Verbrennen ist auch keine Lösung…

Andalusien, 7:41, Tag 359

Heute Nacht habe ich mind zwei Träume geträumt, sie aber sofort beim Aufwachen vergessen.

Bin müde. Gestern haben wir bis um elf intensiv gearbeitet. Gleichzeitig bin ich nicht müde, voller Kraft und Energie und Gedanken. Ich möchte festhalten, was ich erlebt habe. Irgendwie einfrieren, zurück spulen, immer wieder darauf zugreifen können.

Habe meinen Vortrag, den ich so ähnlich auch auf der EPO Patent Informations Konferenz halten werde, tagsüber nebenbei vorbereitet. Eine Stunde zusammen mit C. dann das finale Konzept entwickelt, also alles weg geworfen, was in dreißig Minuten nicht zu schaffen ist. Dann am Abend, gegen halb Acht erst, wenige Minuten nach diesem Sonnenuntergang, war ich dann dran.

Normalerweise ja gar nicht meine Zeit, vor allem da ich seit Fünf wach war, aber hier kann ich und will ich ja üben, was passiert, wenn ich Dinge anders mache. Ich glaube, die neue Gliederung ist ganz gut, das Konzept könnte funktionieren, die Diskussion danach war intensiv, die Aktivierung schien erreicht. Den Titel und die Zusammenfassung, die wir uns im Juni ausgedacht haben, ist nun mit Leben gefüllt, mit extrem viel Leben gefüllt. Das gibt ein gutes Gefühl, das beruhigt mich erst mal und gibt mir Selbstvertrauen und noch mehr Kraft.

Vorher hatten wir ein paar super interessant (psychologische) Übungen veranstaltet, bei denen ich mich unter anderem mit negativen, behindernden Überzeugungen beschäftigt habe. Also zum Beispiel mit meinen ständigen Selbstzweifeln, mit meiner Befürchtung, nicht gut genug zu sein, mit meiner Suche nach Aufmerksamkeit und Anerkennung, als Vorbedingung für mein Glücklich sein, mit meinen Ängsten, mein Leben, meine Firma zu verlieren. Die wollten wir auf einen Zettel schreiben und abends eigentlich am Strand in einem Feuerritual verbrennen.

Es hatte etwas geregnet, so dass wir das Ritual erst mal verschoben haben.

Und ich erinnere mich gerade wieder an den Zenkoch (-coach), der nicht an ein Auflösen solcher Behinderungen (=Gefühle/Gedanken) durch Feuerrituale glaubt, sondern daran, diese Überzeugungen (=Gefühle/Gedanken) als Zutaten zu betrachten, sie genau an zu schauen, sie als Teile von sich zu begreifen, die zu uns gehören, die wir auch sind und die Energie beinhalten, die Aufmerksamkeit verdienen und die uns zu dem machen, was wir sind.

So dass wir also eher die Überzeugung los lassen, dass Überzeugungen negativ oder positiv sind. Wir betrachten sie einfach als vorhanden, als existent und so wie sie eben sind. Und wir verstehen, dass wir sie auf konstruktive und destruktive Weise nutzen können.

Our faults can be seen as great resources. This means knowing how they function, without further confusing ourselves by making judgments. This is a hard habit to break, but well worth the effort. Our faults contain a tremendous amount of energy. That energy can be used in a destructive or constructive way.

Die negativen Überzeugungen werden im Feuer ja auch nicht verschwinden, sie werden transformiert in Licht, in Wärme und in Asche. So wie auch die Zutaten eines Gerichtes erst durch das Kochen erst gar und damit schmackhaft werden.

Ja, so könnte es funktionieren. Nun bin ich richtig dankbar, dass das Ritual verschoben worden ist. Gestern Abend hätte ich einen Teil von mir verbrannt, abgestossen, ausgestossen. Das wäre keine Lösung!

Heute ist ein freier Tag, morgen geht es bis zum Sonntag dann in den Schlusspurt, ich kriege Hunger und verabschiede mich von Euch mit einem Lächeln…

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