Kurzer Bericht und das Video von meinem grossen Auftritt auf der #EPOPIC

Hamburg, 7:21, Tag 400

Heute erinnere ich keinen Traum nach einer wieder nur sehr kurzen Nacht.

Ich wollte deutlich darauf hinweisen, dass ich wirklich gerade Tag 400 eben dort oben geschrieben habe. Bin dankbar und ein bisschen beeindruckt dieser immer größer werden Zahl. Tagtäglich zu schreiben fällt mir immer leichter, es gehört jetzt einfach dazu. Aber zu den schwachen Tage zu stehen und sich von den stärkeren überraschen lassen, das ist immer wieder jeden Tag meine Aufgabe. Dieses Experiment hier verändert und beeinflusst mein Leben sehr stark, es ist auch ein grosser Teil meines Lebens. Eine tägliche Routine, ein tägliches Investment…

Denn erst Persistenz, das Dranbleiben erzeugt das Momentum für wirkliche Veränderung, wie ich sie gerade bei mir auch beobachte. Früher waren mir meine wiederkehrenden Muster, also die Verhaltensweisen, die meinen (Miß)Erfolg bei einem Thema, im Beruf, bei der Liebe, im Leben ausmachen nicht bewusst. Ich hatte dafür nur das Konzept harter Arbeit im Kopf. Erst wenn Du hart genug für etwas arbeitest, dann wirst Du Erfolg haben.

Aber eigentlich ist es so, dass dieses Konzept Arbeit – von der Wertung „hart“ und der Einschränkung „Arbeit“ befreit – auf jede Tätigkeit, im Sinne von tätig sein, in meinem Leben anwenden kann. Das was ich tue, macht mich aus, das erzeugt mich. Der Konsequenz dieses Konzeptes kann niemand entgehen. Meine Taten sind der Boden, auf dem ich stehe.

Gestern war mein grosser Auftritt auf der EPO Patent Information Conference 2012!

Der Mitschnitt hat geklappt, hier das Video.

 

Ein paar Korrekturen: ich habe zwei mal Spotify gesagt, das zweite mal, habe ich Netflix nur gedacht. Dann, mein Vater war natürlich Chef der Rinderproduktion der LPG und wir hatten über 2.000 Jungrinder (nur in meinem Dorfteil stand ein kleiner Stall mit 400 Rindern, nicht Kühen), er war somit auch fürs Controlling zuständig, ich habe oft mit ihm Gewichtstabellen erstellt bei der jährlichen Inventur, bei der alle Rinder gewogen wurden, deshalb wohl meine Spreadsheet Macke. Ach, und Ali habe ich nur zugeschaut, wie er ’91, vermutlich eher ’92 oder gar erst ’93 Linux installiert hat. Und klar, ein Tweet wird nicht geteilt, er wird ge“retweetet“. Und ich wollte eigentlich so vieles, so anders sagen… aber, ok. Raus damit!

Das Feedback war toll. Bis spät Abends sprachen mich Teilnehmer an und gaben mir Feedback zu den unterschiedlichsten Aspekten und Dingen, die ich erwähnt habe.

Eines blieb besonders hängen: was kommt jetzt von ihm, wo ist die Substanz? Das war die Reaktion, die mich am meisten angespornt hat. Ja, ok – jetzt weiter machen. Beim nächsten Vortrag kann ich nicht schon wieder das gleiche erzählen. Jetzt fängt die Arbeit, ähm, der Spass erst an.

Ich frage mich gerade, ob ich vielleicht nur ein Übersetzer bin, jemand der anderen Dinge zwar erklären kann und vielleicht etwas bei der Umsetzung helfen kann, aber die Lösungen liefern kann ich nicht? Vielleicht ist damit mein Job, bin ich damit auch vollständig.

Was, wenn es gar keine Substanz in meinen Vorträgen gibt? Was, wenn ich im nächsten Jahr einfach mit anderen Beispielen das gleiche Thema erkläre? Aber, was ist das eigentliche, dahinter liegende Thema?

Aber nun noch zu etwas ganz anderem, die gestrige Abendveranstaltung der Konferenz fand im Hamburger Hafen auf der Cap San Diego statt, die dafür komplett gemietet wurde. Ein 1961 gebautes Frachtschiff, das heute das größte, fahrtüchtige Museumsschiff der Welt ist. Ein tolles Schiff, ein toller Abend, ein intensiver, toller Tag!

Hier hinten die Elbphilharmonie, der Berliner Flughafen Hamburgs…

Dann ein Blick durch die Brücke…

Und das faszinierendste, der voll einsatzbereite Motor der Cap San Diego. 9 Zylinder, jeder 680 l Hubraum, bei 118 Umdrehungen der Kurbelwelle werden 40 Tonnen Schweröl in 24 h verbrannt, die den Kahn auf 20 Knoten fahren lassen.

Hier im Bild die Einspritzanlage:

Hier im Hintergrund einer von drei Abgasturboladern, im Vordergrund die Zylinderdeckel (jeder 2,5t schwer).

Ok, ich werd jetzt schnell noch packen, dann auf zur letzten Session der Konferenz und dann in Ruhe nach Hause! Wünsch Euch einen tollen Tag…

6 thoughts on “Kurzer Bericht und das Video von meinem grossen Auftritt auf der #EPOPIC

  1. Zuerst mal – wundervolle Fotos, wie immer von dir gewohnt 🙂
    Deine Rede- ich hab sie noch nicht komplett angesehen, aber ich kann sagen, du kommst darin so rüber, wie man glaubt dich vom Blogverfolgen her zu kennen. Ja aufgeregt, ja immer ähm gesagt – aber genau das macht dich in meinen Augen zu einem sympathischen und authentischen Redner, der sich so gibt, wie er ist. Nicht aalglatt, hyperprofessionell, sondern „normal geblieben“.
    Gratulation auch von mir, richtig gut gemacht.

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