Noch mehr „peinliche Blogscheiße“…

Berlin, 7:38, Tag 402

Heute Nacht erinnere ich mich nicht an meine Träume. Hatte einen tollenvollen Freitag, die Rückkehr ins Büro wurde immer wieder unterbrochen von Erinnerungen und Glückwünschen und ich schwebe immer noch auf dieser Welle und versuche, jeden Moment zu geniessen, zu feiern.

Offenheit wurde das Thema heute morgen! Erst habe ich endlich eine lange Mail von meinem Freund Åsmund zum Thema Offenheit gelesen, die er schon am Mittwoch abgeschickt hatte und die ich mir aufgespart hatte. Das bestimmende, verbindende Thema bei EmptySea und HerrKrueger sei Offenheit und alles sei damit verbunden und zu verbinden. Sein Sehen, sein Erkennen dieser Zusammenhänge ist ungeheuer wertvoll für mich, es erzeugt das Gefühl von Bedeutung und Sicherheit. Und es zeigt mir, dass ich nicht alleine bin, dass auch jemand sieht und anerkennt, was alles dahinter steckt…

Dann überfliege ich Facebook und ich finde diesen Post von Meike. Das was sie im ersten Teil beschreibt, dieses:

Vor einem Publikum stark zu tun und dann die Maske heruntergerissen zu bekommen, wäre für mich schlimmer als mich gleich ohne Maske zu zeigen.
Wo man nichts versteckt, können andere Leute auch nichts entlarven, so seh’ ich das.

Ist genau das, was ich vor 4 Jahren auch entdeckt habe und mehr und mehr mache. Ich bin mit all den Tools und Apps und Dingen, die ich hier rein schreibe ja dermassen transparent, wie kaum jemand, den ich kenne. Und ich erlebe genau das, was Meike schreibt. Es ist wirklich einfacher, sich so zu zeigen, wie man ist, als zu versuchen etwas zu verbergen.

Ich ergänze auch, dass ich dabei sehr genau auf die Privatsphäre anderer achte und selten, aber doch fast täglich, in einen Stealth Mode gehe, wenn andere betroffen sind. Ich kann nicht über die Offenheit anderer Menschen bestimmen, deshalb lasse ich das meist offen oder weg.

Das andere ist  das Unfertige, das Unausgegorene, was ich nicht teile und nicht erzähle möchte, vielleicht auch aus einem komischen Aberglauben heraus. Da möchte ich das Glück, den Zufall nicht herausfordern. Aber ich halte mich auch bei manchen meiner Erwartungen und Hoffnungen zurück, die ich in andere Menschen, Projekte oder Themen setze. Oder noch konkreter, wenn meine Gedanken aus einem Wunsch oder Verlangen heraus entstanden sind, dann warte ich lieber 5 Minuten.

Das reicht meist völlig aus, denn die meisten dringenden Bedürfnisse sind dann bereits wieder abgeklungen. Wenn ich dann wieder daran denke, gibt es zwei Möglichkeiten, entweder es entsteht eine Art nostalgisches Sehnen, eine Erinnerung an die Sehnsucht oder Verlangen, die zu Planung und letztlich zu Aktion führt.

Aber die zweite -weitaus häufigere- Variante ist, dass ich mich freue, dem Sehen nicht nachgegeben zu haben, weil ich erkenne, dass es mich von meinem Weg eher abgelenkt, mir(!) eher nicht gut getan hätte oder ähnliches. Dass ich also reflektiert und distanziert diesem eben noch so dringenden Bedürfnis gegenüber stehe. Ich kann nach 5 Minuten schon, die Ursachen und Folgen viel besser abschätzen.

Dieses 5 Minuten Warten ist für mich auch der absolute „Mit dem Rauchen aufhören“ Trick. Ich habe mit und an mir selbst die Erfahrung gemacht, dass selbst das schlimmste Verlangen nach etwas, sehr schnell vorbei geht. Es ist aber absolut wichtig, dem Drängen nicht nachzugeben, nicht in Aktion zu gehen, in Richtung der Erfüllung des jeweiligen Dranges…

Lustig, was aus diesem Post über Offenheit nun geworden ist: einer über Freiheit! Ich habe einen leicht anderen Weg als Meike genommen, die das „Hoffnung aufgeben“ genannt hat. Hier habe ich eben, dass „dem Drängen“ 5 Minuten nicht nachgeben genannt.  Aber ja, los lassen erzeugt Freiheit und macht viele Menschen glücklich(er)…

Gestern Nacht habe ich noch Fotos in meiner Neuentdeckung, einer ehemaligen Eckkneipe in der Kopischstr. am Wasserturm hier im Begrmannkiez gemacht, die ich gleich mit Euch teilen möchte.

Wichtig: geht bitte alle sofort ins T und lasst Euch von Dunkan in die Geheimnisse und die Grandiosität von (meist grünem) Tee entführen und erlebt, so wie ich gestern ComedySportz oder Klavier oder Jazzkonzerte oder oder oder…

Und mit einem Bild vom Himmelsleuchten vorm Sonnenaufgang heute morgen…

…verabschiede ich mich Euch offen anlächelnd in den Samstag!

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