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Freude empfinden…

Istanbul, 7:11, Tag 186

Heute früh geträumt, von einem Haus an einem Kanal im Wald. Wir laufen herum, kommen an, es gehört Bekannten, einem älteren Pärchen, der Mann rackerte sich ab und hat alles alleine gebaut, sie zeigt uns alles. Der Dollar wird fallen, ihre Ersparnisse haben sie gerade alle abgehoben, Taschen voller grünes Papiergeld. Plötzlich ein Krach, eine Rakete fliegt über uns, eine Waldschneise entlang. Wo schlägt sie ein, ganz in der Nähe? Bremsschirme, viele Bremsschirme kommen aus dem Raketenende. Mal wird sie langsamer, baumelt fast an den Schirmen, dann doch noch ein Schub. Aber zu weit weg, um zur Stelle des Einschlags laufen zu können. Fotos machen, das geht… jetzt kommen Soldaten, obwohl ich in der Türkei bin, sprechen sie Deutsch. A., ein alter Schulfreund ist Gruppenchef, sie sollen uns befragen, quatschen aber nur rum, schauen sich das Haus an. Ich wache ganz ruhig und müde auf.

Gestern war ein toller Tag. Vorgestern, der volle Tag eigentlich auch. Immer wenn sich Türen schliessen, öffnen sich neue, andere Türen. Ich habe vorgestern Abend ein so tolles Angebot bekommen, ich bin immer noch ganz gerührt. Mal schauen, was daraus wird, aber ablehnen, ausschlagen kann ich das Angebot nicht.

Das Angebot ist noch nicht konkret, mehr eine Einladung. Aber es hat sich wie eine Belohnung angefühlt, wie eine Ausszeichnung, dass ich überhaupt gefragt worden bin. Ich bin ein wenig abergläubischer Mensch, deshalb deute ich hier nur an. Über ungelegte Eier spricht man nicht, erst wenn die Tinte trocken ist.

Heute freue ich mich einfach über diesen Zwischenschritt, wie einen Etappensieg. Ich finde, dass sich Freuen zu können, ungemein wichtig ist. So, wie man sich über die Abwesenheit von Schmerz freuen sollte, so kann man sich auch über Einladungen richtig freuen. Und nicht erst, wenn die Party dann stattfindet.

So, apropos Party. Heute ist doch Feiertag, Freitag, Karfreitag… aber ein kurzer Absatz über das Thema der Woche muss noch sein: die Diskussion über Urheberrecht und geistiges Eigentum wird aktuell sehr laut geführt. Polemisch und fast schon propagandistisch schreiben 51 Tatort Autoren und 100 Kreative im Handelsblatt über Ihre Ängste, Verluste und den vermeintlichen Schaden durch das Internet.

Ich fasse das gar nicht richtig, es ist wie eine Spaltung. Am liebsten würde ich die beiden Texte gar nicht verlinken, um die Spaltung nicht zu vertiefen. Und es gibt auf der andere Seite der Spalte wirklich tolle Texte, die irgendwie ähnlich polemisch auf diesen Unsinn antworten. Aber auch grossartige andere Beiträge, die das viel weniger polemisch tun. Zumindest eine – von mir als breit empfundene – Diskussion findet statt. Darüber kann man sich ja auch einfach mal freuen!

Vor lauter Freude poste ich nun nur noch meine zwei Lieblingsbilder vom gestrigen Flug und eines vom heutigen Sonnenaufgang!

 

Und mit diesem kleinen Elefanten, Aleyna hält es übrigens für ein Nilpferd, verabschiede ich mich vorfreudig lächelnd in den Tag…

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