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Elektrische Gebetskerzen, Notstrom, Lichtschwerter: ein Tag in Jounieh, nördlich von Beirut…

Beirut, 8:48, Tag 277

Geträumt von einem Spanferkelessen einer Ausbildungsklasse, unreal dicke Scheiben haben die anderen auf ihren Tellern, eine lange Tafel, dann Schnitt. Wir gehen durch einen Flugzeughangar, ein Auszubildender fühlt sich ungerecht behandelt. Seehofer ist dabei und will das klären und läuft zu jemandem, um die offizielle Beschwerde zu verfassen. Derjenige, ein Meister, kommt von seinem Flugzeug runter, schaut mich fragend an, ich weiss nicht, wie die Abteilung heisst, in der wir arbeiten, er lässt mich auflaufen, stellt sich dumm und sagt immer wieder, dass er das nicht kennt, und wie das denn richtig heissen würde. Seehofer steht neben mir, es ist mir unendlich peinlich und ich wache auf…

Hier noch ein paar Bilder von gestern hier aus Jounieh, nördlich von Beirut. Es war ein ruhiger Tag, der mit einem Ausflug zu einer Marienstatue, die auf einer hinter der Bay liegenden Hügelkette steht, startete. Um dort hin zu kommen, benutzt man die Teleferique genante Seilbahn. Ab 11 etwa hat sie offen, wir sind gleich mit der ersten Gondel hochgefahren.

Dort oben im Fusse der Maria, habe ich meine erste elektrische Gebetskerzenanlage gesehen.

Dann gab es ein traditionelles libanesisches Mittagessen mit rohem Fleisch, sehr lecker. Der Tag ging dann weiter in einer ultramodern designten Hookah Bar, ich kenn (nicht kann) jetzt drei Varianten Tavla, also Backgammon: die Klassische, dann eine Nicht-Rauswerf- und die Gefängnis-Variante.

In der Bay wird dieses Wochenende ein Festival veranstaltet, das durch überall an der Küste aufgestellte Strahler auf sich aufmerksam macht. Dazu werden dann mobile Generatoren an die Küste gefahren, die jeweils zwei dieser Strahler mit Strom versorgen.

Hier läuft übrigens alles über lokale „Notstromaggregate“. Eigentlich stehen an fast jedem grösseren Haus grosse brummende Diesel, manchmal mehrere auf einem Haufen, die über ein wirres Kabelgewirr mit den umliegenden Häusern oder Geschäften verbunden sind. Nur das die hier eben nicht „Not“strom sind, sondern entweder immer laufen, aber mindestens ein paar Stunden am Tag, weil in Beirut so ca. 3-4 Stunden am Tag der Strom abgestellt wird, im Rest des Landes gibt es nur 3-4 Stunden am Tag überhaupt Strom. Im Alltag merkt man ausser gelegentlichen 10sekündigen Stromaussetzern, vermutlich bis der Diesel anspringt und jemand einen Knopf drückt, aber eigentlich nichts davon.

Nun noch ein paar Eindrücke vom Sonnenuntergang und Lightsaber Festival in Jounieh gestern Abend.

Wünsche allen einen grossartigen Samstag…

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