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Meine Taten sind der Boden, auf dem ich stehe…

Istanbul, 8:09, Tag 157

Heute hab ich geträumt, ein Einzeltraum nur von und mit mir… aber beim sanften Aufwachen hab ich alles vergessen. Heute auch wieder „nur“ Bett-/Dusch-/Treppenmeditation, bin die paar Minuten zu lange liegen geblieben. Hab die süsseste Tochter der Welt grad in den Schulbus gesetzt, heute bin ich den ganzen Tag draussen, grade einen Kahvaltı Tabağı im Durak Büfe verspeist, lecker Frühstück machen die hier.

Komme diese Woche nicht so richtig in Schwung, ein paar ToDos zerren schon leicht an meinen Neven. Irgendwie steckt mir immer noch der Vortrag von letztem Freitag in den Knochen, auch Tenk om… in Oslo klingt und schwingt noch nach. Daneben steht in den nächsten beiden Wochen eine Entscheidung an, wie wir mit unserem Forschungsprojekt intern weiter machen. Wir haben ja so spannende, richtige, tolle Ideen, unsere aktuelle Ausrede ist ein fehlender Frontend Spezialist.

The first principle of the Zen cook is, that we already have everything we need.

So, erst mal heisst es ruhig bleiben, denn alle Dinge haben ihre eigene Zeit! Man kann sich immer schlecht fühlen oder schlechter machen, als man ist. Oder man kann einfach annehmen, hinnehmen und schauen, wie man sich mit einem unverzerrten Lächeln an die Arbeit machen kann.

Das hat nichts mit Gleichgültigkeit oder Trägheit zu tun, sondern nur mit der Art der Kraftquelle. Ist die tiefere Ursache, der Antrieb eher Unzufriedenheit, Schwächen oder Lücken, die abgestellt, ausgeglichen oder geschlossen werden sollen? Ein, ich weiss es oder ich kann es eigentlich besser… ist im Umkehrschluss ein: ich bin nicht gut genug.

Ich ahne, dass es eine andere Seite geben muss. Etwas, was ich letzten Dienstag in Oslo und Freitag in Potsdam gesehen und gespürt habe. Es gibt nur sehr wenige Dinge, die wirklich wichtig sind.

Dazu fällt mir gleich die krasse Denkhilfe für Budhhisten ein, die Die fünf Gewissheiten genannt wird: Den Folgen meiner Taten kann ich nicht entgehen. Es ist so wichtig, dass wir gut von uns und anderen denken… denn auch Gedanken sind meine Taten, und auch meinen Gedanken werde ich nicht entkommen.

Wenn ich nur im Mangel unterwegs bin: also nur darauf schaue, was alles nicht geht, wie ich es ausgleichen kann, was wieder nur an mir hängen bleibt, das andere doch schon darauf warten, auf das, was noch fehlt… dann wird diese Denken, an das was nicht da ist zu unserem Leben werden: ich bin dann der Mangel, das Fehlen, das Nichts.

Actually, we are all hungry ghosts. It’s a metaphor for the part of us that’s unsatisfied. Because of our attachments and our conditioning, we miss the food and drink that’s right in front of us.

Ich bemerke immer stärker, wie unangenehm mir der Kontakt mit solchen Mangelmenschen nach einer Weile wird. Realisten nennen die sich gerne, es gibt auch bekennende Pessimisten und heute morgen habe ich sogar die Weltskeptiker Konferenz gefunden, die es dieses Jahr in Berlin gibt. Oje!

Wie viel schöner ist es doch, zu sehen was ist und einfach im Moment angemessen zu handeln mit Blick auf den Reichtum, die Ressourcen und die Möglichkeiten? Es ist so viel besser für unsere Leistung und unsere Ergebnisse, wenn alles aus einer Freude über das Sein entsteht.

When we eliminate the gap between our expectations and what we’re doing, our energies all go into what we’re doing at the moment.

Ok, dann also weg mit den Erwartungen und Wertungen. Und mit Leichtigkeit wünsch ich Euch einen tollen Tag!

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