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Bewertungen allein bringen nix…

Berlin, 7:47, Tag 418

Auch heute Nacht hab ich geträumt. Erst habe ich einen Auftrag gewonnen in grossen Räumen, die immer kleiner und schliesslich zu einer Zahnarztpraxis wurden. Eine Plombe hinten, unten, rechts im Backenzahn war rausgefallen. Dann an einem See hielt meine Mutter einen kleinen Aussenboardmotor in der Hand und ins Wasser und quirrlte es damit durch. Der See wurde glasklar und wir sahen einen einsamen, riesigen Karpfen am Grund entlang sausen. Er war alt, wirklich gross und sehr schnell und wurde nach einer Wende zu einer Art Riesenwels, der mit offenem Maul Jagd auf kleinere Fische machte. Er war viel zu alt und zu clever, um sich noch angeln zu lassen. Als ich schon dachte, er würde sich einen kleinen Fisch schnappen können, zoomte ich rein und sah ich, wie dieser entkam und sich im gleichen Moment einen Minifisch erschnappte. Nach dieser Szene wachte ich weit vor dem Wecker auf…

Vorhin vorm und beim Meditieren hatte ich die Idee, hier ein wenig von dem Aufzuschreiben, was ich gestern lernen durfte. Dann kam aber sehr schnell die Aufregung, die Planung, die Organisation der Woche dazwischen. Ich nahm mir vor, nur bis 8 zu schreiben. Nun stresse ich mich grad etwas, weil die Zeit schon rum ist und ich hier noch schreiben möchte, aber eigentlich auch andere Sachen tun wollte. Irgendwie sinnlose Gedanken, die mich aktivieren, mir Energie rauben/geben.

Ok, ich glaub, das Wichtigste gestern war die Erkenntnis, dass reine Bewertungen von Situationen, Sachverhalten oder Themen einfach keine Punkte bringen. Etwas nur zu bewerten, bringt die Sache nicht voran und klärt nichts. Ich hab mich gestern in den ersten Stunden sehr unwohl gefühlt. Einmal damit, wie das Thema Leadership positioniert war und wohl auch mit dem Vorgehen im Seminar. Ich hab das ein paar Mal geäussert, allerdings konnte ich nicht klar benennen, was mir nicht gefällt. Ich meldete mich zu Wort, widersprach den Behauptungen mit: das seh‘ ich anders, so geht’s nicht, so ist es nicht gut, das entspricht nicht meinem Verständnis von Leadership, was aber zu Frust/Gegenwind beim Trainer und in der Gruppe führte.

Das ganze wurde dann gleich offen analysiert, was mir einerseits sehr unangenehm war, anderseits ich aber die ganze Zeit das Gefühl hatte, jetzt bewegt sich was, jetzt ist Spannung da. Die Grundstimmtung war nur eher negativ, statt positiv optimistisch. Und das war auch die zweite Erkenntnis. Eine Bewertung ohne irgend ein Angebot oder eine Forderung, vielleicht verbunden mit irgend einem Art von positiver Unterstützung, dem Betonen von Gemeinsamkeiten oder dem Ziel, bringt einfach nichts, hinterlässt nur Chaos, Ratlosigkeit und Frust bei anderen, belastet also eher die Beziehung zu anderen Menschen.

Allein für diese -sich über die ganzen zwei Tage festigende Erkenntnis- hat sich das Seminar mehr als gelohnt. Es gab noch so viel mehr, aber ich arbeite schon die ganze Zeit nebenbei an verschiedenem Krams, der einfach getan werden sollte, dass ich jetzt mal hier schnell publish drücke!

Wünsch Euch einen tollen Start in die neue Woche…

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