Meine ganz eigene DNA Analyse…

Berlin, 7:22, Tag 144

Jetzt wieder im normalen shutter priority mode. Hab geträumt: und zwar gleich von ’ner Party. In einer Stadt im Morgengrauen, von Kanälen durchzogen, mit zwei unbekannten Freunden und inmitten einer Massen an anderen Feiernden unterwegs. Es kam zu einem spontanen Aufschrei aller, zu Panik, in einer Strasse eine Schlägerei, ich schau von schräg oben zu. Hab das iPhone umständlich von Foto auf Film umgestellt, das war wieder mal Geschichte Live: denn ein Hacker hat das Internet abgeschaltet, das gibt Unruhen in der ganzen Welt. Dann eine neue Szene: eine Terasse, am Wasser, die gleiche Stadt, alle sind müde vom Feiern, der Himmel wird heller, ich warte auf den Sonnenaufgang, an der rechten Seite ein enger Kanal, wie in einer U-Bahn nur mit Fluss drin, abschüssig, der führt in die Unterstadt. Nein, doch wieder zurück, ein grosser Sikorski dreht ab, ein Rettungsboot fischt einen betrunkenen Schwimmer aus dem Kanal, wir suchen uns einen Platz in einem der Cafés auf der Terasse, ich wache auf, es ist 5:05…

Heute mal zu einem weiteren Selbstversuch von mir.

23andMe hatte mir vorgestern schon mitgeteilt, dass meine DNA Probe verarbeitet ist. Hab zwei Tage gebraucht, eh ich entschieden habe, mir das anzuschauen. Wie soll ich mit den Ergebnisse umgehen, falls… ? Ach egal, dachte ich gestern Nacht und klickte mich durch.

Ich habe 197 „Verwandte“ gefunden, die dort auch registriert sind und mit mir zw. 0,1 und 0,24% der DNA gemeinsam haben – Hammer, oder?

Mütterlicherseits bin ich 100% Nordeuropäer (wie Marie Antoinette und Warren Buffet;). Das passt, zu den Geschichten meiner Oma aus ihrer Schulzeit…

Väterlicherseits bin ich voller Osteuropäer (wie Genghis Khan, Joseph Stalin;). Auch das passt – krass!

Und dann hier noch ein kurzer Auszug meiner verringerten Krankheitsrisiken, die erhöhten Risiken ignoriere ich bzw. ist es nicht so, dass ich jetzt mehr oder weniger Angst habe. Es ist nur wirklich sehr ungewohnt, selbst, allein Zugriff auf solche Informationen zu haben.

 

Es gibt auf 23andMe noch einen ganzen Haufen weiterer Analysen, Daten und Vergleiche und unglaublich umfangreich kommentiert, erläutert, erklärt. Ich habe über 30 Screenshots gemacht als Momentaufnahme der Website und meiner Daten darin.

Mindestens seit den CSI Serien wissen viele ja, wie wenig wirklich nötig ist, um eine DNA Probe von jemandem zu erlangen. Und nun weiss ich auch, bzw. kenn ich nun einen Auszug dessen, was alles mit einer DNA Probe von mir und Big Data in der Cloud angestellt werden kann. Und je mehr Daten erfasst sind, um so stärker und besser werden die Erkenntnisse wohl noch werden.

23andMe ist ein Beispiel dafür, dass auch diese Daten mir gehören können. Dass mit dem Internet und der damit verbundenen Entwicklung von Cloud Computing Technologien sowie die mit den Sozialen Netzwerken mögliche gewordene Crowd Sourcing es möglich machen, diese bisher nur Wisenschaftlern und Ärzten zugänglichen Datenbanken auch mir zu öffnen und mir zu erlauben, meine persönlichen Daten dort hoch zu laden und sie mit den Daten von anderen Menschen, die dies auch gemacht haben, vergleichen zu können.

Während ich das hier über meine DNA schreibe, denke ich wieder an meinen Wer baut endlich eine API für meine Supermarkt Artikel vom letzten September. Denn ich habe doch in meinem bisherigen Leben schon bestimmt fast 100 Blut- oder Urinproben abgegeben und in Laboren untersuchen lassen, der Arzt kreuzte dann immer an, was er wissen will. Er bekommt die Ergebnisse, die er mir dann beim nächsten Termin erklärt… nur ich hab keinen Zugriff darauf. Was schade ist! Es sind meine Daten. Ich habe das bezahlt über meine Krankenversicherung. Aber es gab in der Vergangenheit einfach keine Technologien, die es ermöglichen, diese Daten effektiv sammeln, auszuwerten, vergleichen zu können oder es war eben so teuer, dass dies nur grossen Institutionen und Staaten zur Verfügung stand. Dies ändert sich gerade!

Ein anderer Aspekt: jeder Mensch, der ernsthaft an etwas erkrankt, wird heute innerhalb kürzester Zeit zum Spezialisten für diese Krankheit oder er vertraut weiter Spezialisten, wenn er kein Internet hat. Aber endlich haben wir die Wahlmöglichkeit und sind nicht mehr den Göttern in Weiss alleine ausgeliefert… diese Entwicklung wird nicht aufzuhalten sein, denn jeder Mensch strebt nach nach Freiheit und Selbstbestimmung und weg von Abhängigkeit und Bevormundung/Dominanz. Mehr und mehr stellt das Internet Technologien und Dienste bereit, die es mehr und mehr Menschen ermöglichen, sich zu publizieren, zu informieren, zu bewahren, zu analysieren… wir sollten diese Entwicklung begrüßen und fördern, aber natürlich auch kritisch begleiten!

Ohne sie zu kennen, ohne wirklich zu wissen, was das überhaupt ist und wie es wirklich funktioniert, geht das aber nicht!

Was ist Eure Meinung dazu?

 

2 thoughts on “Meine ganz eigene DNA Analyse…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s