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Entdecken, Teilen, Mögen…

Berlin, 7:54, Tag 107

Heute mein Traum: im Parkhaus ein gläserner Fahrstuhl nach unten… begleitet von einer extrem fordernden Person, den Schlüssel des Mietautos bei der Rezeption des Hotels abgeben und den Eingang des Clubs finden, habe aber etwas vergessen im Kofferraum, und wieder zurück mit vielen schrägen Gedanken und Gefühlen… und endlich aufgewacht.

Ein ruhigerer Tag steht bevor, das Nachzuräumen, was gestern liegen blieb. Es wurden dann ja doch sechs Treffen, aber sehr wichtige und auch schöne… und alle anders, als beabsichtigt und erwartet. Das liebe ich immer mehr an meinem Leben, es ist nicht planbar, nicht kontrollierbar. Man kann es nur annehmen, so wie es kommt. Man kann seine Erwartungen haben, jeder plant doch, Planung ist wichtig, aber wenn der geplante Moment auftaucht und anders ist, ihn dann lächelnd anzunehmen und das tun, was dran ist! Und nicht das, was dran sein sollte… nicht kämpfen, um den Plan von gestern zu erfüllen, sondern einfach das Sehen, was heute ist.

Unsere Gesellschaft ist so voller Regeln und Gesetze und heimlichen, unausgesprochenen Dingen, die – erst wenn nicht befolgt, beachtet oder ignoriert – zu intensivem, wunderschönem Kontakt mit dem wahren Leben führen.

Ooookeeh, heute gibt es noch drei Anregungen aus dem „Curated Content ist der Megatrend 2012“-Universum (danke Matze, für den Link).

Erstens das vor allem in US stark gehypte Pinterest:

Eigentlich „nur“ Listen von Bildern und Webseiten, die man sich an eine virtuelle Pinwand klebt und mit seinen Freunden teilen kann.

Ein mit 37,5 Mio $ „wellfunded“ Team von 14 Leuten in Paolo Alto, versucht sich an organize and share things you love. Ein sehr hoher Frauenanteil bei den Nutzern und schon 11 Millionen monatliche Besucher in der noch einladungsbasierten, geschlossenen Betaversion sind die bisherigen Erfolge.

Und die zweite Anregung ist eine ganz ähnliche Webseite: WeHeartIt mit dem Motto: discover and share your favorite images from the web. Viel ist nicht rauszukriegen über die Macher oder Hintergründe der Site. Nur eine Adresse in Berkeley, ich habe keinen Namen, kein Team, keine Story gefunden, auch spannend. Wenn da jemand von Euch mehr finden kann, wäre ich über einen Hinweis in den Kommentaren/per PM dankbar.

Dann als dritte Anregung: ganz neu, erst seit gestern draussen, ein Video von wunderkit.com, der neuen Idee des Berliner Startups 6Wunderkinder, die mittlerweile 11 sind und u.a. vom Skype Mitgründer Niklas Zennström mit zuletzt 4,2Mio$ mitfinanziert werden.

Das Motto: a new way to organize your life.  

Haut mich nicht um, wie auch schon Wunderlist nicht, das erste Produkt der Berliner. Im Grunde genommen eine nett gemachte ToDo Listenverwaltung für Teams. Trello.com, OmniFocus oder Any.Do (mit make things happen übrigens die mit dem genialsten Claim!) sind die meinen Augen innovativeren, besseren und schöneren GTD Lösungen, augenblicklich jedenfalls.

Aber, wie die 6Wunderkinder ihr Reality Distortion Field aufbauen, ist ziemlich spannend zu beobachten. Sie haben sich in der Berliner/Deutschen Startup Szene bereits einen Namen mit indirekter Kritik an der Klonefabrik der Samwer Brüder gemacht. Die kritische Welle an Berichten über „Kopieren als Geschäftsmodell“ und den Managementstil im Samweruniversum ist von TechCrunch nun auch bei Spiegel Online angekommen, aber das ist ein anderes Thema.

Und heute habe ich wieder mal wehmütig lächelnd an Stralau denken müssen, der Sonnenaufgang war ganz sicher grossartig dort…

Aber der hier ja auch, oder? Wünsche einen tollen Tag!

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