Silivri, 11:08, Tag 279

Würd‘ ich mich bloss erinnern, könnt ich jetzt meinen Traum aufschreiben. Ich habe den Schlaf wieder sehr genossen, bin erst um 2 dazu gekommen. Der Flieger hatte fast ne Stunde Verspätung. Der Bekannte, der mich abgeholt hat, dann auch noch mal.

Hier mein Lieblingsbild von gestern, als ich den osmanischen Beiteddine Palast besichtigt habe, der sich eineinhalb Stunden Autofahrt südlich von Beirut befindet. Die Dame fotografiert den Harem mit ihrem iPad und ich hatte das Glück, unverfänglich schräg hinter ihr, auch Fotos zu machen. 😉

Leider wurde grade das Beiteddine Festival veranstaltet und der Innenhof war zugeräumt mit Tischen und einem Laufsteg, auf dem Vorplatz war eine riesige Bühne mit Tribüne aufgebaut, das kannte ich auch schon aus Baalbek und scheint hier im Sommer üblich zu sein. Aber zum Glück übten die Models grade ihren Auftritt, das war wenigstens ein kleiner Ausgleich…

Der Palast ist ein Wunder aus Sandstein, hat mich voll an den Topkapi Palast in Istanbul erinnert, mit Harem, Hammam und schattigen, kühlen Grotten die zum Garten führen. Wer Fan grossartiger Handwerkskunst und oritentalischer Architektur aus dem 18. Jahrhundert ist, der kommt hier kaum wieder raus.

Man kommt so nah an alles ran, wie bei fast allen Museen und Palästen hier, mir fast unheimlich nah. Selten stehen mal Do Not Touch Schilder, die Gäste werden mit ein paar Seilen darauf hingewiesen, wo man nicht möchte, das man hingeht.

Es ist ein wunderbar entspannter Umgang mit diesen Resten der vergangenen Kulturen, die hier ihren Platz hatten.

In diesen Untergeschossen, die in den Garten führten, war es aufgrund der extrem dicken Wände wohl so angenehm kühl, auch ohne die sonst über allgegenwärtige Klimaanlage.

Der Palast ist strategisch günstig auf einem steilen Hügel angelegt, so dass man nach drei Seiten eine tolle Aussicht hat.

Drum herum gab es nicht so viel. Kleine Dörfer und Städte mit den hier überall sehr dominierenden Autowerkstätten. Sicher gibts ab und zu einen Klamottenladen oder anderes, aber neben den Schrottteilen und Autos, fallen nur noch Kinderspielzeug und Chipstüten und ab und an buntes Obst und Gemüse auf. Im Verhältnis: 2/3 Autowerkstätten, 1/3 der ganze Rest.

Aber auch die muslimisches Libanesen lieben das Grillen im Grünen. Auf dem Rückweg haben wir kurz angehalten an einem kleinen Fluss, der voll mit Plastetischen und Stühlen zum Grillplatz mit fliessendem Abwasch umfunktioniert worden ist. Dann wurde ich noch von Khaled zum Abendessen zu sich nach Hause eingeladen, was sehr lecker und auch sehr interessant war. Aber das sind irgendwie beides extra Posts und auch andere Bilder, die ich hier nicht reinmischen möchte.

Deshalb verabschiede ich mich mal mit einem Selbstportait am Bacchustempel in Baalbek lehnend von Euch…

und schliesse hiermit die Beirut/Libanon Reihe vorerst ab. Ich hoffe sehr, meine Reiseberichte und Eindrücke haben Euch gefallen? Über ein Like, einen Kommentar oder gar Eure Fragen würde ich mich sehr freuen!

Veröffentlicht von Herr Krueger

vater · ehemann · mitgründer der moving targets consulting gmbh · services, development und support · zazen · fotografie

One Comment

  1. […] einem grossen Innenhof wollten wir Zelten. Es sah in etwa aus, wie in Beiteddine, nur viel weitläufiger. Ein paar Zelte standen schon, meines musste noch aufgebaut werden. Ein […]

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