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Meine Motivationsmaschine…

Bad Saarow, 7:22, Tag 95

Heute geträumt vom Fliegen im Flugzeug, Landeanflug über einer Stadt, eher Istanbul als Berlin, sehr tief waren wir… meine Füsse berührten die Häuserspitzen, ich schaute erschrocken in Richtung Cockpit. Der nächste Anflug war auch interessant, wir waren sehr hoch und der Kapitän ging unglaublich schnell in einer sehr engen Spirale nach unten und landete vorbildlich auf kleinstem Raum, zwischen den Häusern. Ich steige aus, bin unter dem Flugzeugrumpf, die Techniker haben schon das Triebwerk zur Wartung von seiner Ummantelung befreit. Meine Tochter schaut sich das ganz genau an, es ist nur noch etwas warm und sehr lang und auseinandergezogen, als ob alle jedes Einzelteil mit 2cm Abstand voneinander in der Luft schweben, der Wecker klingelt, ich wache auf.

Auch heute bin ich sehr müde beim Aufwachen.

Ich möchte gerne die vielen, herzlichen Weihnachts- und Neujahrsgrüsse erwidern. Habe mir die Karten mit persönlichen Worten in die Tasche gepackt und trage sie seit Montag mit mir herrum und erzeuge mit so selbst ein schlechtes Gewissen. Ich schaffe es natürlich nicht, den Fokus von der Veranstaltung hier zu lösen. Dazu kommen noch ein paar wichtige und schöne Mails, für deren Beantwortung ich mich auch gerne Zeit nehmen würde. Aber es ist grade nicht dran!

Das Loslassen des schlechten Gewissens, ist eine wirkliche Übung für mich. Auf der seinen Seite dieses: „nun reiss Dich doch zusammen, Du schaffst das schon, nur noch ein bisschen mehr anstrengen, gestern Abend hättest Du statt zu Lesen einfach noch was machen können, statt hier zu schreiben, könntest Du auch antworten, Du weisst, da geht noch mehr… etc. usw. … was in mir das Gefühl erzeugt, nicht gut genug zu sein. Und dann doch die Erkenntnis, wenn ich zB noch im Skiurlaub wäre, würde doch (fast) jeder verstehen, dass er keine Antwort kriegt. Ich hätte eine Superausrede – bin noch im Urlaub – und das krasseste: ich hätte kein schlechtes Gewissen.

Wie meine innere Energiequelle, meine Motivationsmaschine, funktioniert würde ich zu gerne verstehen… und ich würde so gerne meine Ängste und Sorgen und die Vergleiche transformieren und nicht mehr als Energiequelle benutzen (müssen).

Also in etwa so: ich sehe, dass da diese Gefühle da sind, ich sehe wo sie herkommen, akzeptiere, dass sie in mir sind, dass sie ich sind, aber ich folge nicht diesem Impuls des Gefühls und mach mich selbst schlecht, sondern freue mich einfach noch mal über die Karten…versteht ihr? So wäre das doch schön und richtig…

Gestern haben wir nach dem Mittagessen eine halbe Stunde „Verdauungsspaziergang“ gemacht.

Ich hab das Gehmeditation genannt und gemacht, was ich liebe: Fotografiert.

Und allen, die mir geschrieben haben, die an mich gedacht haben und sich fragen, warum ich nicht antworte… all denen widme ich diese Bilder und wünsche ich verbunden mit einem Lächeln einen wunderbaren Tag!

 

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