Unruhe kontrollieren wollen…

Noch Istanbul, 7:19, Tag 293

Auch heute ist mir mein Traum entglitten, als der Wecker mich im Schlaf gestört hat. Mit einem zeitigen Start in den Reisetag, es geht zurück nach Berlin. Wieder zurück nach so einer langen und intensiven Pause fällt irgendwie nicht so leicht, wie sonst. Vielleicht will ich deshalb oft keine Pause, weil ich dass, was ich sonst als Arbeit bezeichne, die Routine meines Alltags in Frage stelle. Ich bemerke diese Routine erst in der Pause. Nach der Unruhe des Nichts-Tuns, erkenne ich kurz die beruhigende, einschläfernde Wirkung des Müßigganges. Ist es wohl die gleiche Unruhe, die im Tun und im Nichts-Tun liegt? Die Motivation, den Antrieb, die Ursache für all das zu erkennen, fällt mir so schwer. Ja, ich suche danach. Will wohl dafür sorgen, dass es nicht weniger wird. Will es wohl kontrollieren.

Zu Hause wartet auf dem Whiteboard: Die Diskrepanz zwischen Wollen und Sein verringern. Ja, es geht immer nur noch darum. Darum, alles anzunehmen, was jetzt im Hier wirklich da und auch was nicht da ist. Zu Sehen, was jetzt möglich ist, und auch was nicht geht. Es liegt eine solche Kraft in dieser Einsicht. Die tiefere Ursache für all das, gibt es nicht. So lange wir am Leben sind, sind wir einfach unruhig, wollen wir etwas, wollen wir etwas machen, etwas sein, etwas verändern. Die Unruhe ist nur eines der Zeichen, dass ich am Leben bin. So einfach ist das wohl…

Wünsche einen tollen Start in den Montag der neuen Woche!

 

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