Erst Unterschiede ermöglichen Harmonien…

Istanbul, 8:09, Tag 153

Jede Nacht träume ich, wirklich, jede Nacht! Ich erinnere mich nur nicht jeden Morgen. Heute erinnere ich mich nur an ein paar hier Szenen, die hier nicht zitiert werden sollten.

Die beste Frau der Welt hat mir einen unvergesslichen Empfang bereitet. Ich gebe zu, das war nicht jedes Mal so. Erst seit ich hierher komme, ohne etwas besonderes zu erwarten, bin ich immer – jedes mal – überrascht, berührt und erfreut. Erwartungen sind unsere Vorstellungen von einer möglichen Zukunft. Vorstellungen davon, was andere Menschen tun werden, wie sie auf uns reagieren, was sie sagen werden.

Je länger ich dieses Leben in zwei Welten lebe, je mehr bin ich in der Lage, die jeweils guten Seiten zu sehe. Ich versuche immer weiter, die negativen Dinge zu transformieren, oder sie zumindest nicht stärker werden zu lassen. Die grosse Sehnsucht, der fehlende Alltag, das viele Alleine sein bergen auch Energie, setzen eine ganz eigene Kreativität frei und lenken meine Aufmerksamkeit auf das, was mir wirklich wichtig ist. Die Wechsel sind natürliche Unterbrecher, Stop-Schilder, an denen ich meine Weltsicht rekalibrieren kann.

Unterschiedlichkeit ist mir immer schon wichtiger gewesen, als Gleichheit und Übereinstimmung. Ich suche wohl immer nach dem Anderen, um darin etwas Bekanntes zu finden. Harmonien sind nur möglich, wenn verschiedene Töne zusammen erklingen. Und je verschiedener die Töne dabei sind, je größer die Abstände, um so größer wohl die Herausforderung und dann die Belohnung, die empfundene Schönheit… na, zumindest für mich!

Hier noch ein paar Eindrücke vom gestrigen Reisetag. Wohl da Tegel im Juni geschlossen wird, spüre ich dort jetzt immer den starken Wunsch zu bewahren, fest zu halten, zumindest in Bildern. Eine Ära geht zu Ende, ich spüre schon jetzt den Unterschieden hinterher…

Eine Stunde Verspätung, trotzdem keine Hektik beim Einstieg über die hintere Treppe. Ich konnte in Ruhe ein paar eher seltene Fotos machen.

Die Nahaufnahme des Motors habe ich gestern schon über Instagram gepostet. Ich wollte noch näher ran, wollte aber auch kein Eingreifen der Ramp Agents riskieren. So ist das innere nicht so gut erkennbar, wie in echt… da bewegt ich mich an meinen Grenzen bei der iPhone Fotografie.

Dann zwar ein beschlagenes Fenster, aber ein wunderbarer Steigflug über das nördliche Berlin, hier der Fernsehturm und im Hintergrund das Flugfeld von Tempelhof. Diese Route mit solchen Bilder von Berlin wird es ab Sommer nicht mehr geben… irgendwie ja schade und doch irgendwie schön, dass ich es eben erleben darf.

Mit einem leuchtend schönen Sonnenaufgang hier in meinem zweiten zu Hause, in Gayrettepe…

verabschiede ich mich lächelnd in den Sonntag!

2 thoughts on “Erst Unterschiede ermöglichen Harmonien…

  1. Ich finde es auch ein wenig schade, dass Tegel zugemacht wird, auch wenn es aus Kostengründen vielleicht sinnvoll sein mag. Wer sich wahrscheinlich aber am meisten die Hände reiben wird, sind die Vermieter, die die Häuser rund ums Areal Tegel besitzen. Der bezirksstadtrat deutet das ja in diesem Artikel ein wenig an (http://www.nord-berliner.de/10827-bezirk-bereitet-sich-auf-ende-des-flugbetriebes-in-tegel-vor.html) Da werden wohl einige Mietsteigerungen dann folgen 😉 An und für sich fand ichs damals schon schade Tempelhof zu schließen, allein schon aus den historischen Gründen, Tegel jetzt zu schließen zeigt an, dass Berlin wohl wie andere europäische Städte nen Riesenflughafen außerhalb haben will, schade für die Leute die in der Innenstadt wohnen

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  2. Ja, so wird es wohl im Juni werden, Berlin hat endlich seinen Riesenflughafen!

    Im Bergmannkiez werden übrigens grade gehobene Eigentumswohnungen zu tausenden(wirklich!) an Columbiadamm und am Viktoriapark gebaut, das folgt dann da oben vielleicht auch mal in ein paar Jahren, wenn der gesamte Bergmannkiez unbezahlbar geworden ist.

    Nuja… ich finds irgendwie wirklich schade!

    Übrigens hatte auch Istanbul mal einen Riesenflugafen am Rande, fast ausserhalb der Stadt… jetzt mittendrin, weil die Stadt so stark gewachsen ist. Eine Seite des Flughafens liegt allerdings am Meer, so dass ca. die Hälfte aller Starts und Landungen über Wasser gehen, der Rest ausschliesslich über dicht bebautem Gebiet…

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