Warten, Schreiben, Fertig! So einfach…

Berlin, 7:49, Tag 225

Zuerst wurde ein Auto aus dem Schlamm gezogen mit unnatürlich vielen Details um die vier Räder, zwei Kameras und ein Abschleppseil. Die Räder drehten durch wie in Zeitlupe und spritzten wild mit Dreck, ich schaffe mich aus dem Weg, und die Kameras. Dann Schnitt zu Entenküken in verschiedenen Größen, die auf meine Kamera zu laufen. Ich im Gras dazwischen auf Knien, um Watschelfotos zu machen, das Kleinste zum Schluss ist so winzig klein, die anderen sind weg gerannt vor mir. Rausgezoomt. Wieder Ferienhäuser, die schnell zu Garagen werden. Jemand sagt: 10.000 kosten die, viel zu viel. Dann an einem Tisch, Rückblende, denn schon ’76 gab es erste Netzcomputer: die Gedankenmaschinen. Ich wache vom Wecker auf und mache das Foto auf dem Dach…

Gestern nachdem ich hier fertig geschrieben hatte, hat mich einen Link von Åsmund in Facebook gefunden. Nein, eigentlich habe ich davon nur gesehen: Day 1. This is 4 words. It is 6.26. Das hat gereicht, um mich tief zu berühren.

Dann habe ich ganz schnell weiter gelesen und mich riesig gefreut über seine Worte und seine Beschreibung von dem, was hier steht, seine Beschreibung der Verbindung zwischen uns. Danke, lieber Åsmund! Gratulation zur erneuten Geburt von etwas Neuem! Eine Veränderung ist passiert und ob daraus nun eine Gewohnheit wird oder nicht, ist etwas ganz anderes.

Eben habe ich später angefangen zu schreiben, ganz unwillkürlich habe ich daran gedacht, ob es ihm heute morgen wieder gelungen ist, vor seiner Familie aufzustehen. Es fühlt sich interessant und komisch an, dass das Geschreibe hier solche Auswirkungen haben kann. Ich blende die Folgen oft aus, es würde mich wohl eher lähmen. Ich versuche, meine Gedanken so frei wie möglich zu lassen, mich einfach treiben zu lassen und auf den Grund dessen kommen, was schon oder noch da ist.

Was jetzt, hier an diesem Morgen, 8:34 in Berlin da ist. Nicht, was da sein sollte, was anderen denken, dass da sein sollte oder ich denke, dass da sein sollte. Sondern nur warten, was da ist und das dann schreib ich auf.

Es ist wie eine Meditation mit meinen Augen und Fingern. Meine Augen schauen auf den Bildschirm, meine Finger liegen auf dem Macbook.

Dann warte ich. Dann schreibe ich. Und warte wieder. Irgendwann ist es einfach fertig.

Ich lade das letzte Bild hoch, drücke Vorschau, korrigiere die schlimmsten Fehler und drücke Publish.

Warten, Schreiben, Fertig! So einfach…

 

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