Zum Inhalt springen

Wie kann ich Dir vertrauen?

Silivri, 9:18pm, Tag 323

Wieder ein Tag ohne meine Morgenroutine. Fühle mich wie ein Revolutionär. Verstosse gegen meine eigenen Prinzipien. Bin einfach liegen geblieben und habe es sehr genossen. Aleyna schaut jeden Morgen zuerst, ob ich schon aufgestanden bin. Heute kam sie kuscheln, weil sie zwei Schultern im Bett gesehen hat.

Fühle mich immer noch schlecht, weil ich keine wirkliche Lust zum Bloggen habe. Ich warte darauf, dass es besser wird. Warte, dass ich früh aufstehe und mir einfällt, worüber ich heute schreiben muss. Passiert grad aber nicht. Statt dessen fühle ich mich revolutionär, weil ich mal nicht meditiere und meinen Blog mal nicht super ernst nehme. Ich denke, dass ich mir etwas gönne, wenn ich mal etwas nicht so wie sonst mache.

Ich denke ab und zu mal an die sehr lustigen FAQ’s von Volker Weber. Dort steht ein Satz, der mir ab und zu mal einfällt, wenn mit beim über die Welt nachdenken Volker Weber einfallen sollte…

„How can I trust you?“

Look at my track record. I have never revealed a source, never quoted anybody without asking first, and never broken a promise.

Wenn ich diesen Satz lese, dann erscheint er mir meist sehr provokativ und herausfordernd. Ich würde das manchmal auch gerne über mich auch behaupten: also, dass ich noch niemals ein Versprechen gebrochen habe. Also er meint bestimmt die richtigen Versprechen, die so mit „Ich schwöre…“ und drei Finger hoch halten, ohne irgendwelche Trickserein, unter Zeugen?

Aber hat Volker wirklich noch niemals jemanden zitiert, ohne ihn vorher gefragt zu haben? Das geht meines Erachtens nach doch gar nicht, also nur, wenn Volker gar nicht oder eher superselten zitiert… wenn ich ein Tweet, retweete, habe ich dann vorher gefragt? Oder stimmen alle Twitterer einfach mal pauschal meiner Frage mit dem Anlegen eines Twitterkontos zu?

Oder soll ich solche Sätze einfach nicht so ernst nehmen? Bestimmt bezieht sich das auf seine Tätigkeit als Journalist, dort darf er natürlich keine Quelle verwenden, ohne sie vorher zu fragen, das macht vielleicht Sinn. Also das was davor steht, niemals eine Quelle zu verraten, passt auch ja eher zu dem journalistischen Anspruch.

Also ich vertraue Volker durch solche Sätze nicht mehr, sondern eher weniger. Denn warum muss man so etwas über sich behaupten? Wenn es stimmt, ist es nicht notwendig? Und wenn es nicht stimmt, ist eh alles es sinnlos. Mich führt das schnell in das klassische „Alle Kreter sind Lügner“ Paradox.

Und wieder habe ich einen Grund mehr, mein About nicht zu überarbeiten. Da fällt mir wieder der Post von James ein, darüber was passiert, wenn man absolut ehrlich ist. In der Einleitung erzählt er etwas über Personal Branding und wie es Lügen verbreiten möchte, über uns, die wir super-erfolgreich, fehlerfrei erscheinen möchte und noch dazu genaue mathematische formeln für alles im Kopf, wie Geld zu verdienen sei. Was einfach nicht stimmt! Was nicht stimmen kann…

 

Bisher keine Kommentare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s