We create a likable world…

Berlin, 8:04, Tag 105

Es schneit in Berlin.

Und heute habe von zwei Laser Druckern in Kellern geträumt, der eine hatte kein Papier mehr. Und der andere Drucker schickte ihm selbständig welches. Das Papier wickelte sich um das Kabel und drehte sich so, dass es immer am Kabel entlang den Weg zum anderen Drucker nahm… das war vielleicht schräg! Und ich wachte eine Stunde vor dem Wecker kurz auf. In der dann folgenden Sequenz träumte ich von 10 Playstations, die durch den Zoll gebracht werden. Der Zöllner fragt: Na, was wollen sie denn mit dem Supercomputer? Und dann war Krieg, komische Leute mit Vorderladern, nur eine Salve musste man überstehen. Ich versuchte D.R., den Kommandanten, zu überzeugen sich taktisch etwas vorzubereiten. Aber zum Glück klingelte der Wecker, bevor die Büchsen fertig geladen waren…

Heute angeregt von einem Fundstück aus meiner Facebook Timeline:  „The Facebook Eye“ mache ich mir Gedanken über die Veränderung unserer Wahrnehmung und unseres Bewusstseins durch Technologie.

Vor 100 Jahren durch Fotografie und heute durch die soziale Netzwerke. Viele nehmen Dinge in der realen Welt nur durch eine Brille wahr: wie und wann poste ich das auf Facebook? So, wie ein Fotograf seine Welt nur noch in Motiven für seine Fotos einteilt. Wir erzeugen uns heute eine „likable world“:

Simply, I have been trained to see the world in terms of what I can post to the Internet. I’ve learned to live and present a life that is „likeable.“

Der Autor des Essays hat die Brücke zur Fotografie geschlagen: wie ich auch schon von Trey Ratcliff hier gesprochen habe, der zB sagt, dass ein Schwarz Weiss Fotograf eher Formen, Linien und Schatten sieht, während jemand der in Farbe fotografiert, eher Licht, Sättigung und Farbverläufe in seiner Umwelt erkennt.

Ebenfalls wird erwähnt, dass sich durch die Eisenbahn unser Empfinden für Geschwindigkeit massiv verändert hat… dabei erinnere ich mich daran, gelesen zu haben, dass viele Menschen grosse Angst vor Gehirnkrankheiten oder Lungenentzündungen hatten, wenn sie sich schneller als 70km/h bewegten (der Vmax eines Pferdes).

So, wie viele heute Angst haben, dass ihre persönlichen Daten missbraucht werden oder dass soziale Beziehungen verkümmern – die Leute nicht wirklich Leben – wenn sie nur noch in ihre Smartphones schauen und ständig überlegen, wann und wie sie es auf Facebook, etc. posten können.

Aber klar, es stimmt:

We have a different attachment to our present when we are not concerned with documenting.

Durch meine Beschäftigung mit Fotografie in Verbindung mit Sozialen Netzen wie Instagram oder Facebook, Twitter, Tumblr verändert sich meine Sicht auf meine Umwelt natürlich massiv. Wir haben aber immer eine sich konstant veränderte Wahrnehmung unserer Umgebung! Das ist abhängig von unendlich vielen Faktoren, hauptsächlich aber von unseren Gewohnheiten. Wir werden zu dem, was wir regelmässig denken und tun!

Den Unterschied macht Aufmerksamkeit oder Bewusstsein. Wenn ich mir bewusst mache, was ich hier gerade tue… denn nun mache ich eine Verbindung zu einem ganz ähnlichen Artikel von Leo Babauta:

Remember that we become good at what we repeatedly do, and what we do repeatedly can be done consciously. It’s when we’re conscious that we are truly alive.

Also, einmal ein- und ausatmen, lächeln und sich so mit dem Moment verbinden und dabei einfach nur klar machen, was man gerade tut! Da reicht schon und damit wünsche ich einen tollen Start in die neue Woche!

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