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Wovon ich träume, wenn ich wach bin…

Berlin, 7:10, Tag 295

Habe mich heute in eine Wüste geträumt, schön geträumt, anregend, interessant, und wie fast immer in meinen Träumen viel Interaktion mit anderen. Aber was genau, war beim wachwerden vergessen…

(Foto: Richard Maier)

Mein Freund Åsmund hat drüben in seinem Tumblog gestern einen solch grossartigen Post geschrieben, dass mir hier jetzt die Finger stocken. Warum wohl, vielleicht weil ich mich vergleiche?

Dabei gibt es mehrere Arten des Vergleichens. Das erste Vergleichen der Worte bemerkt die vielen Details, den Stil, die Struktur, die Formulierungen, die unbekannten Vokabeln, die Geschichte an sich. Dieses wandelt sich aber schnell in ein Vergleichen der Erfahrungen, der unterschiedlichen Leben, die wir führen und der Einstellungen die wir zum Leben haben.

Und dabei entdecke ich sofort Verbindungen, die vielleicht gerade entstehen oder immer schon vorhanden waren, und auch neue Unterschiede. Die Einstellung zum Schreiben, die von ihm wie von mir aus Gründen verschmähte Uni, das Schwimmen, das Lesen, die Einstellung zu Veränderung, zum Leben eben.

Immer wenn aus dem Vergleichen, aus dem Verbinden und Verknüpfen ein (Be-)Werten wird, stocken meine Finger erneut. Ich glaube, es geht beim wertenden Vergleich immer nur allein um mich und um meine Vorstellung einer Realität. Und das lässt irgendwie keinen Platz fürs Schreiben. Weil ich mich vergleiche und nicht weil ich vergleiche!

Und vielleicht weil ein Vergleichen, eine Wertung nur dann wirklich möglich ist, wenn wir die Zeit anhalten und Wandel für einen Moment verhindern könnten. Was wenn das zu bewertende statisch wäre, nur für einen kurzen Moment? Wie will man etwas bewerten, was sich ständig verändert, und dessen Beobachtung aus ständig anderen Blickwinkeln erfolgt?

Stocken meine Finger, weil genau das nicht geht? Oder weil mein Geist einfach zu beschäftigt ist, beim wertenden Vergleich längst vergangener Bilder und Vorstellungen von mir und meinem Leben und dem was ich meine, dort zu lesen und zu sehen.

Die Natur der Welt ist die ständige Veränderung, der ständige Wandel. Es geht in dem Post auch um die Erfahrung von tiefgreifendem Wandel.

Ja, es geht auch mir genau darum, diesen unabänderlichen, ständigen Wandel, diese ständige Veränderungen aller uns umgebenden und uns bekannten Menschen, Organisationen und Gesellschaften zu begreifen, zu entdecken. Und das trotz all unserer Sehnsüchte und Wünsche und Vorstellungen, ja unsere Begierde nach Sicherheit und Konstanz, nach Bewahren und Festhalten und dem Einfrieren zur finalen Bewertung, für die  Abrechnung, das Fazit!

Der Wandel, die Veränderung das wesentliche Merkmal unserer Welt ist. Alles ist ständiger tiefgreifender Wandel! Diesen ohne zu Vergleichen anzunehmen, davon träume ich, wenn ich wach bin.

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