zu kolorieren und so eher indirekt zum Lebensunterhalt beizutragen.

Heute nehme ich mir etwas mehr Zeit, hier zu schreiben, ich denke das liegt an seiner motivierenden Bemerkung, vielen Dank. Denn ich muss heute noch eine neue Entdeckung festhalten, die der Sechs Vollkommenheiten, von denen ich gestern bei Bernie Glassman gelesen habe. Und jetzt, da ich das geschrieben habe und ich zwischendurch drei meiner Kollegen Guten Morgen wünschen konnte, ist der richtige Zeitpunkt vorbei. Ich werde später oder nie über die sechs Paramitas schreiben…

Aber kein Tagebuch ohne ein paar Bilder, hier von gestern…

Erst die neu eröffnete Lounge am Istanbuler Attatürk Flughafen, mit einem 130 Jahre alten Olivenbaum, einem schönen selbstspielenden Flügel und wunderbarem Essen, und genau dem Publikum, welches man sich in diesen Lounges vorstellt… ich suche mir schnell eine ruhige Ecke und verhalte mich unauffällig und geniesse den Luxus einfach.

Dann liebe ich es ja, aus dem Flugzeug zu fotografieren… hier die Boing kurz nach dem Verlassen der Wolkendecke. Der Moment, wenn man durch die obersten Wolkenschichten fliegt, ist immer wieder atemberaubend.

Ein wenig später, weiter oben, stand die Sonne günstig für einen Flugzeugregenbogen. Ein Phänomen, welches man manchmal beobachten kann. In der Mitte des Regenbogens leider auf dem Foto nicht zu erkennen, fliegt noch der Schatten des Flugzeuges mit…

Und zum Schluss noch mein Berliner Guten Morgen Bild, heute wie fast immer in Berlin um 7 über die Markthalle fotografiert und zu dunkel fürs iPhone…

Wünsche dankbar lächelnd allen Lesern hier einen tollen Start in die neue Woche!

  1. Philipp #

    Frühaufsteher sind mit ja suspekt 😉

    Gefällt mir

    28. November 2011
  2. Andersartigkeit ist Dir also suspekt, Philipp… *mhhh* 😉

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    28. November 2011

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