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Über meine üblichen Selbstmotivationsprogramme…

Berlin, 8:45, Tag 306

Kein Traum, an den ich mich erinnere, unruhige Nacht, zeitiger Morgen mit dem üblichen Selbstmotivationsprogramm.

Komisch, dass ich das an Sonntagen besonders gut kann: unruhig sein, die Woche vorplanen und dann denken, wie viel besser man doch vorbereitet sein könnte, wenn man sich auch noch jetzt, am Sonntag vorbereiten würde. Dann später ans Laptop geflüchtet, fällt es doch wieder sehr leicht, statt einfach zack und schnell die Vorbereitung abzuhaken, irgend etwas anders zu machen, es ist ja schliesslich Sonntag. Und dann, wenn man merkt, wie schnell die Zeit verflogen ist, wieder zurück in die Schleife zu geraten, dass man zu wenig, fast nicht oder einfach zu schlecht vorbereitet sei, na zumindest die drei wichtigen Meetings nächste Woche.

Solche eher negativen Muster bestimmen immer noch zu häufig mein Wohlbefinden, meine Gedanken, meine Gefühle. Wenn ich dann begonnen habe, ganz in Ruhe ein paar Hemden bügle, das Frühstück mache, später hier ein paar Worte schreibe, oder eben irgend etwas anders für die Arbeit, für die drei Meetings gemacht habe, geht es mir besser. Und ich fühle diese leichte Panik verschwinden. Beruhigt davon, etwas getan zu haben.

Man fühlt oft, dass ein bestimmtes Verhalten nicht gut ist. Und trotzdem hat es eine sehr starke Anziehungskraft. Dabei spielen bei mir negative Motivationsprogramme ab und zu noch eine starke Rolle. Drohungen gegen sich selbst, dieses Wenn Du jetzt nicht, dann… eingewoben in Erinnerungen an die Ratschläge anderer, an ihre Bitten, ihre Wünsche, an Erwartungen.

Da ist dann kein Enthusiasmus, keine Liebe, keine Lebensfreude, die hier Antrieb, die Ausdruck des Lebens ist. Nein, es ist am Ende wohl irgend eine diffuse Angst vor irgend etwas: vor Einsamkeit, Ablehnung, Aberkennung, Kritik?

So gerne würde ich hier jetzt weiter schreiben, an einem ewig langen Post, noch stundenlang weiter feilen an den Gedankengängen, an den logischen Strukturen, an den Formulierungen. Dann alles mit vielen aussagekräftige, genau passenden Bildern illustrieren, eine super attraktive Überschrift finden. Die perfekte Sonntagslektüre für meine Leser. Trotz oder gerade wegen des negativen Themas, witzig und intelligent geschrieben. Ich ahne, wie sie aussehen sollte. Etwas, worauf ich stolz sein kann.

Und wieder kommt der negative Motivator, lässt mich schneller tippen, weil eine Familienfeier darauf wartet, vorbereitet und angefahren zu werden… ich muss jetzt echt los! 😉

Wünsche Euch einen entspannteren Sonntag!

  1. Ich finde ja, der Inhalt passt sehr gut zu deinen Formulierungen, bin ich doch ein großer Fan von Authentizität.

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    5. August 2012

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