Tiefe Wolken ziehen schnell vorüber…

Noch Istanbul, 7:29, Tag 239

Heute habe ich mich bestimmt zehn Jahre zurück geträumt. Ein Hof voll vieler Menschen, für die ich mit verantwortlich gemacht worden war von meinem damaligen Partner. Ich bewege mich zwischen den sich unterhaltenden Gruppen hindurch. Keiner stellt mich vor, alle wissen wer ich bin, welche Rolle mir gegeben wurde, niemand kennt mich. Ich kenne nur die Namen, nicht die Gesichter. Dann in der Wohnung einer jungen Frau aus der Gruppe, rund, aus Glas in einer kleinen Stadt. Ich soll das Auto nehmen, um etwas zu holen. Fahre mit dem kleinen Wagen, bemerke Abstands und Spurassistenten und spiele damit herum. In Kurven ohne Standstreifen muss ich korrigieren, den Abstand kann er von alleine halten, verwirrt mich mit der Warnung vor zu nahen Autos hinter mir. Aber kein Navi. Wie soll ich zurück finden? Ich habe sogar den Namen der kleinen Stadt vergessen, dann angerufen und froh doch erinnert… ich finde den Weg und wache eine halbe Stunde vor dem Wecker auf.

Heute ist Reisetag, mit der ganzen Familie nach Berlin zurück. In wenigen Minuten müssen wir los.

Und es ist wieder mal so viel Widerstand in mir. Ich sehe zu viel. Ich will einfach nichts wissen und nichts wollen! Mich einfach treiben lassen. Bei mir bleiben, ruhig bleiben, nicht gleich reagieren, nichts sagen, nichts denken. Und es geht nicht. Gerade an Reisetagen geht das nicht. Die Uhr tickt unerbittlich. Die Abfolge der Ereignisse liegt vorher fest oder auch nicht. Tiefe Wolken ziehen schnell vorüber. Lächeln und zum Atem zurück kehren. Ein schöner Dienstag!

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