Was erwartet das Leben von mir? (Teil 1)

Berlin, 7:20, Tag 332

Habe mich heute Nacht in eine Wüste geträumt, vielleicht zurück in den Libanon? Es ist nur noch eine Szene wirklich in meiner Erinnerung geblieben, wie plötzlich ein riesengrosser Mensch zwischen den Zelten auftaucht und vorsichtig herumgeführt wird. Für die Wüstenbewohner völlig normal, dass jemand über 3m gross werden kann, für mich völlig absurd und auch spannend.

Mein gestriger Post schwingt noch nach, wenn ich hier jetzt wieder sitze. Beim täglichen Schreiben gibt es intensive und weniger intensive Tage, gestern war ein sehr intensiver Tag, nach gefühlten Wochen der Unordnung und Unlust und Blockade und Pause.

Mein Blog hier, ist ein Experiment mit mir selbst, mit meinen Fähigkeiten und Unfähigkeiten, mit meinen Leidenschaften und Abneigungen, mit der aus teils sehr privaten Gedanken entstehenden Öffentlichkeit, mit den sich ständig verändernden Werkzeugen und Plattformen. Es geht für mich noch weit darüber hinaus.

Das hier ist ein Teil von mir! Ich bin das hier, ich möchte und muss hier schreiben, jeden Tag, ein ganzes Jahr lang. Etwas ganz tief in mir drin, möchte das, möchte raus und findet hier, in den ersten Stunde jedes Tages Anerkennung und einen Ausgang, einen Abfluss.

Machmal, wenn ich versuche, mich mit Abstand zu betrachten, bin froh und auch stolz darüber, diesen Weg für mich gefunden zu haben. Es gab andere Versuche davor. Es gibt auch noch andere Versuche neben diesem Blog hier. Und es wird auch in Zukunft wohl immer wieder neue Versuche geben.

Ich glaube, dass diese Versuche alle irgendwie dazu dienen, mir die Frage zu beantworten, die ich mir im Februar 2009 hier schon einmal gestellt habe: was erwartet das Leben von mir? Das Buch von Frankl ist irgendwie auch der Ausgangspunkt für dieses Experiment hier.

Dafür dass ich das Leid und die Angst vorm Leid, welche ich sehr stark fühle(n kann) und welche ich gelernt habe, perfekt zu verdrängen und zu unterdrücken, dass ich dieses Leid endlich annehmen kann, dazu dient auch dieser Versuch hier. Denn, dass in diesem Leid und eben in dieser Urangst die Chance zu einer einmaligen Leistung steckt, habe ich erst durch Frankl wirklich verstanden.

Dann ist mir doch letzte Woche Jons Bok begegnet, welcher seine Nahtod-Erfahrung in einem Buch verarbeitet hat. Und dann ist mir doch gestern das Filmprojekt: Mut zum Leben begegnet. Und wie das alles zusammen passt, dass erzähle ich Euch einfach morgen…

Aso, wenn ihr den zweiten Teil morgen und alles was danach noch kommt, nicht verpassen wollt, dann könnt ihr übrigens einfach rechts oben auf Follow drücken. Dann kriegt ihr jeden Morgen oder Mittag oder Abend, wann immer ihr wollt eine Nachricht mit dem neuesten Beitrag.

Wünsche Euch von einem verregneten Morgen einen wunderschönen Tag!

2 thoughts on “Was erwartet das Leben von mir? (Teil 1)

  1. „Der Leidfülle ins Auge blicken“ schrieb Viktor Frankl. Ja, das braucht echt Mut. Und sicherlich auch die Fähigkeit, der Schönheit des Lebens zu begegnen. We just do our best 😉 Schönen Tag an alle!

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