Ursache oder Wirkung…

Istanbul, 9:44, Tag 89 und letzter Tag in 2011

Heute habe ich von einer Wohnung geträumt, meine beiden Süssen waren mit dabei, es war eine Ferienwohnung, wie für Bauarbeiter, die einen riesigen Kanal bauen sollen, mit Schiffen, die einen Fluss vertiefen und den Schlamm und Sand mit riesigen Staubsaugern in Tankschiffen abtransportieren. Wir sind eingezogen, ausgezogen und sind wieder eingezogen, es gab einigen Reiseanteil zu den Baggern, zu einer Strasse und wieder in die Wohnung zurück im Traum. Die Schlussszene ist noch klar: Ich sehe vor dem Fenster ein kleines Flugzeug aus Holz oder gar Papier, es trudelt, stürzt ab – während ich gerade mein GutenMorgenBild schiesse und kracht direkt auf der Kreuzung vor der Wohnung in den Vorgarten eines der angrenzenden Häuser. Ich versuche, zu helfen oder wenigstens Fotos zu machen, kann aber den Schlüssel nicht finden um die Wohnung verlassen zu können, ich frage meine Mädels, die nur mit den Schultern zucken, ich überlege fieberhaft, wo der sein könnte und durchsuche real und im Kopf die fünf wahrscheinlichsten Stellen, mir fällt CNN ein, mit ihren iReportern und der Nachricht gestern, dass zwölf(!) Fotografen von CNN in US entlassen worden sind und das die ja trotzdem gleich da sind, wenn ich mich nicht beeile und den Schlüssel finde… ich geb’s schliesslich auf, werde wohl nicht helfen oder kein Bild machen können und wache auf.

Eigentlich ist heute Zeit für einen Jahresrückblick, aber ich habe gar nichts vorbereitet. Könnte ja mal meinen Kalender durchgehen und wenigstens die Highlights raussuchen… mhh, immer die zwei wichtigen je Monat sollte reichen, oder?

Der Januar fängt bei uns immer mit dem mtc Jahresauftakt und den mtc Strategietagen an.

Im Februar ging es richtig los mit dem Amazon AWS Projekt fürs EPO und den Vorbereitung der Fotoausstellung Instahbit und nem privaten Umzug weg von Stralau zurück in den Bergmannkiez.

Der März ist der Monat unseres Zazen Retreates und ich konnte eine Vortrag auf der Jahrestagung der Patentinformationszentren halten, dabei habe ich auch Aachen und den Dom entdeckt.

Im April ging es bei Schindler im Projekt Redesign Technolgie und Wettbewerbsmonitoring in die heisse Phase und ich habe die re:publica genossen.

Der Mai, ein Reisemonat: Sony in Salzburg kennen gelernt und beim EPO München unser AWS Projekt vorgestellt und die NEXT11 Konferenz kurz besucht.

Im Juni dann, meine erste Podiumsdiskussion, unsere 5×5 Teamstaffel und unser mtc Sommerfest mit meiner ersten wirklichen Rede (so mit Script und gleichzeitiger Veröffentlichung im Blog!). In der Rede ist das erste Halbjahr 2011 ja auch schon ganz gut zusammengefasst!

Der Juli war der Urlaubsmonat, wir haben unser Sommerhaus nach über 15 Jahren wieder beziehen können, haben lieben Freunden aus Berlin zwei Wochen lang Istanbul und Strand gezeigt. Parallel hatte ich einen Anfall von Excel, was zu neuen Sheets für unsere Kennzahlen und die Personalkosten führte.

Im August startete PINCH und unser DEPAROM Webstore und ich hörte in Oslo von Change Attention und war platt. Es gibt wirklich Menschen, die auch so stark lieben&leiden und danach handeln… und irgendwie zu allem passend, ein intensiver Sonntag in der Bahnhofsmission.

Der September war bestimmt durch einen Vortrag auf einer „entrepreneurs engineer the future“ Konferenz in München und durch einen über (Miss)erfolg für den BVMW.

Im Oktober fand die EPOPIC statt, eine tolle Konferenz in Kilkenny, dort konnte ich vor einem Vizepräsidenten des EPO unsere Socialize the Patentworld Ideen vortragen. Ausserdem startete dieses Tagebuch Projekt hier am 4.10. und auch noch meine Photojury Tätigkeit für FORD.

Der November, der Monat des Crowdsourcings. Habe einen Vortrag für die AGM Sitzung über dieses spannende Thema vorbereitet und gehalten, unser 6. Vertriebspartnertreffen fand parallel dazu und auch noch eine Betriebsprüfung.

Im noch laufenden Dezember, die erste arbeitsreiche Woche, mit BP Schlussbesprechung und letztem Allhands, ersten Rückblicken und Planungen für den Januar, Abschluss diverser Projekte und dann New York mit einem Wiederauffrischen, Vertiefen der Beziehungen zu unseren Bekannten dort, die alle auch im IT, Banken und Pharmaumfeld tätig sind.

Boah, ist Zeit ist schnell verflogen… es war wieder ein so intensives, schnelles weil so volles Jahr für mich. Ich bin so dankbar für all die tolle Unterstützung, die herrlichen Erlebnisse und Momente mit meiner Familie, meinen Freunden und Kollegen – D A N K E S C H Ö N !

Irgendwie kann ich ja immer nicht daran glauben, dass der Grund von allem nur in mir liegen soll. Ich mach doch gar nichts… 😉 Vielleicht liegt hier ein Vorsatz für 2012: eine noch stärkere Verantwortung für mein Leben und Bewusstsein für meine gestalterische Kraft zu entwickeln.

Nun wünsche ich allen einen wunderbaren Rutsch und einen fantastischen Start ins Neue Jahr und verabschiede mich ein- und ausatmend mit einem Lächeln für heute!

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