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Spiegelgleiche Weisheit…

Rheinsberg, 5:22, Tag 172

Wilde Träume! Mit meiner Familie in einem Parkhaus, ein riesiges, offenes, zerfallenes, vielstöckiges Gebäude, welches sich gleich hinter unserer Wohnung befand. Wir suchen unser Auto, geräuschlos gleitet mir irgendetwas aus der Hand, in den mittleren Schacht. Das Parkhaus ist so tief, wir hören den Aufprall nicht… wir laufen weiter, sind plötzlich Gäste einer Party, die sich gerade bildet und die Gäste sammeln sich vom Parkhaus kommend vor einer Tür. Schnitt.

Der Q-Cells Gründer sieht aus wie ein Mormone, mit ganz langem Rauschebart und tief liegenden glühenden Augen (wie sehen Mormonen eigentlich aus?). Um ihn herum 4 Kinder unterschiedlichen Alters, eine Frau. Schnitt.

Ah, ich lese den Stern, der Artikel handelt von der Verschwendungssucht der Solarbranche und deren beispiellosen Absturz von Milliardären zu Millionären, die Armen. Dann blättere ich um.

Mike Krüger ist mit Babsi Becker zusammen? Ihre künstlich mit Schminke verunstalteten, aufgedunsenen Gesichter lachen mich auf einer Doppelseite an. Blättern.

Zwei verkümmerte, eingefallene alte Menschen im Bett. Künstlerisch absolut wertvolle Fotos der Beiden… aus dieser Szene rettet mich der Wecker.

Heute bin ich wirklich sehr zeitig auf und schreibe hier vor der Meditation, gleich nach dem Duschen, so wie früher. Bin im sechsten Jahr auf diesen Retreats, habe immer vor dem Aufstehen die Träume in meine Hefte geschrieben und was mich sonst noch bewegt. Und ToDo Listen, die Rezepte und sogar ein paar Zeichnungen finden sich dort, ebenso wie kräftiges, ausgiebiges Jammern… ahh, das hat sich auch verändert, ich jammere weniger, viel weniger – denn ich lächle mehr!

Habe so zwei Stunden für mich allein, eh der gemeinsame dritte Tag des Retreats beginnt. Und habe Zeit für Morgenmeditation, Blog und für einen Spaziergang in den Sonnenaufgang, der in einer halben Stunde sein wird. Ich übe schon für die Sommerzeit.

Je ruhiger man ist, je mehr man in sich ruht, um so mehr kann man die Dinge sehen, wie sie wirklich sind. Hier werde ich ruhig. Und so komme ich in die staubigen, dunklen Ecken meiner Persönlichkeit. Es gibt kein Verdrängen mehr, wenn man nur auf seinen Atem achtet und auf einem Kissen sitzt. Und vor allem, wenn man sitzen bleibt, wenn man aufstehen will. Und wenn man nicht auf die Uhr schaut, wenn man unruhig wird. Und wenn man sich nicht bewegt, wenn man es will. Einfach sitzen bleiben, bei seinen Gedanken bleiben. Sie so annehmen, wie sie sind. Sich so annehmen, wie man ist…

Die Sonne scheint schon so warm… ich wünsche einen ganz wunderbaren Freitag!

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