Vorfahrt hat man nicht, man bekommt sie gewährt…

Berlin, 7:11, Tag 147

Habe geträumt, richtig viel und lange. Vom Kindergarten meiner achsoüssen Aleyna, bin mit ihr dort, am Meer. Aber erst mal Mittagsschlaf, auf den Boden legen, Augen zu, die Decke zu kurz, wegdösen, aufwachen, können wir schon baden gehen? All die anderen Szenen, obwohl ich sie mir in der Dusche selbst erzählt habe: einfach schon verschwunden.

Immer wieder Montags kommt die Entschlusskraft, bei dieser Masse an Themen und Möglichkeiten und dann startet die Planung der Woche… so bleibt die erste Zeile des Blogposts eine Stunde lange mahnend offen, während ich die Post mache, Flüge buche, Hotels reserviere, Termine bestätige und -absage. Ich bin so sehr versucht, in Stress zu geraten und dann… dann erinnere ich mich doch: Arne, freu Dich auf die Woche. Doch, Du schaffst alles. Das ist doch nur meine Energie, und ich spüre meine Kraft!

Wenn man eine Erkenntnis hat, eine Einsicht, Idee, Lösung für eine Anforderung, oder gegenüber einer Erwartung. Wenn man eine Antwort hat auf eine Herausforderung. Oder wenn man die Mittel findet, einen Mangel zu beseitigen… fühlt sich das immer toll an, richtig und wichtig! Man möchte sofort anfangen, es machen, tun, jetzt losrennen, es anderen erzählen, macht mit, es ist doch alles soo klar, seht ihr das nicht?

Meist kommt dann eine Rote Ampel in irgendeiner Form daher, die uns zum Stoppen bringt, und zwingt anzuhalten und erst mal abzuwarten.

Immer nur für ein paar Sekunden, aber dieser Impuls: mhhhh, wenn das Licht von Grün auf Gelb schaltet… das ist wieder so ein Zeitpunkt, so eine Millisekunde, in der man die Wahl hat: ärgern oder freuen. Je knapper scheinbar die Zeit, je später man dran ist, je mehr man zu tun hat, um so wichtiger ist es, sich an der Roten Ampel nicht zu ärgern.

Eine Rote Ampel heisst doch nicht, dass man nicht fahren könnte, sondern nur, dass man Andere zuerst fahren lässt.

Deshalb übe ich seit vielen Jahren schon, immer wenn ich eine Rote Ampel sehe, etwas ganz einfaches: ich lächele über mich und meine Ungeduld und dann atme ich bewusst einmal ein und aus…

Wünsche Euch einen ganz tollen Start in die neue Woche!

2 thoughts on “Vorfahrt hat man nicht, man bekommt sie gewährt…

  1. Christa, ich habe Dein Buch begonnen und bin bereits beim ersten Kapitel hierüber besonders gestolpert: ‎“Religiös sind Menschen, die Angst vor der Hölle haben. Spirituell sind Menschen, die durch die Hölle gegangen sind.“, das lässt Konstantin Wecker dort einen Obdachlosen sagen.

    Ich liebe das Buch von der ersten Zeile an und kann nur jedem empfehlen, es einfach mal komplett zu lesen. Jeder Mensch geht einen anderen Weg in seinem Leben, nämlich seinen eigenen Weg… und Konstantin Wecker und Bernie Glassmann sind mir auf meinem Weg ein Vorbild!

    Ich danke Dir sehr für Deinen Kommentar hier und für Deine Empfehlung und für das Buch!

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