Monat: Februar 2012

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Grossartig, verdrehte Welt…

Oslo, 6:00, Tag 149

Sogar heute habe ich geträumt, aber ich bin mitten drin aufgestanden, um zum Flughafen zu fahren, und kann mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern. Sitze nun schon vorm Gate und warte aufs Boarding.

Der Tag der „What if…“ Konferenz gestern war voller fantastischer Eindrücke, dass ich es hier kaum beschreiben kann. Es gab noch keine Zeit, um irgend etwas davon zu verdauen, alles ist noch sehr frisch, an der Oberfläche.

Seht ihr das Segelschiff? So fühlt sich das alles grade an. Ich erkenne die Umrisse im Dunst, im Nebel… bei dem Bild geht die Sonne grade unter, ich glaube der Nebel ist heute morgen noch der gleiche gewesen, denn nur Sonne löst den auf.

Berlin, 9:04, Tag 149

Habe Michael Herrndorfs Tschick nach dem Sonnenaufgang im Flieger oben weiter-, und dann eben unten in der U-Bahn fertig gelesen. Das ich diesen Knaller noch nicht früher entdeckt hatte! Dabei lese ich seinen Blog immer tief berührt, erschrocken und fasziniert doch schon sein ein paar Monaten.

Ich bin so müde, dass ich vorhin dachte, ich schaff das Boarding nicht. Wir sind im schlanken, schnellen Embraer hochgezogen und ich schaute beim Eindösen aus dem Fenster, kurz vorm Sonnenaufgang wurde ich wacher und wacher. Nach diesem Bild hier, war an Schlaf nicht mehr zu denken…

Denn von wegen Sonnenaufgang: unten orange leuchtend und oben grau blau… was ist das nur für eine grossartig, verdrehte Welt!

Und damit lass ich das jetzt hier mal, nehm noch einen Schluck Ingwer Tee und wünsch Euch allen einen ganz tollen Tag…

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What if… you do what you love?

Oslo, 7:42, Tag 148

Habe toll geträumt. Aber als ich das realisierte, habe ich nichts aufgeschrieben. Und so war dieser eine Traum beim richtigen Aufwachen einfach verschwunden. Ich habe ihm lange nachgefühlt und gewartet, ob noch irgend eine kleine Szene wieder kommt… ich hab wenig geschlafen und bin ein wenig erkältet. Auch wenn er verschwunden ist, mit solchen Träumen kann mir nichts passieren.

Zuerst übersetze ich eine Einladung von meinem Freund Asmund, die er für die erste, heute hier stattfindende What if… geschrieben hat:

Ich träume von Neuem…
Ich träume von der Freude am Kreieren…
Ich träume von sozialem Unternehmertum…
Ich träume von Bedeutung…
Ich träume von Leidenschaft…
Ich träume von sozialem Wandel…
Ich träume von Technologie…
Ich träume von Bewegung…
Ich träume von Inspiration…
Ich träume von Werten…
Ich träume vom Machen…
Ich träume von Grün…
Ich träume von Nachhaltigkeit…
Ich träume von Zusammenarbeit…
Ich träume…

Was ist… wenn jeder eine sinnvolle Arbeit hat. Was ist… wenn Armut Geschichte ist. Was ist… wenn globale Erwärmung ersetzt wurde durch auswgegene biologische Vielfalt. Was ist… wenn der öffentliche und private Sektor zusammen arbeitet und eine Gesellschaft erzeugt, die wir uns wünschen und von der wir träumen, mit einer inspirierenden und mannigfaltigen Bewegung, die soziale Unternehmer und Erfinder, Technologie, Kultur einschliesst.

Und was ist… wenn das nicht nur visionärer Worte wären, sondern Wirklichkeit, echte Möglichkeiten, eine nahe Zukunft, bei der Du selbst mithelfen kannst?

Am 28. Februar 2012 findet mit What if… die erste einer Reihe von monatlichen Veranstaltungen statt, ein Treffpunkt ein Marktplatz, eine Möglichkeit sich mit inspirierenden Menschen zu verbinden, die alle denken, dass grosse Gedanken auch grosse Veränderung bewirken können. Was wenn… es ein Mittagessen gibt, bei dem wir soziale Erneuerung und Synergien schaffen, über alle Grenzen, Ideologien und Vorstellungen hinweg.

Denn seit letztem Sommer werde ich tagtäglich immer mehr und mehr Teil von Change Attention. Einer Bewegung, die auf einer ganz einfachen Frage basiert:

Was liebst Du? Fühle es, handle danach!

Und dabei träumte ich heute von Stille und Ruhe, davon anzukommen. Ich träume, dass wir in Ruhe erkennen können, dass wir alles haben, was wir brauchen. Dass wir – wenn wir ruhig und still sind – spüren, wie glücklich wir sind.

Wenn ich die Frage stelle, berührt sie die Stille in den Menschen. Denn Was liebst Du? ist keine Frage, für die man nachdenken kann, um sie zu beantworten. Und was ist… wenn Du nur noch das tust, was Du liebst…? In dieser kurzen Stille, in dieser einen Millisekunde Ruhe, die auf diese Frage folgt… dort liegt für jeden auch die Antwort.

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Vorfahrt hat man nicht, man bekommt sie gewährt…

Berlin, 7:11, Tag 147

Habe geträumt, richtig viel und lange. Vom Kindergarten meiner achsoüssen Aleyna, bin mit ihr dort, am Meer. Aber erst mal Mittagsschlaf, auf den Boden legen, Augen zu, die Decke zu kurz, wegdösen, aufwachen, können wir schon baden gehen? All die anderen Szenen, obwohl ich sie mir in der Dusche selbst erzählt habe: einfach schon verschwunden.

Immer wieder Montags kommt die Entschlusskraft, bei dieser Masse an Themen und Möglichkeiten und dann startet die Planung der Woche… so bleibt die erste Zeile des Blogposts eine Stunde lange mahnend offen, während ich die Post mache, Flüge buche, Hotels reserviere, Termine bestätige und -absage. Ich bin so sehr versucht, in Stress zu geraten und dann… dann erinnere ich mich doch: Arne, freu Dich auf die Woche. Doch, Du schaffst alles. Das ist doch nur meine Energie, und ich spüre meine Kraft!

Wenn man eine Erkenntnis hat, eine Einsicht, Idee, Lösung für eine Anforderung, oder gegenüber einer Erwartung. Wenn man eine Antwort hat auf eine Herausforderung. Oder wenn man die Mittel findet, einen Mangel zu beseitigen… fühlt sich das immer toll an, richtig und wichtig! Man möchte sofort anfangen, es machen, tun, jetzt losrennen, es anderen erzählen, macht mit, es ist doch alles soo klar, seht ihr das nicht?

Meist kommt dann eine Rote Ampel in irgendeiner Form daher, die uns zum Stoppen bringt, und zwingt anzuhalten und erst mal abzuwarten.

Immer nur für ein paar Sekunden, aber dieser Impuls: mhhhh, wenn das Licht von Grün auf Gelb schaltet… das ist wieder so ein Zeitpunkt, so eine Millisekunde, in der man die Wahl hat: ärgern oder freuen. Je knapper scheinbar die Zeit, je später man dran ist, je mehr man zu tun hat, um so wichtiger ist es, sich an der Roten Ampel nicht zu ärgern.

Eine Rote Ampel heisst doch nicht, dass man nicht fahren könnte, sondern nur, dass man Andere zuerst fahren lässt.

Deshalb übe ich seit vielen Jahren schon, immer wenn ich eine Rote Ampel sehe, etwas ganz einfaches: ich lächele über mich und meine Ungeduld und dann atme ich bewusst einmal ein und aus…

Wünsche Euch einen ganz tollen Start in die neue Woche!

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Es gibt die eine Millisekunde, in der eine Entscheidung möglich ist…

Berlin, 8:58, Tag 146

Auch heute wieder geträumt, ein kurzer Party Traum in Eiseskälte, alles war eingefroren, wir froren, wir liefen über Eis herum, ich unterhielt mich kurz mal hier und dort, viele Details sind schon vergessen, aber es war ein intensiver Traum. Eine Sequenz  mit S. ist noch etwas da, es geht um die Gründung eines Startups: wer nichts einbringt, darf nicht mitmachen, habe ich jemandem gesagt, der gar nicht mitmachen wollte.

Das Training erfordert viel Aufmerksamkeit, erzeugt viel Spannung, beschäftigt meinen Geist, regt meine Phantasie an. Es gibt eine extrem viel Input vom Trainer und auch von und mit den anderen. Während der Morgenmeditation, die ich seit ein paar Wochen ab und zu auf – für mich und meinen Alltag extreme – 50min ausdehne, kommen zu Beginn ganz viele Ideen zur Verbesserung der Dramaturgie, des Scriptes meiner Präsentationen. Als ob mein Unterbewusstsein Antworten sucht und gibt.

Beim Sitzen erlebt man direkten Zugang zu seinem Unterbewusstsein. Ich schliesse die Augen, zähle meinen Atem. Dabei achte ich auf das Atmen selbst. Es beginnt an der Nasenspitze, die klitzekleinen Sensorhaare dort registrieren als erstes die Luftbewegung meines Einatmens. Das ist der Beginn einer fast unendlichen Tiefe von Achtsamkeit, von Aufmerksamkeit und ständigem Fragen Und dann…, und dann…, und dann… wie bei einem Fractal öffnet sich in jedem betrachteten Detail eine komplett neue Welt.

Plötzlich tauchen zwischen oder neben all diesen Wahrnehmungen Gedanken auf. Manchmal verschwinden sie noch während des gleichen Atemzuges wieder und manchmal bleiben sie und verschieben das Atmen wieder ins Unbewusste.

Das nächste sind Impulse, als ob mein Wille – eine andere Ebene des Bewusstseins – sich meldet: der Impuls die Augen zu öffnen oder wenn ich mit offenem Augen meditiere, sie zu schliessen, sie zu bewegen, mich zu bewegen, auf zu stehen, die Zeit zu kontrollieren. Wenn ich in dem Thema bleibe, dann entstehen Impulse, die Aufgaben erledigen zu wollen, etwas aufschreiben zu wollen, etwas bestimmtes sagen, mailen zu wollen. Selten gebe ich Impulsen nach, selten unterbreche ich mein Sitzen, um Stichworte zu notieren… meist bleibe ich sitzen.

Es gibt die eine Millisekunde, in der eine Entscheidung möglich ist. Und das ist eine der ganz grossen Erfahrungen meiner Meditationspraxis: die Erkenntnis, dass egal wie stark der Impuls, die Entschlossenheit auch ist, egal wie stark das auftauchende Gefühl von was auch immer dabei ist, wenn ich Sitzen bleibe, mich nicht bewege, dann kann ich meine Aufmerksamkeit zurück auf den Atem lenken: wieder zurück finden zum Atem, zum Beginn, zum Zählen, zum Ein- und Ausatmen, wieder spüren, dass ich doch nur sitze, nur atme…

Und mit einer neu entdeckten Spiegelung verabschiede ich mich nun in den Sonntag!

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Über das DDR Futterbewertungssystem…

Berlin, 9:10, Tag 145

War viel wach heute Nacht, habe geträumt, aber alles beim Duschen vergessen. Heute schreibe ich etwas später, bin heute morgen zum ganz ruhigen Wochenend Lesen, -schreiben und -arbeiten ins Cafe gekommen und mit mir kam Richard, der Möbeltischler an, wenig später auch noch Klaus, ein ganz langjähriger Freund und wir unterhielten uns über das Startgeräusch des DC 180, über Porsche Traktoren im Westen und Russen Traktoren im Osten, über Mistfahren, traditionelle Landwirtschaft, Do-Nothing-Farming, das Ende der Globalisierung, die Überlegenheit von Netzwerken gegenüber klassischen Organisationsformen und über die Überwindung des dualistischen Denkens… dann ging Richard und es kam G. mit seinem Sohne im Tragetuch und wir landeten nach kurzem Warmup und einer vermutl. völlig am Thema vorbei gehenden Diskussion über Self-Enhancement vs. Self-Verification beim neuesten Stand unserer KPI Excels von empty sea.

So was ist mir ja eigentlich schon immer viel zu viel, ich bin kein Morgenmensch, deshalb stehe ich ja so zeitig auf, damit ich in den ersten Stunden des Tages niemandem über den Weg laufen muss. Ich glaub, ich muss das Cafe wechseln, Ruhe ist was anderes.

Hab jetzt noch eine Stunde, bis ich zu meinem (Kommunikations/-Präsentations-Trainer) Training darf… mhhh, ach dann fang ich doch mal an, die kleine Geschichte von früher zu erzählen.

Als ich grade 16 geworden bin, ist meinem Vater auf der Transitautobahn eine Kiste mit einem Schneider PC1640 des Klassenfeindes vor den Lada gefallen, der einen Platz in der LPG unseres Dorfes erhielt. Es sind zwei Jahre bis zum Zusammenbruch der DDR und wir nutzen diese einmalige Chance, uns einen Vorsprung zu verschaffen.

Mein Vater schnappte sich DBase und erfasste alle Kühe und auch alle Mitarbeiter der Kolchose. Ich fand SuperCalc besser und löste später Teile des 328 Seiten starken Tabellenwerkes des DDR Futterbewertungssystems ab.

  

Im Rahmen meiner Ausbildung zum Facharbeiter für Tierproduktion, Spezialisierungsrichtung Rinderzucht mit Abitur (hiess wirklich so!) hatte ich damit das Thema meiner Abschlussarbeit gefunden. Niemand verstand, was ich da schrieb und tat, aber es war politisch neutral, top-modern und es sparte wirklich jede Menge Schreib- und Rechenarbeit.

  

Mich hat das alles so dermaßen fasziniert, das Thema Computer hat mich seit dem nicht mehr los gelassen. Vor allem die praktische Anwendung, die Lösung von Problemen, die Abschaffung für mich stupider, langweilig erscheinender Aufgaben war mein Ding. Nicht so sehr das Programmieren, immer schon eher die Anwendung.

Und heute, 25 Jahre später hab ich immer noch fast jeden Tag mit Excel zu tun. Und auch heute begeistert mich die Anwendung von nun vernetzten, immer mobileren Computern, dem Internet und der sich dort etablierenden sozialen Netzwerke auf alle Bereiche unseres Lebens und unserer Arbeit.

So, die Zeit verfliegt, ich muss leider los, würde gerne noch ewig an der Geschichte feilen.

Aber mit einem traditionellen GutenMorgenBild ausm Kiez…

…wünsche ich allen ein wunderbares Wochenende!

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Meine ganz eigene DNA Analyse…

Berlin, 7:22, Tag 144

Jetzt wieder im normalen shutter priority mode. Hab geträumt: und zwar gleich von ’ner Party. In einer Stadt im Morgengrauen, von Kanälen durchzogen, mit zwei unbekannten Freunden und inmitten einer Massen an anderen Feiernden unterwegs. Es kam zu einem spontanen Aufschrei aller, zu Panik, in einer Strasse eine Schlägerei, ich schau von schräg oben zu. Hab das iPhone umständlich von Foto auf Film umgestellt, das war wieder mal Geschichte Live: denn ein Hacker hat das Internet abgeschaltet, das gibt Unruhen in der ganzen Welt. Dann eine neue Szene: eine Terasse, am Wasser, die gleiche Stadt, alle sind müde vom Feiern, der Himmel wird heller, ich warte auf den Sonnenaufgang, an der rechten Seite ein enger Kanal, wie in einer U-Bahn nur mit Fluss drin, abschüssig, der führt in die Unterstadt. Nein, doch wieder zurück, ein grosser Sikorski dreht ab, ein Rettungsboot fischt einen betrunkenen Schwimmer aus dem Kanal, wir suchen uns einen Platz in einem der Cafés auf der Terasse, ich wache auf, es ist 5:05…

Heute mal zu einem weiteren Selbstversuch von mir.

23andMe hatte mir vorgestern schon mitgeteilt, dass meine DNA Probe verarbeitet ist. Hab zwei Tage gebraucht, eh ich entschieden habe, mir das anzuschauen. Wie soll ich mit den Ergebnisse umgehen, falls… ? Ach egal, dachte ich gestern Nacht und klickte mich durch.

Ich habe 197 „Verwandte“ gefunden, die dort auch registriert sind und mit mir zw. 0,1 und 0,24% der DNA gemeinsam haben – Hammer, oder?

Mütterlicherseits bin ich 100% Nordeuropäer (wie Marie Antoinette und Warren Buffet;). Das passt, zu den Geschichten meiner Oma aus ihrer Schulzeit…

Väterlicherseits bin ich voller Osteuropäer (wie Genghis Khan, Joseph Stalin;). Auch das passt – krass!

Und dann hier noch ein kurzer Auszug meiner verringerten Krankheitsrisiken, die erhöhten Risiken ignoriere ich bzw. ist es nicht so, dass ich jetzt mehr oder weniger Angst habe. Es ist nur wirklich sehr ungewohnt, selbst, allein Zugriff auf solche Informationen zu haben.

 

Es gibt auf 23andMe noch einen ganzen Haufen weiterer Analysen, Daten und Vergleiche und unglaublich umfangreich kommentiert, erläutert, erklärt. Ich habe über 30 Screenshots gemacht als Momentaufnahme der Website und meiner Daten darin.

Mindestens seit den CSI Serien wissen viele ja, wie wenig wirklich nötig ist, um eine DNA Probe von jemandem zu erlangen. Und nun weiss ich auch, bzw. kenn ich nun einen Auszug dessen, was alles mit einer DNA Probe von mir und Big Data in der Cloud angestellt werden kann. Und je mehr Daten erfasst sind, um so stärker und besser werden die Erkenntnisse wohl noch werden.

23andMe ist ein Beispiel dafür, dass auch diese Daten mir gehören können. Dass mit dem Internet und der damit verbundenen Entwicklung von Cloud Computing Technologien sowie die mit den Sozialen Netzwerken mögliche gewordene Crowd Sourcing es möglich machen, diese bisher nur Wisenschaftlern und Ärzten zugänglichen Datenbanken auch mir zu öffnen und mir zu erlauben, meine persönlichen Daten dort hoch zu laden und sie mit den Daten von anderen Menschen, die dies auch gemacht haben, vergleichen zu können.

Während ich das hier über meine DNA schreibe, denke ich wieder an meinen Wer baut endlich eine API für meine Supermarkt Artikel vom letzten September. Denn ich habe doch in meinem bisherigen Leben schon bestimmt fast 100 Blut- oder Urinproben abgegeben und in Laboren untersuchen lassen, der Arzt kreuzte dann immer an, was er wissen will. Er bekommt die Ergebnisse, die er mir dann beim nächsten Termin erklärt… nur ich hab keinen Zugriff darauf. Was schade ist! Es sind meine Daten. Ich habe das bezahlt über meine Krankenversicherung. Aber es gab in der Vergangenheit einfach keine Technologien, die es ermöglichen, diese Daten effektiv sammeln, auszuwerten, vergleichen zu können oder es war eben so teuer, dass dies nur grossen Institutionen und Staaten zur Verfügung stand. Dies ändert sich gerade!

Ein anderer Aspekt: jeder Mensch, der ernsthaft an etwas erkrankt, wird heute innerhalb kürzester Zeit zum Spezialisten für diese Krankheit oder er vertraut weiter Spezialisten, wenn er kein Internet hat. Aber endlich haben wir die Wahlmöglichkeit und sind nicht mehr den Göttern in Weiss alleine ausgeliefert… diese Entwicklung wird nicht aufzuhalten sein, denn jeder Mensch strebt nach nach Freiheit und Selbstbestimmung und weg von Abhängigkeit und Bevormundung/Dominanz. Mehr und mehr stellt das Internet Technologien und Dienste bereit, die es mehr und mehr Menschen ermöglichen, sich zu publizieren, zu informieren, zu bewahren, zu analysieren… wir sollten diese Entwicklung begrüßen und fördern, aber natürlich auch kritisch begleiten!

Ohne sie zu kennen, ohne wirklich zu wissen, was das überhaupt ist und wie es wirklich funktioniert, geht das aber nicht!

Was ist Eure Meinung dazu?

 

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Super Simple…

Berlin, 7:24, Tag 143

Bin noch immer im burst mode! Das fing gestern nach der Landung an und hörte bis halb 12 nicht auf. Heute etwas Kopfschmerzen, kein Traum, aber voller Energie, Tatendrang…

Es gibt so viel, worüber ich schreiben müsste – in den hier möglichen langen Gedanken… ich habe noch 32 Minuten bis zum ersten Termin und damit fällt das sonst übliche mal schauen wohin es mich trägt heute leider weg.

Vielleicht fange ich rückwärts an, gestern scheint schon wieder so lange her:

Heute werde ich mich hier kurz mit gumroad.com beschäftigen müssen. Ich habe es erst heute morgen vor der Meditation entdeckt im Google+ Stream von Robert Scoble, d e m  Poweruser aus SF. Hier ein Screenshot der Homepage:

Dazu im About die API Dokumentation, schaut Euch auch die kleinen Details mal an… die URL’s, die Navigation, die Struktur, absolut faszinierend. Und dazu jetzt vielleicht das Video des 19-jährigen Gründers/Designers der Website?

Hier ist es:

Wer sich keine Zeit nimmt, sich das anzuschauen oder für die unter Euch, die an einem Arbeitsplatz in Deutschland sitzen, an dem es unschicklich oder gar nicht möglich ist, YouTube Videos anzuschauen, während auf dem Flatscreen in der Lobby Börsenkurse  oder das hauseigene Fernsehen laufen, also für diejenigen hier drei seiner Bemerkungen, die mir besonders aufhebenswert, beneidenswert, beachtenswert erscheinen…

(Habe ich Euch schon mal gesagt, dass ich es wirklich liebe, solche Sätze zu bauen und das der Grund ist, dass ich hier nicht englisch schreibe, ich liebe die Deutsche Sprache!)

Nun aber wirklich zu Sahil, das erste Zitat zum Verhältnis von Designer und Entwicklern in ihm selbst, etwas was mich die ganze Zeit meiner Karriere beschäftigt. Allerdings im  Zusammenhang mit Änderungen in schnell wachsenden Firmen:

I design and code, and I premarily design, and I code, just to design faster.

Das zweite ist darüber, wie er zu der Idee gekommen ist. Er erklärt, dass er eine Zeichnung von sich verkaufen wollte, an der 4 Stunden gesessen hatte, stolz drauf war… aber es war halt nur ein Stift.

I come up with these ideas, to solve small problems. I don’t really think about big problems.

It’s super simple, and I think, the best products are.

OK, Mist! Die Zeit ist um – deshalb nur noch schnell ein Bild, diesmal von gestern Mittag…

Wünsche einen grossartigen Tag!