Wie ich trotz eines eifersüchtigen Autos pünktlich am Flughafen ankam…

Berlin, 9:38, Tag 298

Heute Nacht sind mit meine Lapttops geklaut worden. In einer Art Ferienlager voller wuselnder Menschen, die tagsüber auf der einen Seite des Flusses waren und abends wieder näher, auf der anderen Seite zum Schlafen kamen. Tagsüber bemerkte ich an einem Tisch, der von Menschen umströmt wurde und ich einen Augenblick nicht hinschaute, dass mein Laptop verschwunden war. Dan spürte ich, dass auch noch mein Rucksack im Schlafraum verschwunden war und ich somit ohne alles, erstmals seit Ewigkeiten, ohne alles da stand. Es war aussichtslos, überhaupt zu versuchen, den Dieb in den Massen zu finden. Ich scannte die Massen und mir wurde immer klarer, dass es weg war. Ich überlegte, wie ich in diesem Ferienlager zu einem neuen Laptop kommen könnte, ebenfalls aussichtslos, so dass sich Gefühl des: jetzt wird es einfach ohne gehen müssen ausbreitete. Mit diesem Gefühl wachte ich vom Regen auf dem Dachfenster auf, schloss es und beschloss, liegen zu bleiben, meine Routine einfach zu ändern und später hier zu schreiben… wozu Träume manchmal gut sein können!

Wohl weil ich vorgestern Abend mit einem DeLorean geflirtet habe, ist gestern mein geliebter Benz an einer Kreuzung einfach ausgegangen. Eine Stunde später, als der erste ADAC Mensch zuschaute, sprang er – bestimmt aus Angst vorm gelben Engel – wieder an, nur um 500m später an der nächsten Ampel wieder allein mit mir wieder auszugehen.

Daraufhin wartete ich eine Stunde auf den nächsten ADAC Menschen. Auch nach dessen Ankunft sprang er wieder an. Bevor ich das mir und dem ADAC zu erklären versuchte, ging er nach zu langen Sekunden dann doch wieder aus. Woraufhin die Diagnose feststand: ein Induktionsgeber an der Kurbelwelle sei defekt wurde prophetisch geraten und dann wurde ich einfach ans Seil genommen.

Er ersparte mir so weitere drei Stunden Warterei auf den Abschleppwagen und verschaffte mir damit das Vergnügen, mich nach einem Slalom am Kanzleramt über den Grossen Stern zur Werkstatt zu schleppen. In einem 12 Jahre alten Auto, welches sich ohne Bremskraftverstärker und Lenkhilfe – sagen wir mal – etwas zäh bedienen lässt. Im Tiergarten musste ich das Schicksal kurz herausfordern und hier für Euch ein Foto machen.

Und die ganze Zeit habe ich versucht, gelassen und ruhig zu bleiben, die Tatsache des Defektes einfach anzunehmen. Und ich habe mich bemüht, aus der Ruhe heraus überlegt und entschlossen zu handeln und bin belohnt worden. Zwei Meetings fielen dadurch aus, aber genau zwei Minuten bevor meine Mädels durch die Passkontrolle sind, komme ich pünktlich am Gate an…

Wünsch Euch ein tolles Wochenende!

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