Über Hunger und Nichtwissen…

Istanbul, 7:21, Tag 160

Träume von einem Kreativwochenende. Wir überlegen, ob es noch andere Dinge, Sachen, Ereignisse gibt, die man sozialisieren kann, ausser Patente, mit denen wir das erfolgreich gemacht haben. Erst mit P. eine längere Unterhaltung, dann auch mit I. wir sind in einem Haus, haben einen Garten, sind aber in einer grossen Küche. Um uns herum viele Praktikanten und Studenten, die alle ihre Ideen haben, was als nächstes dran ist…

Bereite den nächsten Vortrag vor, überlege schon, wie ich das Thema diesmal angehen kann: Crowdsourcing und Patente. Schön ist, dass ich bereits einen Vortrag fertig habe und den auch schon zwei mal gehalten habe, das gibt Ruhe, etwas Gelassenheit und ermöglicht, etwas auszuprobieren, es zu perfektionieren.

Habe eben beim meditieren überlegt, ob ich einfach mal Beispiele nehme, bei denen ich mich auch nicht so wirklich auskenne. Vermutlich weil ich eher vermitteln möchte, wie ich mich solchen Themen, Webseiten, Trends nähere… als die wirkliche Information, was nun das Neue ist, zu erklären.

Es fällt mir nicht schwer, solche neuen Massenphänomene Menschen zu erklären, die sich bisher nicht dafür interessieren. Das nicht im letzten Satz ist nachträglich dazu gekommen, denn diese Art Gleichgültigkeit fordert mich eher heraus, als dass mir das Erklären schwer fällt.

Manchmal lehnen Menschen eher jegliche Veränderung, vor allem ihrer Selbst, ihrer Einstellung und auch eine Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten und Kompetenzen ab, würden das aber niemals vor sich und anderen zugeben.

Manchmal denken Menschen, dass sie das schon kennen, es ja nichts wirklich Neues ist und dass sie nichts davon haben, sie nicht wissen, wozu sie es brauchen können.

Manchmal sind Menschen nicht bereit, selbst etwas zu geben oder zu tun, um eine neue Erkenntnis zu bekommen. Sie erwarten, dass sich das Neue, das Andere ihnen anpasst, sich ihnen verständlich präsentiert.

Manchmal rechtfertigen Menschen ihr Nichtstun, ihr Nichtinteresse, Ihre Nichtveränderung mit ihren Werten, ihren Bedürfnissen oder auch ihren Ängsten.

Und manchmal verstehen Menschen einfach nicht, finden keinen Startpunkt, keinen Einstieg und auch keine Motivation, um beginnen zu können (das sind mir die Liebsten!).

Aber alle Menschen eint, dass sie spüren, dass sich etwas verändert in ihrer Welt. Das ist nicht das Neue, genau das ist nicht das Revolutionäre… grosse Veränderungen und grundlegender Wandel sind das wesentliche Merkmal unseres Lebens, ob das die einzelnen Menschen nun wahrhaben wollen oder nicht.

So, mit diesen viel zu grossen Gedanken verabschiede ich mich mal in den Sonntag, hungrig und nichts wissend…

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