Monthly Archives: Juli 2012

Berlin, 8:54, Tag 301

Kein Traum heute. Und wieder mal eine andere Routine. Ich wollte laufen heute morgen, na eher spazieren gehen und hab es einfach gemacht. Denn ich bin immer noch eher unruhig und moll. Doch eigentlich sind das gute Zeiten, mal wieder das ein oder andere zu ändern, etwas anders zu machen. Bis dahin, bis die Wirkung eintritt dauert es oft extrem lange. Dabei lasse ich mich oft treiben aus einer Mischung von Intuition, Gewohnheiten und Mustern. Dabei weiche ich klaren, überfälligen Entscheidungen eher aus. Dabei überlasse ich unangenehme Entscheidungen sehr gerne anderen. Dabei fühlt sich selbst machen, selbst tun, etwas schaffen, erledigen, abhaken doch so viel besser an. Aktivität zieht immer auch Aufmerksamkeit auf sich. Immer dort, wo etwas passiert, sich etwas bewegt, dort möchte ich doch dabei sein, finde ich das attraktiv, interessant, spannend. Und das Gewohnte, das Erwartete nehme ich kaum war, das verschwindet viel zu schnell wieder aus meinem Blickfeld, als sei es keiner Rede wert. Die Zeit hier, beim meinem täglichen Schreiben, fühlt sich gerade heute extrem zäh an. Eine Zeit, die ich trotz dieser Zähigkeit nicht missen möchte und die ich verteidige, vielleicht nur aus Hoffnung und wachsendem (Selbst)vertrauen.

 

 

 

Mit diesen drei Bildern meines Morgenhimmels schliesse ich für heute, ruhig einmal ein und ausatmend, diesen Post ab.

Berlin, 7:17, Tag 300

Und an diesem Tage habe ich mir nicht wirklich merken können, was ich geträumt habe, irgendwas mit Bahn fahren, es war eine tolle Story, das weiss ich noch.

Keine Ahnung, was ich heute hier schreiben will. Habe das Wochenende so gut wie nichts getan. Und Faulenzen führt bei mir meist zu einem schlechtem Gewissen und zu stückchenweise zerbröselndem Halt.

Ich denke dann wieder zuviel, werte und setze mich unter Druck. So vieles ist noch zu erledigen, so vieles wollte ich und kann ich vor allem auch machen. So wenig schaffe ich davon. Hätte ich doch am Wochenende wenigstens ein wenig gemacht. Dann bereue ich die schon vereinbarten Termine in dieser Woche, will alles ändern, absagen, weiter abtauchen. Will mich doch konzentrieren und fokussieren, auf das was wirklich zählt, was jetzt dringend ist, was allein von mir zu erledigen ist. Immer dabei, ein leiser Klang in Moll. Der Klang folgt dem Gedanken: je weniger ich mache, je unzufriedener werde ich. Dieses Muster kenne ich schon von mir. Wie ich es ändern kann, weiss ich eigentlich auch. Jetzt hilft erst mal abwarten, denn dann irgend etwas passiert immer anderes, was mich ablenkt und wieder wegholt aus diesen Gedankengängen.

Weil ja 300 Tage rum sind, blättere ich ein wenig zurück hier in meinem Tagebuch und bemerke, dass ich doch in keiner Schaffenskrise bin. Es sieht doch alles ganz normal aus hier, die letzten Tage, auch heute. Voll viele 300 Tagebuchposts seit dem 4. Oktober 2011. Ich habe grade mal in Excel nachgerechnet, es sind wirklich genau 300 Tage vergangen, seit dem ich meine Kladde und den Stift gegen WordPress und mein Laptop getauscht habe. Und dabei bin sooo gespannt, was hier noch draus wird und vor allem, wie ich das im Rückblick dieses Experiment mal empfinden werde.

OK, eine neue Woche liegt vor mir… der Sonnenaufgang war schon mal viel versprechend! Ich habe zwischendurch, statt fertig zu schreiben, schon wieder viele andere Dinge getan… aber nun, knapp vor Mittag, schnell noch Publish! drücken.

Wünsche etwas angestrengt lächelnd allen einen besseren Start in den Montag!

 

Berlin, 9:30, Tag 299

Heute Nacht eilig zum Flughafen und dort im Gewirr von Geschäften verloren. Es sah fast so aus wie im grossen Bazaar in Istanbul, flache Decken, verwinkelte Gassen, viele Menschen, dann die Boarding Meldung für unseren Flug, dann der Last Call, dann der Namensaufruf. Und ich hab keine Chance, den Weg zu finden. Wir fragen, sie zeigten in die Richtung in die wir gehen, aber die Läden hören einfach nicht auf, es kommen immer mehr dazu. Ich sehe kurze Bilder der echten Flughäfen, mit ihren geraden Gängen, die immer irgendwann am Gate enden. Ein Szenenwechsel bringt mich an einen Urlaubsort, ans Meer, dort bekomme ich ein Motorboot in die Hand gedrückt. Es war leicht, wie ein Modellboot, ich setze mich rein, es wackelt und schaukelt, ich kann mit zwei Hebeln rechts und links die Geschwindigkeit und die Richtung steuern und fahre entzückt im Traum durchs Wasser mit dem perfekten Bastelspeedboot. Und wieder bin ich nach dem Aufwachen einfach liegen geblieben und habe die Gesellschaft und den Morgen und den Regen auf dem Dach einfach sehr genossen…

Wünsche nun einfach nur einen ganz tollen Sonntag!

Berlin, 9:38, Tag 298

Heute Nacht sind mit meine Lapttops geklaut worden. In einer Art Ferienlager voller wuselnder Menschen, die tagsüber auf der einen Seite des Flusses waren und abends wieder näher, auf der anderen Seite zum Schlafen kamen. Tagsüber bemerkte ich an einem Tisch, der von Menschen umströmt wurde und ich einen Augenblick nicht hinschaute, dass mein Laptop verschwunden war. Dan spürte ich, dass auch noch mein Rucksack im Schlafraum verschwunden war und ich somit ohne alles, erstmals seit Ewigkeiten, ohne alles da stand. Es war aussichtslos, überhaupt zu versuchen, den Dieb in den Massen zu finden. Ich scannte die Massen und mir wurde immer klarer, dass es weg war. Ich überlegte, wie ich in diesem Ferienlager zu einem neuen Laptop kommen könnte, ebenfalls aussichtslos, so dass sich Gefühl des: jetzt wird es einfach ohne gehen müssen ausbreitete. Mit diesem Gefühl wachte ich vom Regen auf dem Dachfenster auf, schloss es und beschloss, liegen zu bleiben, meine Routine einfach zu ändern und später hier zu schreiben… wozu Träume manchmal gut sein können!

Wohl weil ich vorgestern Abend mit einem DeLorean geflirtet habe, ist gestern mein geliebter Benz an einer Kreuzung einfach ausgegangen. Eine Stunde später, als der erste ADAC Mensch zuschaute, sprang er – bestimmt aus Angst vorm gelben Engel – wieder an, nur um 500m später an der nächsten Ampel wieder allein mit mir wieder auszugehen.

Daraufhin wartete ich eine Stunde auf den nächsten ADAC Menschen. Auch nach dessen Ankunft sprang er wieder an. Bevor ich das mir und dem ADAC zu erklären versuchte, ging er nach zu langen Sekunden dann doch wieder aus. Woraufhin die Diagnose feststand: ein Induktionsgeber an der Kurbelwelle sei defekt wurde prophetisch geraten und dann wurde ich einfach ans Seil genommen.

Er ersparte mir so weitere drei Stunden Warterei auf den Abschleppwagen und verschaffte mir damit das Vergnügen, mich nach einem Slalom am Kanzleramt über den Grossen Stern zur Werkstatt zu schleppen. In einem 12 Jahre alten Auto, welches sich ohne Bremskraftverstärker und Lenkhilfe – sagen wir mal – etwas zäh bedienen lässt. Im Tiergarten musste ich das Schicksal kurz herausfordern und hier für Euch ein Foto machen.

Und die ganze Zeit habe ich versucht, gelassen und ruhig zu bleiben, die Tatsache des Defektes einfach anzunehmen. Und ich habe mich bemüht, aus der Ruhe heraus überlegt und entschlossen zu handeln und bin belohnt worden. Zwei Meetings fielen dadurch aus, aber genau zwei Minuten bevor meine Mädels durch die Passkontrolle sind, komme ich pünktlich am Gate an…

Wünsch Euch ein tolles Wochenende!

Berlin, 6:50, Tag 297

Habe heute intensiver geträumt und es trotzdem vergessen lassen.

Bei meiner Meditation eben wollte ich hier gleich darüber schreiben, dass dieser Ort, diese Morgenroutine, irgendwie eine eigene Persönlichkeit bekommen hat. Es bildete sich in den fast 300 Tagen des täglichen Schreibens heraus worüber ich schreibe, was ich weglasse, welche Themen ich hier mit mir bespreche und sortiere. Die liebsten Posts sind für mich sicher die, bei denen der Flow besonders gross war, über die ich nicht viel nachgedacht, die „ich einfach so hingerotzt“ habe.

Ich habe immer noch keine wirkliche Strategie, keine Ziele, keine wirkliche Idee was hier mal werden wird. Manchmal denke ich über ein Buch nach, dann erscheint mir das albern, das hier ist so viel besser. Dann denke ich an Marketing, an mehr Leser, an all die Taktiken und Maßnahmen, an SEO und daran, dass ich viel bei anderen kommentieren muss, dass ich in sozialen Netzen aktiv sein sollte, um Leser zu finden. So ein Schmarrn! Ich fühl mich hier am wohlsten, wenn ich einfach schreibe, es laufen lasse und nicht so viel nachdenke.

Langsam, wenn die 300 näher kommt und damit ja auch das erste ganze, komplette, vollständige Jahr meines Lebens, an dem ich täglich(!) gepostet habe bin ich ein bisschen stolz, ein wenig ängstlich, dankbar, glücklich, froh, zufrieden, was für ein Glück habe ich. Und was für ein Glück, wenn ich die Träume eines Jahres, meine Gedanken und Gefühle eines ganzen Jahres hier aufgezeichnet bekomme.

Was während einer Meditationsreise am 8. Februar 2009 auf Papier begann: das zurückfinden zu einem Tagebuch, geht hier jeden Tag weiter. Zwei Bücher waren so schon im gleichen Jahr vollgeschrieben. Dieses reflektive, morgendliche Ritual des Schreibens, ist mir so vertraut und wichtig geworden. Dazu kam dann in 2010 das tägliche Fotografieren mit Instagram. Und dann wanderte vor fast 300 Tagen die Kladde in den Schrank und das Ritual hier ins Netz in meinen alten angestaubten WordPressblog und ich konnte beides verbinden, das tägliche Foto mit den Gedanken, die morgens beim ersten Tee so in meinem Kopf rum schwirren, was mich beschäftigt, was mich ausmacht.

Und seit dem ist es so sehr anders, so viel schöner geworden!

Diese neue Art Öffentlichkeit, dieses es lesen ja doch ein paar hier mit, diese Interaktionen hier, das zusätzliche Feedback per Mail und persönlich ist ein wichtiger Teil meines Lebens und haben das Schreiben und mein Verhältnis dazu wirklich verändert. Und ich schreibe nicht mehr so viel über Konflikte, die Kladden sind noch voll davon. Ich beschwere und jammere einfach viel weniger und das tut mir sehr sehr gut…

Ich weiss nicht genau, warum ich das hier tue, was ich daran genau liebe. Wenn ich darüber nachdenke, fallen mir tausend Sachen ein, die alle irgendwie stimmen und doch wieder nicht stimmen. Ich weiss nur, dass ich es liebe, mich hier ausdrücken, austoben, ausleben zu können. Ich weiss nur, dass es nun zu mir gehört, dass dieses Ding hier: das ich das bin, dieser Blog hier bin ich: Arne Krüger!

Berlin, 7:04, Tag 296

Wenn ich aufwache, bin ich mit meinem Traum verbunden. Manchmal ist die Story stark, die Gefühle tief und die Erinnerung ganz deutlich. Nicht so heute morgen. Mit Anstrengung und Konzentration wäre ich an das Thema, an einige Szenen sicher wieder rangekommen. Statt dessen habe ich mich heute einfach wieder rumgedreht und noch eine halbe Stunde lang das Aufwachen genossen, fast meditiert, die auftauchenden Gedanken begrüsst, dabei bemerkt, welche Gefühle damit verbunden sind und beides wieder gehen lassen. Wieder eingedöst, wieder – mit einem neuen Gedanken – aufgewacht, das dazugehörige Gefühl bemerkt. Und dann doch aufgestanden…

Åsmund drüben hat schon wieder einen grossartigen Post geschrieben. Und schon wieder möchte ich meine Gedanken und Gefühle hier aufschreiben:

For more than a year, I’ve been asking people what they love. What do you love? Believe it or not, it’s a trick question. If you give it a chance, you’ll see it’s impossible to answer it sincerely only from your intellect. You don’t come to a decision of loving something, or someone. You love. Regardless of what you think about it.

Für über ein Jahr versuche ich nun schon ein Video zu machen, mit meiner Antwort auf diese, seine Frage. Alle paar Wochen kommt der Impuls wieder hoch, so auch gestern Abend. Ich stelle mir meist vor, auf meiner Terrasse zu stehen, das iPhone anzuschalten und mich zu fragen, was ich liebe und ein- und auszuatmen und… und dann, schaltet sich jedes mal – vorher, mittendrin, danach – mein Kopf dazu und ich bin unzufrieden. Es ist mir peinlich. Oder ich habe  etwas oder jemand ganz wichtiges vergessen, den ich doch unbedingt (auch liebe und deshalb) erwähnen sollte.

Dann denke ich, ok die Zeit ist nicht reif, warum muss ich das überhaupt machen. Ich werd mich einfach demnächst besser vorbereiten, erst mal abwarten, erst mal eine Notiz machen, ein ToDo anlegen, einen Termin im Kalender eintragen, ein Konzept oder vielleicht sogar für einen Workshop mit Freunden, Kollegen. Und ein Stativ, ich sollte erst mal ein Stativ kaufen.

Diese „trick question“ begleitet mich, sie leitet mich! Denn sie geht weiter, sie dehnt sich aus und plötzlich funktioniert sie auch mit Zufriedenheit, mit Glück, mit Frieden, mit Gesundheit. Was macht mich zufrieden, glücklich, gesund? Und die Frage funktioniert sogar mit Macht, Ohnmacht, Kontrolle, Erfolg, Reichtum, Verlust, Besitz. Was macht mich mächtig? Was lässt mich Kontrolle haben? Was macht mich erfolgreich und reich? Was besitze ich, was habe ich verloren?

Ja, Åsmund, diese eine und all die anderen Fragen lassen sich einfach nicht erschöpfend mit dem Intellekt beantworten, aufschreiben, aufzeichnen.

Es sind erkenntnisleitende Fragen. Die Fragen, die weiter führen, die eine Entwicklung sichtbar machen, die uns bewegen, uns in Bewegung versetzen, die zu etwas Neuem führen.

Es sind auch Fragen, die nerven, denen man ausweichen möchte und oft einfach weh tun. Solche Fragen decken auf, sie decken nichts mehr zu. Sie machen verstecktes und verdrängtes wieder sichtbar. Wenn man es zulässt und eben nicht nur mit dem Kopf, mit seinem Intellekt, in seinen gewohnten Denkmustern, mit den eingeübten Ritualen darauf antwortet.

Wenn man die Frage zulässt und ihr erlaubt, sich auszubreiten, führt sie letztlich zu einer Erkenntnis, dass es eben noch etwas anderes gibt, als unser gewohntes, dualistisches, unterscheidendes, trennendes Denken (ja, nein, gut, schlecht, etc). Eine andere Ebene des Denkens, Fühlens und Wissens. Eine Ebene in der es geht und ok ist, etwas nicht zu wissen und es doch zu tun. Diese andere Art zu denken und zu fühlen, kann zu radikalen Tranfsormationen, zu tiefgreifendem Wandel führen.

Wenn man einmal verstanden hat, dass das eine alles, und alles das eine ist, dann eröffnet sich eine neue Dimension, eine neue Welt, in der alles möglich scheint. Und die Antwort auf die Frage wird belanglos. Die Antwort liegt nicht in den Worten dieser Dimension des Denkens. Die Antwort liegt in der veränderten Aufmerksamkeit, in Changed Attention, in einer veränderten Sichtweise auf unsere Welt.

What do you love? You don’t know? Good! Now, go do what you love. 

Und plötzlich tauchen zwei Tauben am klaren Himmel auf, als ich mein erstes Bild mache.

Und plötzlich blitzt die Sonne durch die Zweige, als ich mein zweites Bild mache.

Und plötzlich merke ich, dass ich in diesem Moment Himbeermarmelade über alles liebe (Danke, Antje!;) und mache mein drittes Bild.

Wünsche allen hier einen wunderbaren Tag!

Berlin, 7:10, Tag 295

Habe mich heute in eine Wüste geträumt, schön geträumt, anregend, interessant, und wie fast immer in meinen Träumen viel Interaktion mit anderen. Aber was genau, war beim wachwerden vergessen…

(Foto: Richard Maier)

Mein Freund Åsmund hat drüben in seinem Tumblog gestern einen solch grossartigen Post geschrieben, dass mir hier jetzt die Finger stocken. Warum wohl, vielleicht weil ich mich vergleiche?

Dabei gibt es mehrere Arten des Vergleichens. Das erste Vergleichen der Worte bemerkt die vielen Details, den Stil, die Struktur, die Formulierungen, die unbekannten Vokabeln, die Geschichte an sich. Dieses wandelt sich aber schnell in ein Vergleichen der Erfahrungen, der unterschiedlichen Leben, die wir führen und der Einstellungen die wir zum Leben haben.

Und dabei entdecke ich sofort Verbindungen, die vielleicht gerade entstehen oder immer schon vorhanden waren, und auch neue Unterschiede. Die Einstellung zum Schreiben, die von ihm wie von mir aus Gründen verschmähte Uni, das Schwimmen, das Lesen, die Einstellung zu Veränderung, zum Leben eben.

Immer wenn aus dem Vergleichen, aus dem Verbinden und Verknüpfen ein (Be-)Werten wird, stocken meine Finger erneut. Ich glaube, es geht beim wertenden Vergleich immer nur allein um mich und um meine Vorstellung einer Realität. Und das lässt irgendwie keinen Platz fürs Schreiben. Weil ich mich vergleiche und nicht weil ich vergleiche!

Und vielleicht weil ein Vergleichen, eine Wertung nur dann wirklich möglich ist, wenn wir die Zeit anhalten und Wandel für einen Moment verhindern könnten. Was wenn das zu bewertende statisch wäre, nur für einen kurzen Moment? Wie will man etwas bewerten, was sich ständig verändert, und dessen Beobachtung aus ständig anderen Blickwinkeln erfolgt?

Stocken meine Finger, weil genau das nicht geht? Oder weil mein Geist einfach zu beschäftigt ist, beim wertenden Vergleich längst vergangener Bilder und Vorstellungen von mir und meinem Leben und dem was ich meine, dort zu lesen und zu sehen.

Die Natur der Welt ist die ständige Veränderung, der ständige Wandel. Es geht in dem Post auch um die Erfahrung von tiefgreifendem Wandel.

Ja, es geht auch mir genau darum, diesen unabänderlichen, ständigen Wandel, diese ständige Veränderungen aller uns umgebenden und uns bekannten Menschen, Organisationen und Gesellschaften zu begreifen, zu entdecken. Und das trotz all unserer Sehnsüchte und Wünsche und Vorstellungen, ja unsere Begierde nach Sicherheit und Konstanz, nach Bewahren und Festhalten und dem Einfrieren zur finalen Bewertung, für die  Abrechnung, das Fazit!

Der Wandel, die Veränderung das wesentliche Merkmal unserer Welt ist. Alles ist ständiger tiefgreifender Wandel! Diesen ohne zu Vergleichen anzunehmen, davon träume ich, wenn ich wach bin.